Märchen lesen. Ein Rosenmärchen

Märchen lesen. maerchen lesen

Märchen lesen ist etwas wunderbares. Sie führen immer in eine ganz besondere Welt und diesmal gelangst Du ausführlich in die Welt der Natur, begegnest feinfühligen Menschen und wie meistens im Märchen zu einer besonderen Liebe.

Vor langen Zeiten lebte weit gegen Abend ein blutjunger Mensch. Er war sehr gut, aber auch über die Maßen wunderlich. Er grämte sich unaufhörlich um nichts und wieder nichts, ging immer still für sich hin, setzte sich einsam, wenn die andern spielten und fröhlich waren, und hing seltsamen Dingen nach. Höhlen und Wälder waren sein liebster Aufenthalt, und dann sprach er immerfort mit Tieren und Vögeln, mit Bäumen und Felsen, natürlich kein vernünftiges Wort, lauter närrisches Zeus zum Totlachen. Er blieb aber immer mürrisch und ernsthaft, ungeachtet sich das Eichhörnchen, die Meerkatze, der Papagei und der Gimpel alle Mühe gaben ihn zu zerstreuen, und ihn auf den richtigen Weg zu weisen. Die Gans erzählte Märchen, der Bach klimperte eine Ballade dazwischen, ein großer dicker Stein machte lächerliche Bockssprünge, die Rose schlich sich freundlich hinter ihm herum, kroch durch seine Locken, und der Efeu streichelte ihm die sorgenvolle Stirn. Allein der Mißmut und Ernst waren hartnäckig.

Seine Eltern waren sehr betrübt, sie wußten nicht was sie anfangen sollten. Er war gesund und aß, nie hatten sie ihn beleidigt, er war auch bis vor wenig Jahren fröhlich und lustig gewesen, wie keiner; bei allen Spielen voran, von allen Mädchen gern gesehn. Er war recht bildschön, sah aus wie gemalt, tanzte wie ein Schatz.

Unter den Mädchen war eine, ein köstliches, bildschönes Kind, sah aus wie Wachs, Haare wie goldne Seide, kirschrote Lippen, wie ein Püppchen gewachsen, brandrabenschwarze Augen. Wer sie sah, hätte mögen vergehn, so lieblich war sie. Damals war Rosenblüte, so hieß sie, dem bildschönen Hyazinth, so hieß er, von Herzen gut, und er hatte sie lieb zum Sterben. Die andern Kinder wußten’s nicht. Ein Veilchen hatte es ihnen zuerst gesagt, die Hauskätzchen hatten es wohl gemerkt, die Häuser ihrer Eltern lagen nahe beisammen.

Wenn nun Hyazinth die Nacht an seinem Fenster stand und Rosenblüte an ihrem, und die Kätzchen auf dem Mäusefang da vorbeiliefen, da sahen sie die beiden stehn und lachten und kicherten oft so laut, daß sie es hörten und böse wurden. Das Veilchen hatte es der Erdbeere im Vertrauen gesagt, die sagte es ihrer Freundin, der Stachelbeere, die ließ nun das Sticheln nicht, wenn Hyazinth gegangen kam; so erfuhr’s denn bald der ganze Garten und der Wald, und wenn Hyazinth ausging so rief’s von allen Seiten: Rosenblütchen ist mein Schätzchen!

Nun ärgerte sich Hyazinth, und mußte doch auch wieder aus Herzensgrunde lachen, wenn das Eidechschen geschlüpft kam, sich auf einen warmen Stein setzte, mit dem Schwänzchen wedelte und sang:

Rosenblütchen, das gute Kind,
Ist geworden auf einmal blind
Denkt, die Mutter sei Hyazinth,
Fällt ihm um den Hals geschwind;
Merkt sie aber das fremde Gesicht,
Denkt nur an, da erschrickt sie nicht,
Fährt, als merkte sie kein Wort,
Immer nur mit Küssen fort.

Ah! wie bald war die Herrlichkeit vorbei. Es kam ein Mann aus fremden Landen gegangen, der war erstaunlich weit gereist, hatte einen langen Bart, tiefe Augen, entsetzliche Augenbrauen, ein wunderliches Kleid mit vielen Falten und seltsame Figuren hineingewebt. Er setzte sich vor das Haus, das Hyazinths Eltern gehörte. Nun war Hyazinth sehr neugierig, und setzte sich zu ihm und holte ihm Brot und Wein. Da tat er seinen weißen Bart von einander und erzählte bis tief in die Nacht, und Hyazinth wich und wankte nicht, und wurde auch nicht müde zuzuhören. Soviel man nachher vernahm, so hat er viel von fremden Ländern, unbekannten Gegenden, von erstaunlich wunderbaren Sachen erzählt, und ist drei Tage dageblieben, und mit Hyazinth in tiefe Schachten hinuntergekrochen.

Rosenblütchen hat genug den alten Hexenmeister verwünscht, denn Hyazinth ist ganz versessen auf seine Gespräche gewesen, und hat sich um nichts bekümmert; kaum daß er ein wenig Speise zu sich genommen. Endlich hat jener sich fortgemacht, doch dem Hyazinth ein Büchelchen dagelassen, das kein Mensch lesen konnte. Dieser hat ihm noch Früchte, Brot und Wein mitgegeben, und ihn weit weg begleitet. Und dann ist er tiefsinnig zurückgekommen, und hat einen ganz neuen Lebenswandel begonnen. Rosenblütchen hat recht zum Erbarmen um ihn getan, denn von der Zeit an hat er sich wenig aus ihr gemacht und ist immer für sich geblieben.

Nun begab sich’s, daß er einmal nach Hause kam und war wie neugeboren. Er fiel seinen Eltern um den Hals und weinte. »Ich muß fort in fremde Lande,« sagte er; »die alte wunderliche Frau im Walde hat mir erzählt, wie ich gesund werden müßte, das Buch hat sie ins Feuer geworfen, und hat mich getrieben, zu euch zu Gen und euch um euren Segen zu bitten. Vielleicht komme ich bald, vielleicht nie wieder. Grüßt Rosenblütchen. Ich hätte sie gern gesprochen, ich weiß nicht, wie mir ist, es drängt mich fort; wenn ich an die alten Zeiten zurück denken will, so kommen gleich mächtigere Gedanken dazwischen, die Ruhe ist fort, Herz und Liebe mit, ich muß sie suchen gehn. Ich wollt‘ euch gern sagen, wohin, ich weiß selbst nicht, dahin wo die Mutter der Dinge wohnt, die verschleierte Jungfrau. Nach der ist mein Gemüt entzündet. Lebt wohl.«

Er riß sich los und ging fort. Seine Eltern wehklagten und vergossen Tränen, Rosenblütchen blieb in ihrer Kammer und weinte bitterlich. Hyazinth lief nun was er konnte, durch Täler und Wildnisse, über Berge und Ströme, dem geheimnisvollen Lande zu. Er fragte überall nach der heiligen Göttin (Isis) Menschen und Tiere, Felsen und Bäume. Manche lachten, manche schwiegen, nirgends erhielt er Bescheid. Im Anfange kam er durch rauhes, wildes Land, Nebel und Wolken warfen sich ihm in den Weg, es stürmte immerfort; dann fand er unansehnliche Sandwüsten, glühenden Staub, und wie er wandelte, so veränderte sich auch sein Gemüt, die Zeit wurde ihm lang und die innere Unruhe legte sich, er wurde sanfter und das gewaltige Treiben in ihm allgemach zu einem leisen, aber starken Zuge, in den sein ganzes Gemüt sich auflöste. Es lag wie viele Jahre hinter ihm.

Nun wurde die Gegend auch wieder reicher und mannigfaltiger, die Luft lau und blau, der Weg ebener, grüne Büsche lockten ihn mit anmutigen Schatten, aber er verstand ihre Sprache nicht, sie schienen auch nicht zu sprechen, und doch erfüllten sie sein Herz mit grünen Farben und kühlem, stillem Wesen. Immer höher wuchs jene süße Sehnsucht in ihm, und immer breiter und saftiger wurden die Blätter, immer lauter und lustiger die Vögel und Tiere, balsamischer die Früchte, dunkler der Himmel, wärmer die Luft, und heißer seine Liebe, die Zeit ging immer schneller, als sähe sie sich nahe am Ziele.

Eines Tages begegnete er einem kristallenen Quell und einer Menge Blumen, die kamen in ein Tal herunter zwischen schwarzen himmelhohen Säulen. Sie grüßten ihn freundlich mit bekannten Worten.

»Liebe Landsleute,« sagte er, »wo find‘ ich wohl den geheiligten Wohnsitz der Isis? Hier herum muß er sein, und ihr seid vielleicht hier bekannter als ich.«

»Wir gehn auch nur hier durch,« antworteten die Blumen; »eine Geisterfamilie ist auf der Reise und wir bereiten ihr Weg und Quartier indes sind wir vor kurzem durch eine Gegend gekommen, da hörten wir ihren Namen nennen. Gehe nur aufwärts, wo wir herkommen, so wirst du schon mehr erfahren.« Die Blumen und die Quelle lächelten, wie sie das sagten, boten ihm einen frischen Trunk und gingen weiter.

