Fundevogel. Märchen interpretieren durch betrachten.

 

Fundevogel.
Märchen interpretieren durch betrachten.

Unser Bewusstsein wacht!

Das Märchen vom Fundevogel aus der Sammlung der Brüder Grimm von 1857 ist schon eine etwas außergewöhnliche Geschichte. Viele dieser bekannten Märchen beginnen meist mit einer Handlung, die nicht gleich vermuten lässt, dass es sich um ein Märchen handelt. Es könnte sich ebenso um eine ganz gewöhnliche Geschichte drehen, die alltäglich passiert. Etwas anders verhält es sich beim Fundevogel.

„Es war einmal ein Förster, der ging in den Wald auf die Jagd, und wie er in den Wald kam, hörte er schreien, als obs ein kleines Kind wäre. Er ging dem Schreien nach und kam endlich zu einem hohen Baum, und oben daraufsaß ein kleines Kind. Es war aber die Mutter mit dem Kinde unter dem Baum eingeschlafen, und ein Raubvogel hatte das Kind in ihrem Schöße gesehen: da war er hinzugeflogen, hatte es mit seinem Schnabel weggenommen und auf den hohen Baum gesetzt.“

Ein Förster geht durch den Wald und findet ein kleines Kind in einer Baumkrone, das von einem Raubvogel seiner Mutter fortgenommen wurde. Diese eigenartige Situation wirft uns gleich mit den ersten Sätzen in die Wunder des Märchens hinein, da es sich um etwas handelt, was höchst unwahrscheinlich in der reellen Welt geschieht.

Wenn wir uns den Förster, insbesondere seine Berufung, etwas näher anschauen und dabei bedenken, dass das Märchen niemals wahllos oder zufällig einen solchen Beruf auswählt, dann bekommen wir schon leise eine Ahnung davon, aufweichen inneren Prozess uns das Märchen fuhren oder vorbereiten könnte.

Ein Förster hat die Aufgabe, im Wald nach dem rechten zu sehen, zu schützen und gegebenenfalls dort einzugreifen, wo die Ordnung gestört ist oder werden könnte. Er hat in seinem Revier den sogenannten „Durchblick“, der sich in erster Linie auf den Wald bezieht. Der Wald wird im Märchen meist als Rückzugsort oder als Gebiet beschrieben, in dem man sich verirren, die Orientierung und schließlich sein Ziel verlieren könnte.

Jener Ort kann mit dem „Dschungel“ unserer Emotionen, unseren Stimmungsschwankungen, unzähligen Gedanken, Ablenkungen und unserer Ziellosigkeit verglichen werden. …

Märchenbetrachtung von Karlheinz Schudt

Wie immer verblüffen uns die wundersamen Geschehnisse in den Märchen, denen unser Verstand keinen Glauben schenken kann. Wie soll er auch, denn es liegt nicht in seinem Aufgabenbereich. Er ist mehr für das Erinnern, Strukturieren und Organisieren zuständig, aber nicht um intuitive Lösungen im Leben zu finden.

Vom Flüchten und Verdrängen,
von Chancen und Möglichkeiten!
Auch dieses Märchen zeigt uns keine historischen Figuren, sondern schildert sinnbildlich seelisch-spirituelle Prozesse, die sich in uns abspielen und die auf verdrängte oder ungelöste Geschehnisse, aber auch großartige Fähigkeiten und Möglichkeiten in unserem Inneren hinweisen. …

Fundevogel – Nur gemeinsam sind wir stark!
Und so finden wir unter anderem in diesem Märchen vom Fundevogel ein schönes Sinnbild, das uns zeigt, zu welchen Lösungsmöglichkeiten Verstand und Intuition gemeinsam imstande wären, wenn sie sich vereinen könnten.

Diese Verbundenheit wird in dem Sprüchlein
„Verlässt Du mich nicht, so verlass ich Dich auch nicht“.
„Nun und nimmermehr“
,
immer wieder von Neuem bekräftigt. Jener Spruch aber ist mehr als eine routinemäßige Bekundung zwischen „Tür und Angel“. Es ist ein lebenslanges Versprechen, eine tiefe Bejahung der eigenen Fähigkeiten, Möglichkeiten und Einzigartigkeit und selbstverständlich die des anderen.

Dies kann aber nur von Erfolg gekrönt sein, wenn sich beide in Liebe vereinen. Nur so können sich ihre Kräfte ergänzen und entfalten. Denn wer sich der Liebe hingegeben hat, der kämpft nicht gegen einen vermeintlichen Feind, sondern für sein höchstes Lebensziel. Er richtet sein Augenmerk auf das, was es wahrhaftig gilt zu bewahren, zu erneuern und zu verwirklichen auf dem Weg zum Glück: die Liebe und Weisheit.

Was Dir das Märchen vom Fundevogel noch alles an tiefen Weisheiten offenbaren kann und wie Du dies ganz praktisch für Deinen erfüllteren und glücklicheren Alltag anwenden kannst, erfährst Du in dem Betrachtungs-Büchlein mit Meditations-CD zur Selbstbetrachtung.

