Ostergedicht. Texte zu Ostern.

Ostergedicht.
Texte zu Ostern.

Gedichte zu jeder Jahreszeit und den verschiedensten Anlässen zeigen uns eine andere Welt, die wir mit Neugier betrachten können. Die Dicher nehmen uns mit in die Art der Betrachtung, wie sie die Welt, das Leben und die Dinge sehen. Innige, besinnliche und fröhliche Gedichte und Texte eröffnen uns neue Sichtweisen und ermöglichen, unsere eigenen Betrachtungen des Lebens zu entfalten. Sie können uns erinnern an hohe Werte, die wir aus dem Bewusstsein verloren haben und somit helfen das Leben zu erneuern, dort wo uns etwas von Herzen klar geworden ist.

So wünsche ich euch mit diesen ausgewählten Texten, vom Besinnlichen bis hin zum Fröhlich-Ausgelassenen, eine Vertiefung der Osterfreude und das Erspüren und stärken der Lebenskraft in Leib und Seele.

Osterspaziergang

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick;
Im Tale grünet Hoffnungs-Glück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.

Von dort her sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur;
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlt’s im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.

Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Stadt zurückzusehen.
Aus dem hohlen, finsteren Tor
Dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden,
Aus niedriger Häusern dumpfern Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbes-Banden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus der Straße quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle an’s Licht gebracht.

Sieh nur, sieh! wie behend sich die Menge
Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
Wie der Fluß in Breit‘ und Länge
So manchen lustigen Nachen bewegt,
Und, bis zum Sinken überladen,
Entfernt sich dieser letzte Kahn.

Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein;
Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein!

Monolog des Faust, Osterspaziergang, aus:
Faust I, Vers 903-940, 1808
von Johann Wolfgang Goethe

Osterjubel

Jetzt ist der Himmel aufgetan,
jetzt hat er wahres Licht!
Jetzt schauet Gott uns wieder an
mit gnädigem Gesicht.
Jetzt scheinet die Sonne
der ewigen Wonne!
Jetzt lachen die Felder,
jetzt jauchzen die Wälder,
jetzt ist man voller Fröhlichkeit.

Jetzt ist die Welt voll Herrlichkeit
und voller Ruhm und Preis.
Jetzt ist die wahre goldne Zeit
wie einst im Paradeis.
Drum lasset uns singen
mit Jauchzen und Klingen,
frohlocken und freuen;
Gott in der Höh sei Lob und Ehr.

Jesus, du Heiland aller Welt,
dir dank ich Tag und Nacht,
dass du dich hast zu uns gesellt
und diesen Jubel bracht.
Du hast uns befreiet,
die Erde erneuet,
den Himmel gesenket,
dich selbst uns geschenket,
dir, Jesus, sei Ehre und Preis.

Angelus Silesius


Ostern

Vom Münster Trauerglocken klingen.
Vom Tal ein Jauchzen schallt herauf.
Zur Ruh sie dort dem Toten singen,
Die Lerchen jubeln: Wache auf!
Mit Erde sie ihn still bedecken,
Das Grün aus allen Gräbern bricht,
Die Ströme hell durch Land sich strecken,
Der Wald ernst wie in Träumen spricht,
Und bei den Klängen, Jauchzen, Trauern,
Soweit ins Land man schauen mag,
Es ist ein tiefes Frühlingsschauern
Als wie ein Auferstehungstag.

Josef von Eichendorff


Die Sonne geht im Osten auf

Die Sonne geht im Osten auf,
der Osterhas` beginnt den Lauf.
Um seinen Korb voll Eier sitzen
drei Häslein, die die Ohren spitzen.
Der Osterhas` bringt just ein Ei –
da fliegt ein Schmetterling herbei.
Dahinter strahlt das blaue Meer
mit Sandstrand vorne und umher.
Der Osterhas` ist eben fertig –
das Kurtchen auch schon gegenwärtig!
Nesthäkchen findet – eins, zwei, drei,
ein rot` , ein blau` , ein lila Ei.
Ein Ei in jedem Blumenkelche!
Seht, seht, selbst hier,
selbst dort sind welche!
Ermüdet leicht im Morgenschein
schlief Kurtchen auf der Wiese ein.
Die Glocken läuten bim, bam, baum
und Kurtchen lächelt zart im Traum.
Di di didl dum dei,
wir tanzen mit unsern Hasen
umgefasst, zwei und zwei,
auf schönem, grünen Rasen.