Hyazinth folgte ihrem Rat, frug und frug und kam endlich zu jener längst gesuchten Wohnung, die unter Palmen und andern köstlichen Gewächsen versteckt lag. Sein Herz klopfte in unendlicher Sehnsucht, und die süßeste Bangigkeit durchdrang ihn in dieser Behausung der ewigen Jahreszeiten. Unter himmlischen Wohlgedüften entschlummerte er, weil ihn nur der Traum in das Allerheiligste führen durfte. Wunderlich führte ihn der Traum durch unendliche Gemächer voll seltsamer Sachen auf lauter reizenden Klängen und in abwechselnden Akkorden. Es dünkte ihm alles so bekannt und doch in niegesehener Herrlichkeit, da schwand auch der letzte irdische Anflug, wie in Luft verzehrt, und er stand vor der himmlischen Jungfrau, da hob er den leichten, glänzenden Schleier, und Rosenblütchen sank in seine Arme.

Eine ferne Musik umgab die Geschehnisse des liebenden Wiedersehns, die Ergießungen der Sehnsucht, und schloß alles Fremde von diesem entzückenden Orte aus.

Hyazinth lebte nachher noch lange mit Rosenblütchen unter seinen frohen Eltern und Gespielen, und unzählige Enkel dankten der alten wunderlichen Frau für ihren Rat und ihr Feuer; denn damals bekamen die Menschen soviel Kinder, als sie wollten.

Die Geschichte von Hyazinth und Rosenblütchen
aus »Die Lehrlinge zu Saïs«

Welche Botschaft schenkt Dir das Märchen für Dein Leben?

Ja, Märchen beinhalten nicht nur Wahrheit und Weisheit sondern sie verstehen es auch Kummer der Seele zu heilen. Dies ist erklärbar durch die 7 Urbilder des Märchens. Was sie sind und wie sie wirken erfährst Du in diesem Artikel:
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Märchen- und Lichttage

Märchen- und Lichttage

Nun liegen sie schon hinter uns die festlichen Tage und es war eine so reiche Zeit: märchenhaft, erquickend, kreativ und inspirierend!

Für alle, die nicht dabei sein konnten, gebe ich hier einen kleinen Einblick in diese festliche Zeit, die unter dem Motto stand:

Komme an,
in Dir, in der Menschheit,
in der Natur, im GEISTE
und lasse zu ihnen strahlen:
DIE WAHRHEIT DES LICHTES,
DIE WEISHEIT DES LEBENS,
DAS EINS SEIN DER LIEBE.

In diesen Tagen begleitete uns ein neues Märchen wovon ihr hier den Anfang erleben könnt:

Es fanden sich einmal im Reiche des himmlischen Lichtes alle Engel zusammen und gemeinsam sandten sie einen Lichtstrahl aus bis hin in das Schloss eines fernen Landes, wo es die ewig brennende Flamme der Wahrheit, der Weisheit und der Liebe in einem Tempel entzündete. Zur gleichen Zeit ward ein Königskind geboren, es war ein Mädchen.

Hoch erfreut empfingen der König und die Königin in Liebe ihr Kind. Durch die ewig brennende Flamme, die auch in ihren Herzen leuchtete, regierten sie ihr Land in Wahrheit, Weisheit und Liebe. So konnten die Menschen in diesem Lande in Harmonie miteinander leben. Sie schätzten sich selbst, ihre Mitmenschen und die Natur mit ihren Gaben.

Im Schlosse indessen wuchs das Mädchen heran, sein Wesen war natürlich, hilfreich und großherzig. Jeden Tag besuchte es das Licht im Tempel. Und in seiner ganz natürlichen und kindlichen Art, achtete und verehrte es das strahlende Licht und fühlte sich tief damit verbunden. Es merkte schnell welch eine Kraft und Harmonie von der Flamme ausging die im ganzen Lande wirkten.

Eines Tages jedoch wehte ein dunkler Schatten der Kälte in das Schloss herein und blies die brennende Flamme der Wahrheit, Weisheit und Liebe im Tempel aus. Und im selben Augenblick als das strahlende Licht im ganzen Lande erlosch, erlosch auch die Harmonie in den Herzen der Menschen …“

Märchen erarbeitet in der Denkwerkstatt
und ausgeführt von den Märchen- und Lichthausleitern 2019

Gemeinsam betrachteten wir das Märchen und entdeckten, dass seine Inhalte sehr lebensnah sind und es sogar viele Beispiele gibt wie man sein eigenes Leben gut meistern kann, z. B.: wie wesentlich es ist, sich täglich zu stärken an dem Inneren Licht.

Was erlebst Du an diesem kleinen Märchen-Ausschnitt?
Wie erlebst Du dieses Ereignis der Geburt des Mädchens?
Was ist die Grundlage der Harmonie in dem Königreich?
Was fällt Dir unerwartetes auf, in diesem kleinen Märchenteil?

Die folgenden Themen haben uns in den 4 Tagen beschäftigt:

1.
Um wirklich anzukommen in Dir selbst,
brauchst Du VERTRAUEN in DAS LEBEN
und VERTRAUEN in Dein eigenes Leben.
Um dieses VERTRAUEN zu entdecken
und zu leben, könntest Du und solltest Du
DAS HÖHERE in Dir selbst auffinden
und im Alltag und im Beruf danach leben.
Sei einfach glücklich und zufrieden!

2.
DAS LEBEN und Dein Leben geben Dir
einen ganz besonderen eigenen Weg,
den Du gehen solltest, wenn Du Deine Vorsehung
und Deine Bestimmung erfüllen magst.
Fühle Dich geborgen und geliebt!

3.
Immer und überall werden auf Dich warten:
die Winke Deines Schicksals,
die Wegweiser Deines Lebens,
die Gaben Deines SEINS,
die Wunder DER HOHEN LIEBE.
Wirke erfolgreich und wohlhabend!

4.
Am GROSSEN WERK DES LICHTES,
DES LEBENS und DER LIEBE
kannst Du mitwirken,
sobald Du Dich täglich einschwingst
in Deiner höhere Geistes-Haltung
und in Deine tiefere Herzens-Stimmung.
Lebe gesund und harmonisch!
Themen der Betrachtung von Jean Ringenwald

Dies kannst Du auch tun,
indem Du Dich den Inhalten die Dich im Gefühl ansprechen, mit Zuneigung widmest, es wirken lässt und nachspürst, welche Gedanken, Gefühle oder Körperempfindungen dabei in Dir aufkommen.


Die abwechslungsreichen Erlebnis-Nachmittage
führten uns mit Geschichten in die Natur mit Friederike Schiebenhöfer,

oder bescherten uns mit Bildern und passenden Impressionen von Christine Winkel, der Leiterin der Kunstschule, Die Blaue Rose, einen kreativen Nachmittag an dem jeder selbst mit Freude gestalterisch tätig wurde.

Am 4 Elemente-Nachmittag besuchten wir gemeinsam einen sehr schönen Ort mit hohen Buchen und einem klaren Bächlein, und sind dort den Naturwesen begegnet.

Naturgeister erleben

Festliche Märchen- und Lichttage
gibt es jedes Jahr zu Himmelfahrt.
Im kommenden Jahr finden sie statt:
von Mittwoch, den 20. Mai
bis Sonntag 24. Mai 2020.

Wir freuen uns auf Dein Kommen,
wenn Dich diese Inhalte, Mittel und Vorgehensweisen
ansprechen.

Möchtest Du gerne dazu eingeladen werden?
Dann sende mir eine Email,
klicke dazu den Button an.

Märchenhafte und lichtvolle Grüße
von Monika Zehentmeier und dem Team Märchenhaft leben

🙂

Widme Dich der Schönheit, der Güte,
den Bedürfnissen Deiner Seele
und schöpfe Kräfte und Ideen
aus DER und Deiner inneren Welt,
diese passen optimal in Dein Leben
🙂

 

 

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Gedichte Frühling. Klassische Gedichte

Gedichte Frühling

Gedichte FrühlingGedichte können uns Worte geben für die eigenen Empfindungen und somit das Erleben, z. B. der Natur im Frühlung, wesentlich erhöhen. Mit diesen verschiedenartigen klassischen Gedichten wünsche ich Dir viel Freude. Mögen sie Dir die Begeisterung für diese prächtige Jahreszeit wachsen lassen, Dich stärken und erfüllen.