Betstellmöglichkeit hier:
Es gibt desweiteren noch in dieser Reihe:
Betrachte das Märchen

„Frau Holle“

© der Texte Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

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Märchen erzählen lernen auf ganz natürliche Weise

Märchen erzählen lernen

Sicher lieben Sie Märchen und die schöne Stimmung die von ihnen ausgehen. Märchen schaffen Geborgenheit, Urvertrauen, bzw. Grundvertrauen in das Leben und den eigenen Lebensweg. Denn der Märchenheld erreicht immer sein Ziel und lebt zuletzt glücklich und zufrieden. Wünschen Sie sich das nicht auch für sich selbst und Ihre Kinder?

Das folgende Gedicht lässt durchblicken, was Sie von Märchen erwarten können:

Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren
sind Schlüssel aller Kreaturen,

wenn die, so singen oder küssen,
mehr als die Tiefgelehrten wissen,

wenn sich die Welt ins freie Leben
und in die Welt wird zurückbegeben,

wenn dann sich wieder Licht und Schatten
zu echter Klarheit werden gatten

und man in Märchen und Gedichten
erkennt die wahren Weltgeschichten,

dann fliegt vor Einem geheimen Wort
das ganze verkehrte Wesen fort.

Novalis

Märchen erzählen und dabei den Zuhörern in die Augen sehen

Gewiss ist Ihnen schon aufgefallen, dass Märchen, wenn sie frei erzählt werden, noch besser bei den kleinen und großen Zuhörern ankommen, als wenn man sie vorliest, (was auch schon sehr schön ist).

Sie können den Menschen in die Augen sehen und das ist sehr wertvoll, denn mit Märchen geben Sie wertvolle Lebensbotschaften Ihrem Publikum mit.

Ja, aber . . . .
das Märchen lernen!!!
In der Schule war das lernen von Gedichten schon so mühsam!

 

Märchen erzählen lernen in entspannter, festlicher Atmosphäre

Märchen erzählen lernen ohne Pauken, dafür mit Freude!

Eine einfache, aber sehr wirksame Methode

Märchen erzählen lernen muss nicht schwer sein. Mit der folgenden Bild-Lern-Methode, werden auch Sie merken, dass Sie erzählen können.

Zunächst stellen Sie die Freude, die Begeisterung und die Dankbarkeit für das Märchen und das Erzählen dürfen her. Diese freudige, innere Haltung wird vieles leichter machen, besonders wenn sich Gleichförmigkeit und Langeweile einstellen wollen.
Das Lieblings-Märchen ist das Beste zum Beginnen, denn dazu haben Sie schon eine tiefere Verbindung.

Die Bild-Lern-Methode:

Lassen Sie sich das Märchen von jemandem schön und erzählerisch vorlesen, während Sie entspannt zuhören und sich ganz den Bildern widmen. Stellen Sie sich diese Märchenbilder vor, so deutlich, hell und farbig wie möglich. Widmen Sie sich nun den Bildern und Gefühlen, die in Ihnen auftauchen, und versuchen Sie nicht die Wörter zu behalten (alte Schulmeister-Methode!).

Sie können es sich auch selbst vorlesen, aber immer laut, denn das Märchen war nichts Geschriebenes, sondern wurde durch das Wort mitgeteilt. Bemühen Sie sich, flüssig und erzählerisch die Märchen laut zu lesen.

Eine Aufnahme auf Hör-Kassette beim Vorlesen des Märchens kann ebenso eine Lern-Möglichkeit bieten.
Dann klappen Sie das Buch zu und erzählen das Märchen nach.

Lassen Sie die Bilder nach und nach wieder deutlich, klar und farbig auftauchen.

Widmen Sie sich am Anfang nur den Bildern, der passende, dichterische Wortlaut wird sich mit der Zeit selber einstellen, denn jeder Märchenerzähler ist auch ein Dichter.

Ebenso wird sich der Wortlaut der Brüder Grimm, für diejenigen, die wortgetreu nach den Brüdern Grimm erzählen wollen, einstellen.

Zunächst aber soll der Märchenerzähler ein Seher dieser Bilder werden, dann kann der Dichter sich wie von selbst offenbaren.

Diese sehende und fühlende Methode ist später der Garant, dass der Erzähler nicht in Eintönigkeit verfällt und nichts von der Geschichte vergisst.

Nach dem Nacherzählen

Nach dem Nacherzählen lassen Sie immer eine kurze
Nachklang-Pause. Danach sollten Sie sich nicht kritisch beurteilen.
Schauen Sie hauptsächlich das schon gut Gelungene an, das Positive in Ihrem Nach-Erzählen, und nehmen Sie sich besonders vor, diese Eigenschaften zu steigern.

Dies ist unsere positive Methode, die sich sehr bewährt hat in Seminaren und Erzählschulungen, denn sie gibt Mut, bejaht die Ausgangsposition und ist aufbauend.

Nach dem Rückblick können Sie wieder laut lesen (oder vorlesen lassen) und sich noch intensiver die Bilder und besonders die Bewegungen vorstellen.

Dann wieder sehr bildhaft nacherzählen und hinterher wieder das Positive anschauen.