Christian Morgenstern

Kennt ihr die Wunderkraft der Oster-Eier die Frau Holle schenkt?

oder die Legende von den 3 Hasen?

 

 

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Bücher für Ostern. Märchen und Geschichten

Bücher für Ostern

Bücher für Ostern

Der Wunsch Ostern bewusster und inhaltsvoll zu erfahren wird wieder stärker und so wächst auch das Bedürfnis, außer den Ostereiern die gesucht werden und damit auch Freude bereitet wird, wertvolle Beigaben zu schenken, wie z. B. gute Märchen und Geschichten.

Darüber freut sich die ganze Familie, denn schöne Märchen, Gedichte und Geschichten werden zum gemeinsamen Erlebnis und stellen positive, aufbauende Werte in den Mittelpunkt des großen Festes und verbinden Jung und Alt.

Dafür habe ich für Sie 2 sehr schöne Bücher, die die innige Stimmung des Osterfestes sehr bereichern werden:

Kleine Geschichten aus der Osterzeit


Kleine Geschichten aus der Osterzeit
Dieses liebevoll, mit kleinen Zeichnungen, gestaltete Büchlein enthält eine kleine Einführung von Bruno Bettelheim über die Bedeutung der Feiertage und stimmt damit sehr gut auf die Geschichten ein, die in diesem Bändchen zusammengetragen sind.
Sie finden darin z. B.
– Goethes Osterspaziergang,
– ein Ostermärchen von Joachim Ringelnatz,
– eine Geschichte von Werner Bergengruen.
– Selma Lagerlöf, Bella Chagall, Christian Morgenstern
und noch einige andere sind hier versammelt und erzählen vom Frühlings-Erwachen, von der Natur und vom Osterfest.

Einfach schön!
Zu bestellen ist es hier:
http://www.amazon.de/dp/3872030795

Ostermächen
von Christian Morgenstern

Ostermärchen MorgensternVoll Träumerei und Nostalgie, umrahmt von schönen alten Zeichnungen erzählt hier der Dichter Christian Morgenstern ein Ostermärchen, herausgegeben von Margareta Morgenstern.

Ein kleiner Junge träumt in der Nacht von Ostersamstag auf Ostersonntag er läge unter einem Baum auf einer Wiese, umringt von fleissigen Osterhasen, die ihre Osterkörbchen vorbereiten. Er erwacht aus seinem Traum und erlebt mit seiner Familie ein fröhliches Ostereiersuchen im hauseigenen Garten. Die Kinder entdecken verzückt die Osterhasen, die auch im Wohnzimmer den Kindern eine Freude machen möchten.

Die Rituale und der Sinn des Osterfestes werden den Kindern hier nähergebracht. Auch wie der alte Winter dem Jüngling Frühling den Weg frei macht. Frühlingsblumen erwachen und Vögel und Schmetterlinge heißen den Frühling herzlich willkommen. Nicht nur die Kirchenglocken leuten den Frühling ein, nein, alles was Glocken heißt, das hat der Frühling besonders lieb. Das muss ihm wecken helfen.

Die Augen werden mit den bunten Farben der Natur geweckt, die Blüten wecken mit ihren süßen Düften die Nasen und den Wecker der Ohren stellt der Gesang der Vögel, sowie der Jubel der Kinder dar.

Eine schöne Beschreibung des Frühlings. Wer noch kein Ostergeschenk hat, dem kann ich dieses Nostalgiebüchlein wärmstens empfehlen. Es bringt jedem, nicht nur den Kindern, denn Sinn und Zweck, die Bräuche und Sitten des Osterfestes und des Frühlings wieder etwas näher.

Zu bestellen ist es hier: http://www.amazon.de/dp/3890820263

Ja,
machen Sie aus dem Osterfest
ein Erlebnis,
das Ihnen und Ihren Lieben
innigliche Freude schenkt!

🙂

Besinnliche Geschichten für das tägliche Leben
finden Sie durch anklicken des Bildes:

Besinnliche Geschichten

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