Frühlingsahnung

Rosa Wölkchen überm Wald
wissen noch vom Abendrot dahinter –
überwunden ist der Winter,
Frühling kommt nun bald.
Unterm Monde silberweiß,
zwischen Wipfeln schwarz und kraus
flügelt eine Fledermaus
ihren ersten Kreis…

Rosa Wölkchen überm Wald
wissen noch vom Abendrot dahinter –
überwunden ist der Winter,
Frühling kommt nun bald.

Christian Morgenstern

Es färbte sich die Wiese grün
Und um die Hecken sah ich blühn,
Tagtäglich sah ich neue Kräuter,
Mild war die Luft, der Himmel heiter.
Ich wusste nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

Und immer dunkler ward der Wald
Auch bunter Sänger Aufenthalt,
Es drang mir bald auf allen Wegen
Ihr Klang in süßen Duft entgegen.
Ich wusste nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

Es quoll und trieb nun überall
Mit Leben, Farben, Duft und Schall,
Sie schienen gern sich zu vereinen,
Dass alles möchte lieblich scheinen.
Ich wusste nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

So dacht ich: ist ein Geist erwacht,
Der alles so lebendig macht
Und der mit tausend schönen Waren
Und Blüten sich will offenbaren?
Ich wusste nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

Vielleicht beginnt ein neues Reich.
Der lockre Staub wird zum Gesträuch
Der Baum nimmt tierische Gebärden
Das Tier soll gar zum Menschen werden.
Ich wusste nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

Wie ich so stand und bei mir sann,
Ein mächtger Trieb in mir begann.
Ein freundlich Mädchen kam gegangen
Und nahm mir jeden Sinn gefangen.
Ich wusste nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

Sie ging vorbei, ich grüßte sie,
Sie dankte, das vergess´ ich nie.
Ich musste ihre Hand erfassen
Und Sie schien gern sie mir zu lassen.
Ich wusste nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

Uns barg der Wald vor Sonnenschein
Das ist der Frühling fiel mir ein.
Kurzum, ich sah, dass jetzt auf Erden
Die Menschen sollten Götter werden.
Nun wusst ich wohl, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

Novalis
(eigentl. Friedrich Freiherr von Hardenberg)

DER FRÜHLING

Die Sonne glänzt, es blühen die Gefilde,
Die Tage kommen blütenreich und milde.
Der Abend blüht hinzu, und helle Tage gehen
Vom Himmel abwärts, wo die Tag‘ entstehen.

Das Jahr erscheint mit seinen Zeiten
Wie eine Pracht, wo sich Feste verbreiten,
Der Menschen Tätigkeit beginnt mit neuem Ziele,
So sind die Zeichen in der Welt, der Wunder viele.

Friedrich Hölderlin

Mein Zimmer duftet königlich fein,
Veilchenprinzessinnen zogen ein.
schwärmen und wärmen mit weichblauen Augen,
fächeln und hauchen schmachtende Lächeln,
winken mit feinen, vornehmen Gliedern,
laden mich ein.
Ich neige mich nieder,
ihr Page bin ich,
ihre Lippen sind mein.
Ich schwöre ewige, ewige Liebe,
sie schweigen so süß,
schauen so ernst aus schwerblauen Augen.
Meinen, Sie, Schwüre und Blumen verwelken?
Sie lächeln und weinen,
meine kleine Prinzessen.

Max Dauthendy

Der Frühling ist die schönste Zeit

Der Frühling ist die schönste Zeit!
Was kann wohl schöner sein?
Da grünt und blüht es weit und breit
Im goldnen Sonnenschein.

Am Berghang schmilzt der letzte Schnee,
Das Bächlein rauscht zu Tal,
Es grünt die Saat, es blinkt der See
Im Frühlingssonnenstrahl.

Die Lerchen singen überall,
Die Amsel schlägt im Wald!
Nun kommt die liebe Nachtigall
Und auch der Kuckuck bald.

Nun jauchzet alles weit und breit,
Da stimmen froh wir ein:
Der Frühling ist die schönste Zeit!
Was kann wohl schöner sein?

Annette von Droste-Hülshoff

Frühlingsnacht

Über’n Garten durch die Lüfte
Hört‘ ich Wandervögel zieh’n,
Was bedeutet Frühlingsdüfte,
Unten fängt’s schon an zu blüh’n.

Jauchzen möcht‘ ich, möchte weinen,
Ist mir’s doch, als könnt’s nicht sein!
Alte Wunder wieder scheinen
Mit dem Mondesglanz herein.

Und der Mond, die Sterne sagen’s
Und in Träumen rauscht’s der Hain
Und die Nachtigallen schlagen’s:
Sie ist Deine, sie ist Dein!

Joseph Freiherr von Eichendorff


Wie im Morgenglanze
Du rings mich anglühst,
Frühling, Geliebter!
Mit tausendfacher Liebeswonne
Sich an mein Herz drängt
Deiner ewigen Wärme
Heilig Gefühl,
Unendliche Schöne!
Dass ich dich fassen möcht
In diesen Arm!

Ach, an deinem Busen
Lieg ich, schmachte,
Und deine Blumen, dein Gras
Drängen sich an mein Herz.
Du kühlst den brennenden
Durst meines Busens,
Lieblicher Morgenwind!
Ruft drein die Nachtigall
Liebend nach mir aus dem Nebeltal.

Ich komm, ich komme!
Wohin? Ach, wohin?

Hinauf! Hinauf strebts!
Es schweben die Wolken
Abwärts, die Wolken
Neigen sich der sehnenden Liebe.
Mir! Mir!
In euerem Schosse

Aufwärts!
Umfangend umfangen!
Aufwärts an deinen Busen,
Alliebender Vater!

Johann Wolfgang von Goethe

Es ist ja Frühling.
Und der Garten glänzt
vor lauter Licht.
Die Zweige zittern zwar
in tiefer Luft,
die Stille selber spricht

und unser Garten
ist wie ein Altar.

Rainer Maria Rilke


Wie die Tage macht der Frühling

Wie die Tage macht der Frühling
Auch die Nächte mir erklingen;
Als ein grünes Echo kann er
Bis in meine Träume dringen.
Nur noch märchensüßer flöten
Dann die Vögel, durch die Lüfte
Weht es sanfter, sehnsuchtmilder
Steigen auf die Veilchendüfte.

Auch die Rosen blühen röter,
Eine kindlich güldne Glorie
Tragen sie, wie Engelköpfchen
Auf Gemälden der Historie –

Und mir selbst ist dann, als würd´ ich
Eine Nachtigall und sänge
Diesen Rosen meine Liebe,
Träumend sing ich Wunderklänge –

Bis mich weckt das Licht der Sonne,
Oder auch das holde Lärmen
Jener andren Nachtigallen,
Die vor meinem Fenster schwärmen.

Heinrich Heine


Frühlingsgedränge

Frühlingskinder im bunten Gedränge,
Flatternde Blüten, duftende Hauche,
Schmachtende, jubelnde Liebesgesänge
Stürzen an’s Herz mir aus jedem Strauche.

Frühlingskinder mein Herz umschwärmen,
Flüstern hinein mit schmeichelnden Worten,
Rufen hinein mit trunkenem Lärmen,
Rütteln an längst verschlossenen Pforten.

Frühlingskinder, mein Herz umringend,
Was doch sucht ihr darin so dringend?
Hab‘ ich’s verrathen euch jüngst im Traume,
Schlummernd unter dem Blüthenbaume?

Brachten euch Morgenwinde die Sage,
Daß ich im Herzen eingeschlossen
Euren lieblichen Spielgenossen,
Heimlich und selig – ihr Bildniß trage?

Nikolaus Lenau


Im Frühling

Hier lieg ich auf dem Frühlingshügel
Die Wolke wird mein Flügel,
Ein Vogel fliegt mir voraus.

Ach, sag mir, alleinzige Liebe,
Wo du bleibst, dass ich bei dir bliebe!

Doch du und die Lüfte, ihr habt kein Haus.
Der Sonnenblume gleich steht mein Gemüte offen,
Sehnend,
Sich dehnend
In Lieben und Hoffen.
Frühling, was bist du gewillt?
Wann werd ich gestillt?

Die Wolke seh ich wandeln und den Fluss,
Es dringt der Sonne goldener Kuss
Mir tief ins Geblüt hinein;
Die Augen, wunderbar berauschet,
Tun, als schliefen sie ein,
Nur noch das Ohr dem Ton der Biene lauschet.

Ich denke dies und denke das,
Ich sehne mich und weiß nicht recht, nach was.
Halb ist es Lust, halb ist es Klage.
Mein Herz, o sage,

Was webst du für Erinnerung
In golden grüner Zweige Dämmerung?
Alte unnennbare Tage.

Eduard Mörike

Mehr Gedichte von der Natur:
Genieße den Frühling wo Du auch bist,
er zeigt sich überall:
im Gesang der Vögel,
auf den blühenden Wiesen oder Wegrändern,
in den Parks und Alleen,
in den rosa Abendwölkchen
🙂

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Baummärchen. Vom Geist des Waldes.