Wiederholen Sie diese Abfolge

Wiederholen Sie diesen Prozess jeden Tag 2 bis 3 Mal, speziell vor dem Einschlafen und nach dem Aufwachen, wenn Sie die Erlebnis- und Erinnerungskraft der Nacht nutzen wollen.

Morgens ist es besser mit dem Nacherzählen zu beginnen, denn die Nacht hat ihre bildschaffende Wirkung hinterlassen, danach erst das Märchen laut lesen.

Üben Sie das Märchen, das Sie lernen, drei Wochen lang. Dies ist eine Lernzeit, in der man gut einen Inhalt „einverleiben“ kann. Später geht’s auch kürzer.

Und jetzt die Tat!

Nach ein bis drei Wochen Übung versuchen Sie bei jeder Gelegenheit ihr Märchen zu erzählen: den Kindern, dem Partner, den Freunden, Arbeitskollegen, bei Begegnungen in öffentlichen Verkehrsmitteln usw.

Hier gilt ein sehr wichtiger Grundsatz: Gehen Sie ständig auf Menschen zu, die für das Märchen ein Ohr haben!

Und bitte machen Sie sich nichts daraus, wenn man Ihnen „Nein“ sagt. Dieses hat meistens mit Ihrer Erzählkunst gar nichts zu tun, sondern lediglich mit dem Befinden der jeweiligen Person.

Also, auf geht´s zur Ausübung Ihrer errungenen Märchen-Erzähl-Kunst.

In der Ausbildung zur Märchen-Erzählerin, zum Märchen-Erzähler: Märchen erzählen lernen, wird diese lebendige Grund-Lern-Methode vertieft und ausgebaut, mit freilassenden Märchenbetrachtungen, der Erzählwerkstatt, künstlerischen Tätigkeiten, Licht- und Lebens-Training, Bilder-Reisen und Meditationen. Dies ermöglicht dann nicht nur, schöne Geschichten nachzuerzählen, sondern das, was man selbst tief erlebt und gefühlt hat, mit Wahrhaftigkeit, Begeisterung und Überzeugungskraft zu erzählen.

Jeder kann Märchen erzählen!
Beginnen sie gleich
und holen Sie sich den ausführlichen Erlebnis-Kurs
für das Märchen erzählen lernen zuhause:

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Märchen erzählen lernenund machen Sie Ihren Kindern, Enkeln, Freunden, Partner
mit den Märchen viel Freude.

Hier erfahren Sie mehr
über die individuelle Ausbildung zur Märchen-Erzählerin,
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Märchenerzaehler AusbildungMärchenhafte, gute Zeit

wünscht Ihnen

Monika Zehentmeier
Mitausbilderin der Märchen-ErzählerInnen

P.S.: Hier noch ein Text als Geschenk:

Märchen erzählen.

Märchen erzählen:

die Träume des Lebens,

die Wege des Schicksals,

von den begleitenden Helfern,

die Werke des Geistes,

die Rückkehr zur Quelle,

die Findung des Schlüssels,

die Offenbarung des EINS-SEINS.

©  Jean Ringenwald

 

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Grimms Märchen Weltkulturerbe

Grimms Märchen Weltkulturerbe

Grimms Märchen Weltkulturerbe

Es ist doch sehr erfreulich, dass allgemein anerkannt wird, wie wertvoll und erhaltenswert Märchen sind. Die Eltern, Großeltern, Märchen-Erzähler und auch die Pädagogen wissen darum und merken wie wohltuend die Märchen bei den Kindern und ebenso beim Erwachsenen-Publikum ankommen, wie sie sogar helfen:
– Anschluss zu finden an das Urvertrauen, das in jedem Menschen lebt,
– Konflikte zu lösen
– und die passenden Hilfen zu finden
die im Leben anstehen.

DIE WELT berichtet:

„Unesco setzt Grimms Märchen auf die Liste des Weltkulturerbes
Die Geschichten sind neben der Luther-Bibel das bekannteste und weltweit am meisten verbreitete Buch der deutschen Kulturgeschichte.

Die Kasseler Handexemplare der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm sind von der Unesco zum Weltdokumentenerbe erklärt worden. Das teilte die Stadt Kassel mit. Die Märchen der Brüder Grimm sind neben der Luther-Bibel das bekannteste und weltweit am meisten verbreitete Buch der deutschen Kulturgeschichte. Sie sind zugleich die erste systematische Zusammenfassung und wissenschaftliche Dokumentation der europäischen und orientalischen Märchentradition.“

Man anerkennt immer mehr welchen hohen Wert Märchen für die Menschen haben, deshalb hören die Kinder im Kindergarten und in der Schule wieder Märchen, manch ein Erwachsener nimmt sein Märchenbuch wieder zur Hand und blüht in seiner Seele auf, schöpft daraus neue Kräfte oder sogar neue Ideen und alte Menschen werden ansprechbarerer nachdem sie ein Märchen erlebt haben.

Märchen erzählen von den Höhen und Tiefen des Lebens, wie der Märchenheld oder die Märchenheldin sie meistert, sein/ihr Ziel erreicht und glücklich und zufrieden lebt.

Wie Märchen helfen können wunde Seelen zu heilen erfahren Sie hier:
http://maerchenhaft.erfuelltes-leben.de/heilkraft/

In der Rubrik Märchen finden Sie verschiedene Märchen
zu Ihrem Vergnügen und zur Freude Ihrer Lieben:

http://maerchenhaft.erfuelltes-leben.de/category/marchen/

Märchen, Kategorie Märchen

Möchten Sie MärchenerzählerIn werden?
Es ist ein Beruf der Menschen entzückt!
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Grimms Märchen. Die Bienenkönigin

Grimms Märchen. Die Bienenkönigin.

Die Sammlung der Grimms Märchen ist sehr umfangreich und eines der sehr schönen, aber wenig bekannten Märchen ist das Folgende:

Zwei Königssöhne gingen einmal auf Abenteuer und gerieten in ein wildes, wüstes Leben, so dass sie gar nicht wieder nach Hause kamen. Der jüngste, welcher der Dummling hieß, machte sich auf und suchte seine Brüder: aber wie er sie endlich fand, verspotteten sie ihn, dass er mit seiner Einfalt sich durch die Welt schlagen wollte, und sie zwei könnten nicht durchkommen und wären doch viel klüger.

Sie zogen alle drei miteinander fort und kamen an einen Ameisenhaufen. Die zwei ältesten wollten ihn aufwühlen und sehen, wie die kleinen Ameisen in der Angst herumkröchen und ihre Eier forttrügen, aber der Dummling sagte: „Lasst die Tiere in Frieden, ich leid’s nicht, dass ihr sie stört.“

Da gingen sie weiter und kamen an einen See, auf dem schwammen viele viele Enten. Die zwei Brüder wollten ein paar fangen und braten, aber der Dummling ließ es nicht zu und sprach: „Lasst die Tiere in Frieden, ich leid’s nicht, dass ihr sie tötet.“

Endlich kamen sie an ein Bienennest, darin war so viel Honig, dass er am Stamm herunterlief. Die zwei wollten Feuer unter den Baum legen und die Bienen ersticken, damit sie den Honig wegnehmen könnten. Der Dummling hielt sie aber wieder ab und sprach: „Lasst die Tiere in Frieden, ich leid’s nicht, dass ihr sie verbrennt.“

Grimms Märchen BienenköniginEndlich kamen die drei Brüder in ein Schloss, wo in den Ställen lauter steinerne Pferde standen, auch war kein Mensch zu sehen, und sie gingen durch alle Säle, bis sie vor eine Tür ganz am Ende kamen, davor hingen drei Schlösser; es war aber mitten in der Türe ein Lädlein, dadurch konnte man in die Stube sehen. Da sahen sie ein graues Männchen, das an einem Tisch saß. Sie riefen es an, einmal, zweimal, aber es hörte nicht: endlich riefen sie zum dritten Mal, da stand es auf, öffnete die Schlösser und kam heraus. Es sprach aber kein Wort, sondern führte sie zu einem reichbesetzten Tisch; und als sie gegessen und getrunken hatten, brachte es einen jeglichen in sein eigenes Schlafgemach.

Am andern Morgen kam das graue Männchen zu dem ältesten, winkte und leitete ihn zu einer steinernen Tafel, darauf standen drei Aufgaben geschrieben, wodurch das Schloss erlöst werden könnte.

Die erste war: in dem Wald unter dem Moos lagen die Perlen der Königstochter, tausend an der Zahl, die mussten aufgesucht werden, und wenn vor Sonnenuntergang noch eine einzige fehlte, so ward der, der gesucht hatte, zu Stein.

Grimms Märchen BienenköniginDer älteste ging hin und suchte den ganzen Tag, als aber der Tag zu Ende war, hatte er erst hundert gefunden; es geschah, wie auf der Tafel stand, er ward in Stein verwandelt. Am folgenden Tag unter nahm der zweite Bruder das Abenteuer: es ging ihm aber nicht viel besser als dem ältesten, er fand nicht mehr als zweihundert Perlen und ward zu Stein.

Endlich kam auch an den Dummling die Reihe, der suchte im Moos, es war aber so schwer, die Perlen zu finden, und ging so langsam. Da setzte er sich auf einen Stein und weinte. Und wie er so saß, kam der Ameisenkönig, dem er einmal das Leben erhalten hatte, mit fünftausend Ameisen, und es währte gar nicht lange, so hatten die kleinen Tiere die Perlen miteinander gefunden und auf einen Haufen getragen.

Die zweite Aufgabe aber war, den Schlüssel zu der Schlafkammer der Königstochter aus der See zu holen. Wie der Dummling zur See kam, schwammen die Enten, die er einmal gerettet hatte, heran, tauchten unter und holten den Schlüssel aus der Tiefe.

Grimms Märchen BienenköniginDie dritte Aufgabe aber war die schwerste, aus den drei schlafenden Töchtern des Königs sollte die jüngste und die liebste herausgesucht werden. Sie glichen sich aber vollkommen und waren durch nichts verschieden, als dass sie, bevor sie eingeschlafen waren, verschiedene Süßigkeiten gegessen hatten, die älteste ein Stück Zucker, die zweite ein wenig Sirup, die jüngste einen Löffel voll Honig. Da kam die Bienenkönigin von den Bienen, die der Dummling vor dem Feuer geschützt hatte, und versuchte den Mund von allen dreien; zuletzt blieb sie auf dem Mund sitzen, der Honig gegessen hatte, und so erkannte der Königssohn die rechte.