Märchen erzählen mit Natürlichkeit von Wesen, die wir Menschen mit den äußeren Augen nicht sehen können: von Zwergen, Elfen und von Bewohnern von Bäumen. Wenn wir sie nicht sehen können, können wir sie doch erleben in inneren-, in Märchen-Bildern, aber auch in der Natur, wenn wir mit den inneren Augen schauen. Dies Märchen erzählt von einem Teppichweber der mit der Gabe die Naturwesen zu erleben ganz selbstverständlich umgeht und mit einem Naturwesen ins Gespräch kommt. Wird er die richtige Entscheidung treffen?

Einst lebte in Indien ein Teppichweber. Er webte langsam, er webte sorgsam, er webte ein ganzes Jahr an einem Teppich. Der aber war so schön, dass er ihn mit Leichtigkeit für teures Geld auf dem Markt verkaufen konnte. Doch weil er drei Frauen ernähren musste, – seine Mutter, seine Frau und seine Tochter – darum reichte das Geld nie aus und er blieb ein armer Mann. Er aber ertrug sein Los geduldig, denn er hatte Freude an seiner Arbeit.

Doch eines Tages ging sein Webstuhl entzwei und er konnte nicht mehr weben. Einen neuen Webstuhl zu kaufen dafür fehlte ihm das Geld, und den alten instand setzen konnte er auch nicht.“ Was bleibt mir übrig“, seufzte der Mann, “ich muss mir selber einen neuen Webstuhl bauen.“ So machte er sich auf die Suche nach geeignetem Holz.

Lange wanderte er umher und betrachtete die verschiedenen Bäume. Endlich fand er am Meeresstrand einen hohen Buchsbaum. „Das ist genau der rechte“, freute er sich, und er griff zum Beil, um den Baum zu fällen. da hörte er eine Stimme:“ Halt ein, Teppichweber!“ Der hielt inne und fragte:“ Wer bist du?“ – „Ich bin der Geist des Waldes. Dieser Baum ist mein Haus. Warum willst du ihn fällen?“ – „ Ich brauche Holz für einen neuen Webstuhl,“ sagte der Weber, „ könntest du dir nicht einen anderen Baum nehmen?“ – „ Dieser Baum ist mein Haus“, sprach der Geist des Waldes.“ Ich lebe hier seit langer Zeit. Vom Meer her weht immer einen kühle Brise, selbst in der größten Hitze.“ –

„ Aber woher nehme ich dann hartes Holz für einen neuen Webstuhl?“ fragte der Mann.- „ Das weiß ich nicht“, erwiderte der Geist des Waldes.“ Aber verschone meinen Baum und ich werde dir einen Wunsch erfüllen.“ – „ Gut“, sagte er.“ Aber erst muss ich mich darüber beraten mit meiner Mutter, meiner Frau und meiner Tochter.“ – „ Dann geh,“ sagte der Geist des Waldes, „ aber lass dich nicht verwirren!“

Der Weber kehrte in seine Hütte zurück und erzählte, was ihm begegnet war, und dann fragte er die Frauen, was er sich wünschen solle.

Als erste nahm die Mutter das Wort: „ Wünsche dir, mein Junge ein langes Leben in Gesundheit für uns alle. Ist man erst so alt wie ich, weiß man: nichts ist wünschenswerter als lange gesund zu leben.“ „ Ach“, rief die Tochter, “zu was ist Gesundheit und ein langes Leben gut, wenn man in Armut lebt und unbeachtet. Wünsche dir, ein reicher Fürst zu sein. Dann hätten wir schöne Kleider und kostbaren Schmuck und könnten den stattlichsten Jünglingen den Kopf verdreh´n.“

„ Nein, nein“ die Frau des Webers schüttelte den Kopf, „ du weißt nicht, wie ein Fürst lebt. Gewiss hat er viele Pflichten und Sorgen. Bleib bei dem Leben, das du gewohnt bist. Aber wünsche dir, dass der Geist des Waldes uns jeden Tag so einen Teppich macht, wie du ihn in einem Jahr zustande bringst. Dann sind wir reich und können uns kaufen, was das Herz begehrt.“
Langsam ging der Weber zum Meeresufer zurück. Was sollte er sich wünschen?


„Höre mich, Geist des Waldes“, rief er, als er unter dem Buchsbaum stand. “Höre meinen Wunsch.“ – „Verlange von mir, was immer du willst!“ – „Bring meinen alten Webstuhl in Ordnung!“ – „So soll es sein, “sprach der Geist des Waldes.

Der Mann kehrte in seine Hütte zurück. Mutter, Frau und Tochter jammerten um die Wette und schimpften, dass er ein rechter Dummkopf sei. Der Weber aber setzte sich an seinen Webstuhl und fing an zu weben. Er webte langsam, er webte sorgsam, er webte ein ganzes Jahr an einem Teppich.

Und er hatte Freude an seiner Arbeit.

Der Teppich- Weber. Märchen aus Nordindien

 

Mit Bäumen ins Gespräch kommen
Du liebst die Bäume, bist gerne in ihrer Nähe und ahnst, dass im Baume ein märchenhaftes und weisheitsvolles Wesen wohnt? Dann lade ich Dich herzlich ein zum
Baum-Erlebnistag. Was Du an diesem Tag erleben wirst und was er Dir bringt erfährst Du in diesem Blogartikel:

Märchen und Sagen von Bäumen unter einem Baum erzählt oder vorgelesen ist wunderschön und schenken Dir und Deinen Lieben ein unvergessliches Erlebnis.

Eine schöne Märchensammlung von Bäumen,
die in jeden Rucksack oder jede Tasche passt, findest Du hier:

 

 

 

 

So wie Du die Natur schätzt
und mit ihr ins Gespräch kommst,
werden es auch Deine Kinder und Enkel
nachahmen können,

wenn Du mit ihnen zusammen
die Schönheit der Natur erlebst

🙂

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Das Geheimnis des Glücks. Weisheitsgeschichte.

Das Geheimnis des Glücks.Das Geheimnis des GlücksWas ist das Geheimnis des Glücks und wie ist es im Alltag zu leben?

In manchen Momenten des Lebens fühlen wir uns, wie aus heiterem Himmel, vollkommen glücklich und wünschten, dass wir dieses wunderschöne Gefühl für immer halten können.

Da es aber so schnell wie es aufgetaucht war wieder fort ist, kann es passieren dass wir uns auf die Jagd begeben nach diesem schönen Gefühl, damit wir es für immer erleben können. Doch dass dieser Weg nicht Erfolg versprechend ist, weiß jeder, der es versucht hat. Wir fragen uns verwundert: wo ist denn nur das Glück, das eben noch zu spüren war, hingekommen?

Wie ist es möglich sich dem Glücklichsein anzunähern und es immer wieder zu fühlen und: Was ist das Geheimnis des Glücks?
Die folgende Geschichte macht es sehr praktisch erlebbar:

Eines Tages schickte ein Geschäftsmann seinen Sohn zu dem größten Weisen weit und breit, um ihm das Geheimnis des Glücks beizubringen. Der Jüngling wanderte 40 Tage durch die Wüste, bis er schließlich an ein prachtvolles Schloss kam, das oben auf einem Berg lag. Dort wohnte der Weise, den er aufsuchen sollte.  

Anstatt nun einen Heiligen vorzufinden, kam der Jüngling in einen Raum, in welchem große Betriebsamkeit herrschte; Händler kamen und gingen, Leute standen in den Ecken und unterhielten sich, eine kleine Musikkapelle spielte leichte Melodien, und es gab eine festliche Tafel mit allen Köstlichkeiten dieser Gegend. Der Weise unterhielt sich mit jedem Einzelnen, und der Jüngling musste zwei volle Stunden warten, bis er an der Reihe war.  

Der Weise hörte sich aufmerksam seine Geschichte an, sagte jedoch, er habe im Moment keine Zeit, ihm das Geheimnis des Glücks zu erklären. Er empfahl ihm, sich im Palast umzusehen und in zwei Stunden wiederzukommen. „Aber ich möchte Dich um einen Gefallen bitten“, fügte der Weise hinzu und überreichte dem Jüngling einen Teelöffel, auf den er zwei Öltropfen träufelte. „Während Du Dich hier umsiehst, halte den Löffel, ohne dabei das Öl auszuschütten.“  

Geheimnis des GlücksDer Jüngling stieg treppauf und treppab, ohne den Blick von dem Löffel zu lösen. Nach zwei Stunden erschien er wieder vor dem Weisen. „Na“, fragte dieser, „hast Du die kostbaren Perserteppiche in meinem Esszimmer gesehen? Und den prachtvollen Park, den der Gärtnermeister innerhalb von zehn Jahren anlegte? Und die schönen Pergamentrollen in meiner Bibliothek?“  

Beschämt musste der junge Mann zugeben, dass er nichts von alledem gesehen hatte, weil seine ganze Aufmerksamkeit dem Teelöffel gegolten hatte, das ihm anvertraut worden war.  „Also, dann zieh noch einmal los und schau Dir all die Herrlichkeiten meiner Welt genau an“, sagte der Weise. „Man kann einem Menschen nicht trauen, bevor man sein Haus nicht kennt.“  

Nun schon etwas ruhiger, nahm er wieder den Löffel und machte sich erneut auf den Weg, doch diesmal achtete er auf all die Prachtgegenstände, die an den Wänden und an der Decke hingen. Er sah den Park, die Berge ringsherum, die Vielfalt der Blumen, die Vollendung, mit der jeder Kunstgegenstand am richtigen Ort eingefügt war. Zurück beim Weisen schilderte er ausführlich, was er alles gesehen hatte.  

 „Aber wo sind die beiden Öltropfen, die ich Dir anvertraute?“, bemerkte der Weise.   Als er auf den Löffel blickte, musste der Jüngling entsetzt feststellen, dass er sie verschüttet hatte.  

Geheimnis des Glücks„Also, dies ist der einzige Rat, den ich ‚Dir geben kann“, sagte der weiseste der Weisen. „Das Geheimnis des Glücks besteht darin, alle Herrlichkeiten dieser Welt zu schauen, ohne darüber die beiden Öltropfen auf dem Löffel zu vergessen.“

Der junge Mann versuchte es sogleich und es gelang ihm auch. Er ging nachhause und war von diesem Tage an glücklich und zufrieden.

Alte Lehr-Geschichte, entnommen aus dem Büchlein mit CD:
„Wahres Glück findest Du in Dir!“

Wahres Glück

Wenn auch Du Dein ureigenes GLÜCK wirklich finden magst,
dann werden die Broschüre und die gleichnamige CD:
„Wahres Glück findest Du in Dir!“
– mit ihren Lehrgeschichten,
– mit Meditativen Texten
– mit Bejahungen (Gebeten),
– mit Betrachtungen,
– mit inniglichen Lebensfragen,
– mit einer Einkehr zu Deinem ureigenen Glück
– und mit einer „kleinen Übung mit großer Wirkung für Deinen Alltag“
von größter Hilfe sein.

Was bringt Dir das Büchlein mit CD:
Sie werden Dir bringen: großartige Momente der Entspannung, der Unterhaltung durch diese Glücks-Geschichten, der Besinnung (Einkehr), des Schöpfens aus Deinem INNEREN, Ideen und Inspirationen, Stimmungen und Motivationen, Impulse und Taten, die Dein Alltags-Leben und Deinen Beruf beglücken werden.

Also sie werden Dich bescheren mit den Gaben, den Antworten, Hilfen und Wundern, die Du gerade brauchst und die Du Dir mit Sehnsucht wünschest.

Ergreife die gute Gelegenheit, underfreue Dich selbst und Deine Lieben mit dem wunderbaren GLÜCK, das in Dir schlummert und auf Erweckung wartet.

Dieses „Glückspäckchen“ kommt übrigens sehr gut an als Geburtagsgeschenk, als Mitbringsel bei einem Krankenbesuch oder zur Erhellung in den eher dunkleren Lebens- oder Jahreszeiten.

Wahres Glück findest Du in Dir
Das Büchlein hat 80 Seiten und ist broschiert
Die Hör-CD hat eine Laufzeit von 79 Min.
Autor ist Jean Ringenwald
Sprecher sind: Jean Ringenwald, Monika Zehentmeier, Karlheinz Schudt

Hier kannst Du bestellen:
Fühle DAS GLÜCK in Dir.
Meditativer Text

Fühle DAS GLÜCK

    in Dir
und Du fühlst
    DIE LIEBE.

Fühle DIE LIEBE
    in Dir
und Du fühlst
    DAS GLÜCK.

Jean Ringenwald

Über unsOder wünschst Du Dir
Deine Lebensqualität zu verbessern

mit einem ausführlichen Erlebnis-Kurs, der mithilfe von
– Lehrgeschichten,
– Ausführungen und Betrachtungen zu den 4 wesentlichen Lebensbereichen
– Lebensfragen an Dich selbst,

– besinnlichen Texten
– und einfachen und sehr wirksamen Übungen
Dein Leben verschönern und
mehr Glück, Liebe, Erfolg und Gesundheit in Dein Leben einziehen lässt?
Dann ist der Erlebnis-Kurs in 21 Kapiteln, Erfülltes Leben,
genau das richtige:

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und verwirkliche auf sanfte und Erfolg versprechende Weise
Dein Erfülltes Leben in Glück, Liebe, Erfolg und Gesundheit

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Erfülltes Leben in Glück, Liebe, Erfolg und GesundheitFür Fragen zu dem Selbstcoachingkurs für zuhause
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 Möge DeinWohl-Ergehen, Dein
„Erfülltes Leben“,

Dir so wichtig und erlebenswert sein,
dass Du nicht mehr davon ablässt!
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Märchen die von Bäumen handeln

Märchen die von Bäumen handeln

In den griechischen Sagen spazieren die Götter oft auf der Erde, sie scheinen das Leben dort zu mögen. Finden die Göttern an jemand Gefallen, dann beschenken sie ihn reichlich, manchmal werden auch Wünsche erfüllt.

Da es aber solche und solch Wünsche gibt, können wir gespannt sein, ob die Wünsche der beiden Alten, von denen diese Sage berichtet, geeignet sind für ein glückliches Leben. Das erfahrt ihr jetzt:

In einem Dorfe voll wohlhabender Einwohner, lebte einmal in einem ärmlichen Hüttchen, ein glückliches Paar, der vertrauenswürdige Philemon und Baucis, sein gleichaltriges Weib. Dort hatten sie zusammen ihre frohe Jugend durchlebt und waren zu weißhaarigen Alten geworden. Sie machten keinen Hehl aus ihrer Armut, heiter, freundlich und in herzlicher Liebe ertrugen sie ihr Los.

Einst kam in diese Gegend Vater Zeus mit seinem Sohn Hermes. In menschlicher Gestalt waren sie unterwegs und als sie müde waren vom langen Wandern kamen sie gerade zu diesem wohlhabenden Dorfe. Also klopften sie an viele Türen, um ein Obdach für die Nacht zu erbitten. Aber hart und selbstsüchtig war der Sinn der Bewohner, so dass die Himmlischen nirgends Einlass fanden.

Als nun die beiden Götter sich dem ärmlichen Dache der beiden Alten näherten und um Einlass baten kam ihnen das Paar mit herzlichem Gruße entgegen, der Greis stellte die Sessel zurecht, die Baucis mit grobem Gewebe bedeckte, und bat die Gäste, sich auszuruhen.

Das Mütterchen eilte geschäftig zum Herde und bereitete aus den Vorräten festliche Speisen. Damit nun aber den Fremdlingen die Zeit nicht lang werde, unterhielten sie sie durch freundliches Gespräch. Auch bereiteten sie ihnen ein erquickendes Bad für die Füße. Freundlich lächelnd nahmen die Götter das liebreich Gebotene an während sie die Füße behaglich ins Wasser streckten.

Nun richteten die guten Wirte das Ruhebett inmitten der Stube und Philemon schleppte die schäbig gewordenen Teppiche herbei, und dennoch legten die göttlichen Gäste sich gern darauf, um nun das fertige Mahl zu genießen.

Und es fehlten bei diesem Mahle nichts: es gab Oliven, herbstliche Kornelkirschen, eingemacht in klarem, dicklichtem Safte, auch Rettich, Endivien und trefflicher Käse und Eier waren da. Aus dem Krug schenkten sie Wein in zierliche Becher.

Zum Nachtisch reichten sie Nüsse, Feigen und Datteln, in einem Körbchen Pflaumen und duftende Äpfel; selbst Trauben vom purpurnen Weinstock fehlten nicht, und in der Mitte der Tafel prangte eine weißliche Honigwabe. Die schönste Würze des Mahles aber waren die guten freundlichen Gesichter der herzlichen Alten, aus denen Freigebigkeit und treuherziger Sinn sprachen.

Dankbar segneten die Götter das festliche Mahl, und immer von Neuem füllte sich von selbst der Weinkrug. Da erkannte das Paar, dass ihre Gäste Unsterbliche seien, und beteten sie an.

Nun offenbarte sich der Gott der Götter gnädig und zürnend zugleich. Er führte die alternden Gatten auf einen Hügel, von dem sie sahen, wie schwellende Wasserfluten heranbrausten und alle Häuser des Ortes und alle Bewohner verschlangen. Nur die Hütte des gastlichen Paares blieb stehen.

Während sie noch staunten und das Schicksal der andern beweinten, siehe, da ward die alte ärmliche Hütte zum emporragenden Tempel; von Säulen getragen, schimmerte das goldene Dach, Marmor deckte den Boden.