Da war der Zauber vorbei, alles war aus dem Schlafe erlöst, und wer von Stein war, erhielt seine menschliche Gestalt wieder. Und der Dummling vermählte sich mit der jüngsten und liebsten und ward König nach ihres Vaters Tod; seine zwei Brüder aber erhielten die beiden andern Schwestern.

Die Bienenkönigin Märchen der Brüder Grimm

Grimms Märchen BienenköniginNoch mehr wundervolle Märchen findest Du in den folgenden Büchlein:
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Grimms-Märchen: Die Gänsemagd, Bilderbuch
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Verschiedene schöne Märchen von Frau Holle:
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Schöne tierische Weisheitsgeschichten
findest Du in diesem Buch:

Kalila und Dimna, oder die Kunst Freunde zu gewinnen
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Lernen Sie die Ausbildungen kennen,
die das Märchen zur Grundlage haben:

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Die Weiße Taube. Märchen.

Die weiße Taube. Märchen


Ohne Poesie lässt sich nichts in der Welt wirken:

Poesie aber ist Märchen.
Johann Wolfgang von Goethe

Die Weiße Taube. 

Vor dem Palast eines Königs stand ein prächtiger Birnbaum, der jedes Jahr die allerschönsten Früchte trug. Doch in der Nacht, kurz vor der Ernte, da wurden alle Birnen abgebrochen und niemand wusste, wer der Dieb war. Der König hatte drei Söhne, davon wurde der jüngste für einfältig gehalten und hieß der Dümmling.

Da befahl der König seinem ältesten Sohn, er solle ein Jahr lang unter dem Baum wachen, damit der Dieb einmal entdeckt werde. Der tat das auch und wachte ein Jahr lang alle Nacht. Er sah, wie der Baum blühte und reiche Früchte bekam. Doch in der letzten Nacht vor der Ernte, da schlief er ein und als er am anderen Morgen erwachte, da waren alle Birnen abgebrochen. Nun befahl der König dem zweitältesten Sohn ein Jahr lang unter dem Baum zu wachen. Auch er tat seine Pflicht, aber in der letzten Nacht vor der Ernte, da schlief er ein und am Morgen war keine Birne mehr am Baum.

Schließlich befahl der König dem Dümmling unter dem Baume zu wachen. Alle an des Königs Hof lachten darüber. Doch der Dümmling ging hinaus zum Baum und wachte ein ganzes Jahr. In der letzten Nacht, kurz vor der Ernte, da überkam auch ihn der Schlaf. Aber er hielt sich tapfer wach und da sah er, wie eine weiße Taube geflogen kam und eine Birne nach der anderen abbrach und mit sich fort trug.

Als sie die letzte Birne gebrochen hatte, da stand der Dümmling auf und ging ihr nach. Sie flog über Wiesen und Felder, durch Wälder und Täler und kam schließlich an ein hohes Felsengebirge. Dort verschwand sie ganz oben in einer Felsenspalte. Da stand nun der Dümmling und wusste nicht weiter. Er sah sich um und bemerkte ein kleines graues Männchen, das direkt neben ihm stand. Zu dem sprach er: „Gott segne Dich!“. Und das kleine Männchen erwiderte: „Gott hat mich gerade, durch die se Deine Worte gesegnet. Steige Du in den Felsen hinauf, dort wirst Du Dein Glück finden.“

Der Dümmling stieg den Felsen hinauf, ging durch die Felsenspalte und viele Stufen führten in hinunter in die Dunkelheit. Als er unten ankam, da sah er die weiße Taube ganz umstrickt und zugewebt von Spinnfäden. Wie nun die Taube den Dümmling sah, da konnte sie sich befreien und als der letzte Faden gerissen war, da stand eine wunderschöne Prinzessin vor ihm. Beide gefielen sich und es dauerte nicht lange, da feierten sie ein prächtiges Hochzeitsfest. Der Dümmling wurde zum König gekrönt und er regierte sein Land gemeinsam mit seiner Gemahlin in großer Weisheit und Liebe.

Märchen der Brüdern Grimm

Kennen Sie schon die Sammlung von Baum-Märchen?

 

 

 

 

Die Beschreibung davon finden Sie hier:

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Sehnen Sie sich nach einem märchenhaften, erfüllten Leben?

Sind Sie jetzt offen und bereit sich selbst dieses erfüllte Leben in tiefem Glück, in beglückender Liebe, in reichlichem Wohlstand und in Gesundheit in Leib und Seele zu ermöglichen?

JA???!!!

Dann fordern Sie jetzt Ihr Geschenk an:

Die 7 Lebens-Schritte die Ihnen gleich weiterhelfen werden für mehr Glück, Liebe, Wohlstand und Gesundheit in Ihrem Leben.

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Verwirkliche Deinen Erfolg

Wünschen Sie sich zur Zeit Erholung von Ihrem angespannten und anstrengenden Alltag?

Möchten Sie glücklich wie im Märchen leben?

Ist es Ihnen danach, in Ihrem Leben etwas zu verändern, das Sie in Ihrem Inneren schon länger fühlen, und das Sie gerne wie einen kostbaren Schatz, ans Licht bringen und in Ihrem Alltag verwirklichen wollen?

Märchen- und Licht-Festival

Märchenhaft leben

Glück und Liebe sind die Voraussetzung um Erfolg und Wohlstand zu bewirken. So werden Sie in den festlichen Tagen diese beiden Qualitäten wieder in den Mittelpunkt Ihres Lebens rücken und sie mit Märchen, Liedern, Spielen, Natur- und künstlerischen Bild-Betrachtungen, sowie mit Einkehr nach Innen stärken.

Besondere Aufmerksamkeit schenken wir in diesem Jahr gemäß dem Jahres-Motto des Märchen- und Licht-Impulses,

Erlebe im Inneren Deinen Erfolg und Reichtum
und verwirkliche ihn mit Weisheit und Liebe.

dem Erfolg und Wohlstand, denn es gibt gute und schöne Wege dazu. Vielleicht geht es Ihnen ja auch wie dem Baum im Märchen:
„Warum treiben in meinem Garten die Orangenbäume nur Blätter, aber tragen keine Früchte.“

Spielerisch leben

Herzens-Spiel

So werden Sie in den 4 Festival-Tagen Ihre Geistes-Haltung entdecken die in Ihnen da ist und die Ihren Erfolg und Wohlstand einleitet. Um ihn aber zu verwirklichen, Früchte tragen zu lassen, braucht es noch 2 andere Werte die dazu verhelfen ihn in die Tat umzusetzten und dies erleben Sie ebenso in sich selbst, bis in die Einzelheiten.

Selbstverständlich werden diese 4 Tage für Sie eine Zeit der Entspannung und des Kräfte Sammelns sein. Sie werden Sie auch inspirieren für die neuen Ideen die Sie brauchen, um mehr Glück, Liebe und Erfolg in Ihr Leben einziehen zu lassen.

Wenn Sie die Märchen und Licht-Angebote schätzen und Freude daran haben in Gemeinschaft mit anderen Menschen die ebenso wie Sie neue Wege für ihr erfülltes Leben suchen und sogar ahnen, dass diese in sich selbst zu finden sind, dann laden wir Sie recht herzlich ein zu den festlichen Tagen zu Himmelfahrt

Erlebe im Inneren Deinen Erfolg und Reichtum und verwirkliche ihn mit Weisheit und Liebe

Erlebe im Inneren Deinen Erfolg und Reichtum und verwirkliche ihn mit Weisheit und Liebe

von Mittwoch, den 16. Mai 2012, 20 Uhr
bis Sonntag, den 20. Mai 2012, 17 Uhr

Nähere Infos sende ich Ihnen gerne per Email zu:
mailto:monika-zehentmeier@maerchen-zentrum.de

Für Ihren weiteren Tag wünschen wir Ihnen gutes Gelingen für das, was Ihnen am Herzen liegt

mit folgendem Spruch.
„Lasse Dir helfen und hilf anderen Menschen.“

Sonntagsgeschenk für Dein märchenhaftes, erfülltes Leben.

Sonntagsgeschenk

Sonntagsgeschenk

 

 

 

 

 

 

 

Einen schönen Sonntag!

Von welchen Schönheiten der Natur sind Sie umgeben? Können Sie, wenn Sie aus dem Fenster schauen einen Baum sehen, der Ihnen zu jeder Jahreszeit viel Freude macht? Haben Sie Zimmerpflanzen die Ihren Wohnraum schmücken? Vielleicht mögen Sie gerne Edelsteine oder andere Schönheiten der Natur, von denen Sie etwas mit nach Hause gebracht haben?

Die Natur ist etwas sehr kostbares, denn sie nährt uns äußerlich und innerlich und gibt uns vieles das wir brauchen. Was schätzen Sie ganz besonders an ihr?

Den folgenden Meditativen Text können Sie für die Natur anwenden, von der Sie ja auch ein Stück sind, als Motto der kommenden Woche:

* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *

Lasse DIE LIEBE Brücken
zur Natur schaffen,
und ihr beistehen zu mehr
Glück, Liebe, Erfolg und Gesundheit.

* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *

Tief in Deinem Frieden
ist das immerwährende Glücklich-Sein,
das einen unaufhörlichen Fluss der Liebe
in Dir und in Deinen Umkreis
strömen lässt.

Wende Dich vermehrt
DEM LIEBESQUELL zu,
sammle alle Deine Kräfte in IHM
und lasse DIE LIEBE,
einfach und natürlich,
zu den Menschen
die Dich umgeben,
hinströmen,
ihnen im Herzen begegnen
und ihnen helfen
das Glück, die Liebe,
den Erfolg und die Gesundheit
zu erleben,
die sie sich sehnlichst wünschen.
Jean Ringenwald

Lassen Sie diesen Text auf sich wirken
ohne etwas Bestimmtes zu erwarten
und notieren Sie sich die leisen Ideen, die in Ihnen aufkeimen.