Jetzt wandte sich Zeus mit gütigem Antlitz zu den zitternden Alten und sprach: »Saget mir, du redlicher Greis und du, des Redlichen würdige Gattin, was wünschet ihr euch?« Nur wenige Worte wechselte Philemon mit seinem Weibe, dann sprach er: »Eure Priester möchten wir sein! Erlaubt uns, diesen Tempel zu pflegen. Und weil wir so lange in Eintracht miteinander gelebt haben, o so lasset uns beide zur selben Stunde dahinsterben.«

Ihr Wunsch ward erfüllt. Sie hüteten beide den Tempel, solange ihnen das Leben gegönnt ward. Und als sie zuletzt zusammen vor den heiligen Stufen standen, des wundervollen Geschickes gedenkend, da sah Baucis ihren Philemon und Philemon seine Baucis in grünem Laube verschwinden; schon wuchsen um beider Antlitz schattige Wipfel in die Höhe.

»Leb wohl, du Trauter!« »Leb wohl, du Liebe!« so sprachen sie beide wechselnd, solang sie noch zu reden vermochten. Er ward zur Eiche, sie zur Linde. Sie umfingen einander mit dem Gezweig noch liebend nach der Verwandlung, und es rauschte das Lob der Gottheit durch die flüsternden Blätter.

Traulich stehen sie bis heute zusammen, wie sie im Leben unzertrennlich waren.

Philemon und Baucis. Griechische Sage

Du magst Gedichte von Bäumen?
Dann klicke auf das Bild

Du liebst die Bäume, bist gerne in ihrer Nähe und ahnst, dass im Baume ein märchenhaftes und weisheitsvolles Wesen wohnt? Dann lade ich Dich herzlich ein zum Baum-Erlebnistag. Was Du an diesem Tag erleben wirst und was er Dir bringt erfährst Du in diesem Blogartikel:
Märchen und Sagen von Bäumen unter einem Baum erzählt oder vorgelesen ist wunderschön und schenken Dir und Deinen Lieben ein unvergessliches Erlebnis.

Eine schöne Märchensammlung von Bäumen findest Du hier:

 

 

 

 

Bewahre Dir die Freude
an den Märchen, an der Natur,
an nachdenklichen Geschichten
und lebe
einfach märchenhaft!

🙂

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Bäume – Gedichte – Zitate.

Bäume – Gedichte – Zitate

Wenn in Wäldern Baum an Bäumen,
Bruder sich mit Bruder nähret,
Sei das Wandern, sei das Träumen
Unverwehrt und ungestöret;
Doch, wo einzelne Gesellen
Zierlich miteinander streben,
Sich zum schönen Ganzen stellen,
Das ist Freude, das ist Leben.

Johann Wolfgang von Goethe

Der Lieblingsbaum

Den ich pflanzte, junger Baum
Dessen Wuchs mich freute,
Zähl ich deine Lenze, kaum
Sind es zwanzig heute.

Oft im Geist ergötzt es mich
Über mir im Blauen
Schlankes Astgebilde, dich
Mächtig auszubauen.

Lichtdurchwirkten Schatten nur
Legst du auf die Matten,
Eh du dunkel deckst die Flur,
Bin ich selbst ein Schatten.

Aber haschen soll mich nicht
Styrisches Gesinde,
Weichen werd ich aus dem Licht
Unter deine Rinde.

Frische Säfte rieseln laut,
Rieseln durch die Stille.
Um mich, in mir webt und baut
Ewger Lebenswille.

Halb bewusst und halb im Traum
Über mir im Lichten
Werd ich, mein geliebter Baum,
Dich zu Ende dichten.

Conrad Ferdinand Meyer

 

Ginkgo-biloba

Dieses Baums Blatt, der von Osten
einem Garten anvertraut
Gibt geheimen Sinn zu kosten
wie‘ s den Wissenden erbaut.
Ist es ein lebendig Wesen
das sich in sich selbst getrennt?
Sind es zwei, die sich erlesen
daß man sie als eines kennt?

Solche Frage zu erwidern
fand ich wohl den rechten Sinn.
Fühlst du nicht an meinen Liedern
daß ich eins und doppelt bin?

Johann Wolfgang von Goethe

Bäume sind Heiligtümer

Bäume sind Heiligtümer.
Wer mit ihnen zu sprechen,
wer ihnen zuzuhören weiss,
der erfährt die Wahrheit.

Sie predigen nicht Lehren und Rezepte,
sie predigen, um das einzelne unbekümmert,
das Urgesetz des Lebens.

Hermann Hesse

Schweig still mein Herz
die Bäume beten.

Ich sprach zum Baum:
erzähl mir von Gott.

Und er blühte.

Rabindranath Tagore

Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an besondere Orte, dass man das Trockene sehe. Und es geschah so. Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, dass es gut war.

Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringe, und fruchtbare Bäume auf Erden, die ein jeder nach seiner Art Früchte tragen, in denen ihr Same ist. Und es geschah so. Und die Erde ließ aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringt, ein jedes nach seiner Art, und Bäume, die da Früchte tragen, in denen ihr Same ist, ein jeder nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag …

… Und Gott sprach: Sehet, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, zu eurer Speise.

Aber allen Tieren auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das auf Erden lebt, habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben. Und es geschah so. Und Gott sah an, alles was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.

Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.

Das Erste Buch Mose, Kapitel 1

Das Gebet des Waldes

Mensch!
Ich bin

die Wärme deines Heimes
in kalten Winternächten,
der schirmende Schatten,
wann des Sommers Sonne brennt.
Ich bin der Dachstuhl deines Hauses
das Brett deines Tisches.
Ich bin das Bett, in dem du schläfst.
Ich bin das Holz,
aus dem du deine Schiffe baust.

Ich bin der Stiel deiner Haue,
die Türe deiner Hütte.
Ich bin das Holz deiner Wiege
und deines Sarges.
Ich bin das Brot der Güte,
die Blume der Schönheit.
Erhöre mein Gebet:

zerstöre mich nicht!

Unbekannter Autor

 

Linde
Ich schritt vorbei an manchem Baum
im Spiel der Morgenwinde,
ich schwankte hin in wachem Traum
und sah nicht, wie der Blinde.

Doch plötzlich fuhr ich auf im Traum
und rief: »O Gott, wie linde!«
Ich fand mich unterm Lindenbaum,
er hauchte Duft im Winde.

Ich aber sprach: »Du süßer Baum,
Dich grüßt wohl auch der Blinde,
der Deinen Namen selbst im Traum
noch nie gehört, als Linde.«

Friedrich Hebbel

Die zwei Wurzeln

Zwei Tannenwurzeln groß und alt
unterhalten sich im Wald.

Was droben in den Wipfeln rauscht,
das wird hier unten ausgetauscht.

Ein altes Eichhorn sitzt dabei
und strickt wohl Strümpfe für die zwei.

Die eine sagt: knig. Die andre sagt: knag.
Das ist genug für einen Tag.

Christian Morgenstern

Habt Ehrfurcht vor dem Baum.
Er ist ein einziges großes Wunder,
und euren Vorfahren war er heilig.
Die Feindschaft gegen den Baum ist ein
Zeichen der Minderwertigkeit eines Volkes
und von niederer Gesinnung des einzelnen.

Alexander Freiherr von Humboldt

Weißt du, dass die Bäume reden?
Ja, sie reden.
Sie sprechen miteinander,
und sie sprechen zu dir,
wenn du zuhörst.
Aber die weißen Menschen
hören nicht zu.
Sie haben es nie der Mühe wert gefunden,
uns Indianer anzuhören,
und ich fürchte,
sie werden auf die anderen Stimmen
in der Natur nicht hören.
Ich selbst habe viel von den Bäumen erfahren:
manchmal etwas über das Wetter,
manchmal über Tiere,
manchmal über den Großen Geist.

Tatanga Mani, Häuptling der Indianer

Herzlich lade ich Dich ein
zum Baum-Erlebnistag,
der sowohl poetisch, wie märchenhaft ist,
an dem Du das wesenhafte Leben
der Bäume kennenlernen
und mit ihnen kommunizieren wirst.
Was Dich im Detail erwartet
kannst Du gleich hier ansehen:

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Mit Bäumen kommunizieren. Baum-Erlebnistag

Mit Bäumen kommunizieren.

Mit Bäumen kommunizierenIn allen Kulturen, auf allen Kontinenten und seit Menschengedenken hat der Baum eine große Bedeutung für uns Menschen. So finden wir im Paradies einen Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen, vor dessen Früchten Gott warnt, die griechischen Sagen erzählen von Menschen, die die Götter in Bäume verwandelten (Philemon und Baucis).

Unter heiligen Bäumen wurde göttlicher Rat gehalten, in manchem Baum wohnt ein schönes goldenes Mädchen und in anderen Bäumen wiederum findet man etwas zu essen, ein weiches Bett und schönste Kleider! Die Bücher sind voll von solchen märchenhaften und wundervollen Mythen und Geschichten.