Danach wenden Sie sich dem Licht und der Liebe
in Ihrem Herzen zu, und erkunden Sie in sich die Brücke der Liebe
und was zu tun ist, für das Glück, die erfüllte Liebe,
den Erfolg und Wohlstand und die Gesundheit
der Natur in Ihnen selbst und um Sie herum.

Erlebe Die Brücke DER LIEBE.

Schwinge Dich in die Ruhe.
Wende Dich DEINER INNEREN SONNE zu
und spüre IHRE Goldenen Lichtes-Strahlen
und wie SIE Dein ganzes Herz erstrahlen lässt.
Bitte DIE INNERE SONNE,
Dich DIE LIEBE der EINEN KRAFT erleben zu lassen.

Lasse DIE LIEBE immer mehr aufkommen.

Schenke DER LIEBE Goldenes Licht DER INNEREN SONNE.
Fühle Dich eins mit DER LIEBE.

Bitte DIE INNERE SONNE Dich jetzt erleben zu lassen,
wie DIE LIEBE Brücken schafft zur Natur.

Fühle dieses Liebesband, das von Der Inneren Sonne
und DER LIEBE in Dir ausgeht zur Natur.

Stärke Die Liebesbrücke mit Goldenem Licht in großer Fülle.

Bitte Die Innere Sonne Dich erleben zu lassen,
wie DIE LIEBE der Natur, mehr
– glücklich und zufrieden sein schenkt,
– geborgen und geliebt sein schenkt,
– erfolgreich und wohlhabend sein schenkt,
– Gesundheit und Harmonie schenkt
Wähle einen dieser 4 Bereiche des Lebens.

und was heute dafür einfach und natürlich zu geben ist,
um diesen Bereich zu beleben.
Gib es gleich in Fülle.

Spüre wie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Setze hier den gewählten Bereich ein:
das glücklich und zufrieden sein,
das geborgen und geliebt sein,
das erfolgreich und wohlhabend sein,
das gesund und harmonisch sein

der Natur strahlt und besser wirken kann.

Wende Dich wieder ganz
der Strahlenden Sonne in Deinem Herzen
und DER LIEBE zu.

Danke Ihnen von Herzen für das Erlebte.
Verabschiede Dich von Ihnen
und komme wieder in den Raum zurück.

Lasse das Erlebte noch nachklingen.

Auszug aus einem Licht- und Lebens- Training
von Monika Zehentmeier
http://www.erfuelltes-leben.de/

Viel Freude beim Bauen der Brücke der Liebe
zur Natur in Dir und um Dich herum!

Märchen-Zitat:

Vor dem Palast eines Königs stand ein prächtiger Birnbaum, der jedes Jahr die allerschönsten Früchte trug. Doch in der Nacht, kurz vor der Ernte, da wurden alle Birnen abgebrochen und niemand wusste, wer der Dieb war. Der König hatte drei Söhne, davon wurde der jüngste für einfältig gehalten und hieß der Dümmling.

Da befahl der König seinem ältesten Sohn, er solle ein Jahr lang unter dem Baum wachen, damit der Dieb einmal entdeckt werde. Der tat das auch und wachte ein Jahr lang alle Nacht. Er sah, wie der Baum blühte und reiche Früchte bekam. Doch in der letzten Nacht vor der Ernte, da schlief er ein und als er am anderen Morgen erwachte, da waren alle Birnen abgebrochen. Nun befahl der König dem zweitältesten Sohn ein Jahr lang unter dem Baum zu wachen. Auch er tat seine Pflicht, aber in der letzten Nacht vor der Ernte, da schlief er ein und am Morgen war keine Birne mehr am Baum.

Schließlich befahl der König dem Dümmling unter dem Baume zu wachen. Alle an des Königs Hof lachten darüber. Doch der Dümmling ging hinaus zum Baum und wachte ein ganzes Jahr. In der letzten Nacht, kurz vor der Ernte, da überkam auch ihn der Schlaf. Aber er hielt sich tapfer wach und da sah er, wie eine weiße Taube geflogen kam und eine Birne nach der anderen abbrach und mit sich fort trug.
Als sie die letzte Birne gebrochen hatte, da stand der Dümmling auf und ging ihr nach. . .

Zitat aus dem unten stehenden Märchen der Brüder Grimm

* Wie wird hier die Brücke DER LIEBE geschaffen?
Betrachten Sie mit dem Herzens-Gefühl diese Märchen Szene.

*Welche Brücke DER LIEBE ist zur Zeit zur Natur in Ihrem Umfeld ganz besonders zu schaffen?

Machen Sie es vielleicht einfach und natürlich so, wie es im Meditativen Text oben beschrieben wird:
Fühlen Sie den tiefen Frieden in sich, darin ist das immerwährende Glücklich-Sein, das einen unaufhörlichen Fluss der Liebe
in Sie selbst strömen lässt und in Ihren Umkreis.

Fühlen Sie es gleich jetzt.

Lassen Sie sich dafür ein paar Minuten Zeit.