Auch erzählt man sich, dass einst die Bäume so hoch waren, dass ihr Gezweige bis in den Himmel hinein reichte und die Götter durch sie, wie über eine Leiter, auf die Erde und wieder zurück in den Himmel wandelten, und dadurch ihre Weisheit und Liebe zu den Menschen bringen konnten.

Alle diese Geschichten können uns aufmerksam machen, dass der Baum ein vielschichtiges Wesen ist, uns viel zu sagen hat über sein eigenes Leben und das Leben mit den anderen Bäumen, mit der ganzen Natur, wie auch für uns Menschen, die so oft um ein weisheitsvolles und natürlichen Leben ringen.

Machen wir uns also auf,
uns dem Baum ehrfürchtig zu nähern, ihn kennen zu lernen und von seinem Leben und Wirken zu erfahren durch Gespräche mit ihm. Bäume tragen unendliche Weisheit in sich, sie haben viel Erfahrung und lassen uns gern daran teilhaben.

Die antiken Götter und der eine Gott spricht nicht nur im Märchen durch den Baum. Wer Ohren hat zu hören, der höre und er wird ihre Worte, ihre Weisheit jederzeit empfangen können. Selbstverständlich offenbart der Baum uns im Gespräch mit ihm auch, was wir für ihn tun können und seine Wünsche sind Menschen- und Natur gemäß.

Hast Du Lust, selbst den Baum zu entdecken, zu erkunden,
mit ihm ins Gespräch zu kommen und von seiner Weisheit zu kosten?

Dann begib Dich auf die Reise
– zu der physischen Beschaffenheit des Baumes,
– seiner Seele
– und dem Geist der in ihm lebt.
Du wirst mit ihm ins Gespräch kommen und er wird Dich seine Freundschaft spüren lassen.

Dieser Baum-Erlebnistag ist keine Wissensvermittlung über das Leben des Baums (wieviel Wasser er täglich braucht, Photosynthese usw., darüber gibt es sehr gute Bücher), er ist auch keine Wanderung, die schönen Bäume stehen in der Nähe. Eventeuell fahren wir am Nachmittag (Fahrzeit 10 Minuten) zu einem schönen Baumort, der in gemütlichen 10 Minuten zu Fuß zu erreichen ist.

An diesem Baum-Erlebnistag erfährst Du
wie Du einfach und natürlich mit dem Baum kommunizieren kannst, hörst Geschichten von Bäumen und verleihst Deinem Erleben Ausdruck im Kreativen Gestalten.

INHALT dieses Baum-Erlebnistages

Äußeres und Inneres betrachten des Baumes
von der Wurzel bis zur Krone.

Poetisches: Märchen und Gedichte.

Wie entspanne, erhole ich mich bei den Bäumen
und schöpfe dort neue Kräfte?

Schulung Deiner intuitiven Wahrnehmung.

Mit dem Baum in ein inneres Gespräch kommen
und von seiner Weisheit lernen.

Wie kann mir der Baum helfen
für ein glückliches, liebevolles, erfolgreiches Leben
und wie sollen wir ihm helfen
bei dem was er leben mag?

An diesem Baum-Erlebnistag
wirst Du eine wesentliche Botschaft für Dein Leben
mit nachhause nehmen.

Für wen ist der Baum-Erlebnistag geeignet?
Für alle Freunde der Bäume die den Baum nicht nur äußerlich betrachten wollen, sondern auch ahnen oder spüren, dass er ein inneres Wesen, sozusagen, dass er eine Seele hat und mit unserer Seele eine Freundschaft hegt.

Von seinem Inneren Leben können wir viel erfahren für das eigene Leben, aber auch wie er in Gemeinschaft lebt mit allen unter- und über-irdischen Elementen, Naturwesen und mit dem hohen Wesen das in ihm lebt, wie auch in allen Bestandteilen der Natur.

NUTZEN
Für Menschen die
– ihr Selbstvertrauen stärken mögen.
– sich erholen und ihre Kräfte regenerieren mögen.
– die das Leben, die Fürsorge des Baumes und der Natur entdecken  und dadurch dem eigenen Lebensweg und Lebensziel näher kommen mögen.
– Märchen, Sagen, Gedichte von Bäumen lieben. Sie helfen durch die inneren Bilder sich dem ganzheitlichen Wesen des Baumes zu nähern.

– ihre intuitive Wahrnehmung intesivieren möchten.
– sich erinnern möchten an ihr natürliches, zufriedenes Leben.

Du wirst leicht nachzuvollziehende Übungen erleben,

die Du auch zuhause mit Deinen Lieblingsbäumen in Deiner Umgebung anwenden kannst.

VORAUSSETZUNG
Einlassen auf die Natur und ihre Wesen.
Offenheit für die innere Wahrnehmung,
für kleine Baum-Meditationen und
Bilder-Reisen.

Es sind keine Vorkenntnisse sind nötig.

Wo findet der Baum-Erlebnistag statt?

Im schönen Weserbergland, nähe Herford.
Den genauen Ort und die Anfahrt zu diesem Baum-Erlebnistag sende ich Dir mit der Bestätigung Deiner Anmeldung.

Wann findet der Baum-Erlebnistag statt?
Am Samstag, den 18. Mai 2019
Der nächste ist im kommenden Jahr, bitte fragt mich danach

SEMINARZEITEN:
10 bis 18 Uhr

Seminarleitung:
Monika Zehentmeier

Solltest Du gerne am Vorabend anreisen, bieten wir Dir hier eine einfache Unterkunftsmöglichkeit für 25 € inklusive Frühstück an.

SEMINARBEITRAG:
140 € inclusive Getränke

MITTAGESSEN:
Bitte bringe etwas für das gemeinsame Mittagessen mit.

Getränke stellen wir.

BITTE MITBRINGEN:
– feste Schuhe,
– Unterlage als Sitzgelegenheit,
– wetterfeste Kleidung.

Melde Dich hier für diesen Erlebnistag an. Sende mir bitte eine Nachricht.
Übrigens mache ich diesen Tag auch als individuelles Erlebnis, also für Dich alleine nach Deinem Terminwunsch.

Feiere
mit Gleichgesinnten
das Leben,
verbinde Dich mit der Natur,
beschenke sie
und lasse Dich von ihr beschenken.
Lebe glücklich und in Harmonie!
🙂

 

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Sprechender Baum. Märchen

sprechender baumMärchen zeigen uns immer wieder was sich hinter äußeren Gestalten verbergen kann und machen es uns sichtbar in einer kleinen Geschichte. So hören wir in diesem Märchen von einem Mangel der elementar ist. Er bringt das Märchen in Gang und wir sind überrascht, welche Wendung es nun nimmt. Von einem wundersamen Erlebnis erzählt uns nun das Märchen. Seht selbst:

Es war einmal ein Mann und eine Frau, die bekamen keine Kinder und waren darüber sehr betrübt. Einstmals baten sie den lieben Gott, er möchte ihnen ein Kind geben und wäre es auch nur ein Lorbeerkern.

Der liebe Gott erhörte ihr Gebet, und der Leib der Frau wurde gesegnet. Als aber ihre Zeit herankam, da gebar sie einen Lorbeerkern. Die Weiber, welche ihr beistanden, merkten das nicht, und trugen ihn mit dem Weißzeuge zur Wäsche. Während sie wuschen, fiel der Lorbeerkern zu Boden, und es ward daraus ein goldner Lorbeerbaum, dessen Gezweige wie die Sonne glänzte.

Von weit und breit kamen nun die Prinzen herbei, um diesen goldnen Lorbeerbaum zu betrachten, und einer von ihnen schlug sein Zelt hart an dessen Wurzel auf, und ging dann mit den andern Prinzen auf die Jagd. Sein Koch aber blieb zurück, um die Speisen zu bereiten, und als diese fertig waren, ging auch er weg, um sich ein bisschen umzusehen.

Da rief es im Baume: »Mein Lorbeer von oben, mein Lorbeer von unten, tu dich auf, damit ich heraus kann«; und es öffnete sich die Rinde des Baumes, und kam ein wunderschönes Mädchen heraus, das sah sich überall um, aß von allen Speisen, nahm dann eine Hand voll Salz und versalzte sie alle, ging wieder zum Baum, und sprach: »Mein Lorbeer von oben, mein Lorbeer von unten, tu dich auf, damit ich hinein kann! « Und der Baum öffnete sich und sie schlüpfte hinein.

Zu Mittag kam der Prinz zurück, um zu essen, und fand die Speisen so versalzen, dass sie ungenießbar waren. Da packte er seinen Koch, und wollte ihn umbringen; der aber jammerte und schrie: »Gnade, Gnade, o Herr l ich bin nicht Schuld daran, ich hab es nicht getan!« Da kamen auch die andern Prinzen herbei und baten für den Koch, dass er ihn leben lassen und ihm verzeihen möge.