Machen Sie den Schritt, den Sie innerlich getan haben auch der Natur gegenüber, auf die Weise, wie es für Sie selbst und die Natur um Sie herum wichtig ist.
Sie sind der Schöpfer dieser Brücke, ein liebender Freund, eine liebende Freundin der Natur.

Vielleicht haben Sie diesmal Lust daran, Ihre Brücke der Liebe zu stärken durch einen Spaziergang in der Natur. Die Natur schenkt Energie und Ideen für ein harmonisches, glückliches Leben.
Sehen Sie auch noch was der Dichter
noch über die Liebe zur Natur zu sagen hat:

Sprichwort:

Was ist die Schönheit der Natur
ohne das fühlende Herz,
das sie zu empfinden vermag?

Sophie Mereau

So wünsche ich Ihnen für die kommende Woche, Brücken der Zuneigung zu schlagen zur Natur in Ihrer Umgebung, und dass Sie bemerken können, nach welchem Glück, welcher Liebe, welchem Erfolg und welcher Gesundheit sie sich sehnt. Dann können Sie ihr helfen, sich in ihrem Raum noch prachtvoller zu entfalten.

Mit herzlichen Grüßen

von Monika Zehentmeier

Das Sonntags-Märchen:

Liebe kleine und große Kinder,

kommt mit mir ins Märchenland. Schaut nur, ich habe den fliegenden Teppich mitgebracht und lade Euch ein mit mir zu fliegen, über viele Städte und Länder, immer weiter über die Berge und Meere bis zum Palast des Königs, in dessen Garten das Märchen beginnt:

Vor dem Palast eines Königs stand ein prächtiger Birnbaum, der jedes Jahr die allerschönsten Früchte trug. Doch in der Nacht, kurz vor der Ernte, da wurden alle Birnen abgebrochen und niemand wusste, wer der Dieb war. Der König hatte drei Söhne, davon wurde der jüngste für einfältig gehalten und hieß der Dümmling.

Da befahl der König seinem ältesten Sohn, er solle ein Jahr lang unter dem Baum wachen, damit der Dieb einmal entdeckt werde. Der tat das auch und wachte ein Jahr lang alle Nacht. Er sah, wie der Baum blühte und reiche Früchte bekam. Doch in der letzten Nacht vor der Ernte, da schlief er ein und als er am anderen Morgen erwachte, da waren alle Birnen abgebrochen. Nun befahl der König dem zweitältesten Sohn ein Jahr lang unter dem Baum zu wachen. Auch er tat seine Pflicht, aber in der letzten Nacht vor der Ernte, da schlief er ein und am Morgen war keine Birne mehr am Baum.

Schließlich befahl der König dem Dümmling unter dem Baume zu wachen. Alle an des Königs Hof lachten darüber. Doch der Dümmling ging hinaus zum Baum und wachte ein ganzes Jahr. In der letzten Nacht, kurz vor der Ernte, da überkam auch ihn der Schlaf. Aber er hielt sich tapfer wach und da sah er, wie eine weiße Taube geflogen kam und eine Birne nach der anderen abbrach und mit sich fort trug.

Als sie die letzte Birne gebrochen hatte, da stand der Dümmling auf und ging ihr nach. Sie flog über Wiesen und Felder, durch Wälder und Täler und kam schließlich an ein hohes Felsengebirge. Dort verschwand sie ganz oben in einer Felsenspalte. Da stand nun der Dümmling und wusste nicht weiter. Er sah sich um und bemerkte ein kleines graues Männchen, das direkt neben ihm stand. Zu dem sprach er: „Gott segne Dich!“. Und das kleine Männchen erwiderte: „Gott hat mich gerade, durch diese Deine Worte gesegnet. Steige Du in den Felsen hinauf, dort wirst Du Dein Glück finden.“

Der Dümmling stieg den Felsen hinauf, ging durch die Felsenspalte und viele Stufen führten in hinunter in die Dunkelheit. Als er unten ankam, da sah die weiße Taube ganz umstrickt und zugewebt von Spinnfäden. Wie nun die Taube den Dümmling sah, da konnte sie sich befreien und als der letzte Faden gerissen war, da stand eine wunderschöne Prinzessin vor ihm. Beide gefielen sich und es dauerte nicht lange, da feierten sie ein prächtiges Hochzeitsfest. Der Dümmling wurde zum König gekrönt und er regierte sein Land gemeinsam mit seiner Gemahlin in großer Weisheit und Liebe.

Die Weiße Taube Ein Märchen der Brüder Grimm

Wir sagen dem König und seiner Gemahlin lebe wohl. Der fliegende Teppich hebt sich, wir winken ihnen zu, fliegen über Meere und Berge zurück. Bald landen wir wieder in der guten Stube zu Hause und sind ganz erfüllt von dem schönen Märchen.

Kennt Ihr das Lied:
Froh zu sein bedarf es wenig und wer froh ist, ist ein König!

Dann singt es zum Abschluss gemeinsam, wenn es Euch freut!

Eine märchenhafte Woche

wünscht Euch

Monika vom Märchen- und Lichtberg

 

 

 
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