Tags darauf tat der Koch kein Körnchen Salz in die Speisen, und als er fertig war, ging er wieder spazieren; das Lorbeerkind machte es aber wie das erste Mal, und als der Prinz zurückkam und essen wollte, da fand er die Speisen noch versalzener als den Tag vorher, und begriff nun, dass sein Koch nicht Schuld daran sei, sondern Jemand anders ihm diesen Streich spiele.

Deswegen zankte er ihn diesmal nicht aus, sondern sagte ihm nur: »Wenn du morgen das Essen gekocht hast, so geh‘ weg und ich will hier bleiben, um zu sehen, wer uns das antut.«

Des andern Tags ging der Koch weg, nachdem er fertig war, und der Prinz versteckte sich hinter den Lorbeerbaum. Da hörte er plötzlich eine Stimme von innen, welche sprach: »Mein Lorbeer von oben, mein Lorbeer von unten, tu dich auf, damit ich heraus kann!« Und drauf trat das Mädchen aus dem Baum, aß von allen Speisen, und wie es nach dem Salz griff, sprang der Prinz hervor, fasste sie, und sprach: »Also du bist’s, die mir das antut?« Drauf trug er sie in sein Zelt und umarmte sie und küsste sie, tat dann, als wollte er ein bisschen spazieren gehn, und ließ sie, dort allein.

Da lief das Mädchen weinend zu seinem Baume und sprach: »Mein Lorbeer von oben, mein Lorbeer von unten, tue dich auf, damit ich hinein kann! « Der Baum aber antwortete: »Du bist gezwickt, du bist geküsst, in den Baum kommst du nimmermehr! « Und nachdem er das gesagt, vertrocknete er auf einmal.

Als der Prinz sah, dass der Baum vertrocknet war, wunderte er sich sehr, wie das möglich sei, ging in das Zelt zurück und koste mit dem Mädchen, und am Abend ließ er Citronen und Apfelsinensträucher schneiden und das Lager daraus bereiten. Und nachdem das Mädchen eingeschlafen war, machte er sich heimlich auf und ließ sie zurück.

Als am andern Morgen das Mädchen erwachte und den Prinzen nicht fand, machte sie sich auf, und ihn zu suchen.

Unterwegs begegnete sie einem Derwisch, und sprach zu ihm: »Lieber Vater, wenn ich dir meine goldnen Kleider gebe, gibst du mir dafür die deinen und dein Pferd?« – »Meinetwegen«, erwiderte der Derwisch. Sie tauschten also ihre Kleider, und das Mädchen stieg auf das Pferd und trieb es so wacker an, dass es den Prinzen einholte. Da sagte der Prinz: »Erzähle mir, Herr, was du auf deinem Wege gesehn hast,« Und sie antwortete: »Ich sah ein Mädchen, welches weinte, seufzte und sagte: Ihr Zitronen- und Orangenzweige, was habt ihr mir angetan, dass ich mein Glück; verloren?« Als das der Prinz hörte, seufzte er.

Nachdem sie ein gutes Stück weiter geritten, fragte der Prinz dasselbe, und erhielt dieselbe Antwort, und seufzte wiederum. Der Prinz aber gewann den falschen Derwisch lieb, lud ihn ein, mit ihm nach Hause zu ziehn, und sagte: »ich bin verlobt und mache nächstens Hochzeit und möchte dich dabei haben«.

Sie zogen also mit einander, und wie sie ankamen, gab der Prinz dem Derwisch ein besonderes Gemach. Drauf begann die Hochzeitsfeier, und man brachte die Braut herbei. Das Lorbeerkind versteckte sich aber in den Wandschrank des Saales, wo das Paar getraut werden sollte, zog seinen Derwischanzug aus, und legte goldene Kleider an. Und als es fertig war, leuchtete es wie die Sonne, ging in den Saal, und verbreitete einen solchen Glanz, dass alle Welt geblendet wurde. Wie sie der Prinz erblickte, erkannte er sie und sagte zu den Schwiegereltern: »Nehmt die Braut und bringt sie in ihr Vaterhaus zurück, denn ich will mit diesem Stern leben, so wie ich gewohnt bin«. Und darauf wurden sie getraut und lebten glücklich miteinander.

Das Lorbeerkind.
Aus: Griechische und Albanesische Märchen, Johann Georg von Hahn

Du liebst die Bäume, bist gerne in ihrer Nähe und ahnst, dass im Baume ein märchenhaftes Wesen wohnt? Dann lade ich Dich herzlich ein zum Baum-Erlebnistag. Was Du an diesem Tag erleben wirst und was er Dir bringt erfährst Du in diesem Blogartikel:
Mache es Dir märchenhaft schön auf Deinem Spaziergang oder Deiner Wanderung. Nimm Dir spannende Baummärchen mit und erzähle oder lese sie Deinen lieben Mitwandernden oder Mitspazierenden vor. Das bringt euch allen ein unvergessliches warmherziges Erlebnis. Probiers nur mal.

Eine schöne Märchensammlung von Bäumen findest Du hier:

 

 

 

 

Bewahre Dir die Freude
an den Märchen, der Natur
und nachdenklichen Geschichten
und lebe einfach märchenhaft

🙂

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Eigene Werte finden. Meditation

Eigene Werte finden

eigene werte finden Meditation„Märchenhaft leben“ mit dem Jahres-Motto
des Impulses Märchenhaft leben

„Märchenhaft leben“ ist eine einfache und natürliche Angelegenheit, die Du schon als Kind gut konntest, aber Du hast, womöglich, diese wundervollen, kreativen und verwandelnden Talente und Fähigkeiten vernachlässigt, vergessen und vielleicht sogar bekämpft.

Das Motto, das Logo, der Meditative Text und alle anderen Beiträge der Teilnehmer des Teams: „Märchenhaft leben“ können Dir wieder helfen zu Deinem einfachen und natürlichen, märchenhaften und erfüllten Leben zurückzufinden, denn die Veranlagungen dazu sind Dir eingeboren und warten geduldig auf Deine Beachtung, auf Deine Auferweckung und auf Deine Verwirklichung.

Der Meditative Text zum Jahres-Motto
könnte Dir, zu Deinem „märchenhaften leben“, eine Anweisung und Anleitung sein und könnte Dir wesentlich helfen die wahren Werte Deines Lebens in Dir selbst wieder zu finden, zu vertiefen und in Deinem Alltag und Beruf umzusetzen.

Nimm Dir dafür jeden Tag Zeit
und halte 1 oder besser 3 Mal Einkehr in Dir selbst:

Meditation/Einkehr nach Innen
– Komme zur Ruhe,
wende dazu, zum Beispiel: die Licht-Tätigkeit
oder „den Lieblings-Platz“ der Berg-Meditation an.

Schwinge Dich tief in die Ruhe.

Und fühle, wie in dieser tiefen Ruhe
ein immer währendes Glücksgefühl
sich sanft bemerkbar macht.

In dieser Ruhe und in diesem Glück
fühlst Du die Gegenwart Deiner Inneren Sonne

Die Innere Sonne ist ein Bild für die Innerste Gegenwart,
für Das Höhere Selbst oder Höhere ICH,
für ALLER-INNERSTE in Dir.

und wie Deine Innere Sonne jetzt aufgeht.

Und Du nimmst jetzt wahr,
wie Deine Innere Sonne immer mehr
und vollends aufgeht.

Deine Innere Sonne strahlt jetzt
in voller Kraft.

Und Du fühlst wie SIE wärmt
und allmählich Dein ganzes Herz durchstrahlt
und durchwärmt.

Dein Herz ist jetzt voller Sonnen-Licht
und voller Liebe.

Fühle dies einige Zeit.

– Wende Dich Deinem ALLER-INNERSTEN zu
und fühle SEINE GEGENWART,

– dann lies und höre inniglich das Motto
und eine Stufe des Meditativen Textes,
Komme an, in Dir– sinne dem nach

– und merke, was in Dir auftaucht

an Ideen und Gedanken,
an Gefühlen und Empfindungen,
an Impulsen zu Taten.

– Danke dann und verabschiede Dich.

Lasse dies ein wenig nachklingen.

– Schreibe dann diese inneren Erlebnisse und
Erkundungen in Dein Tage- und Nächte-Buch auf.

Und GANZ WICHTIG:
setze gleich im Alltag und Beruf das um,
was Du wahrgenommen und erkannt hast.

Du sehnst Dich danach
Stress abzubauen,

in Deine innere Mitte zu kommen?
Dann werden Dir diese Meditationen
von größter Hilfe sein

Die Bergmeditation

Gehe immerzu
mit Bewunderung und Dankbarkeit
Deinen eigenen Weg
und achte
auf die tausend WUNDER DES LEBENS
und Deines Lebens.

© der Texte: Jean Ringenwald und Verlag Märchenhaft leben

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