Der verschwundene Goldschatz. Märchen aus Irland

Der verschwundene Goldschatz.

SchlossFreuen Sie sich auf ein sehr schönes Märchen.
Es zeigt die Verbundenheit des Menschen mit der Natur und ihren Wesen.
Viel Freude damit wünsche ich Ihnen!

Hoch im Nordwesten der grünen Insel liegt ein verstecktes Tal mit einem hellen Fluss, der lustig über die Steine springt und einen kleinen See formt, an dem ein verwittertes, altes Schloss aus rotem Sandstein liegt. Dort lebte einst ein König, der sein kleines Reich mit starker Hand regierte und seiner Gerechtigkeit wegen bekannt war. Als er noch ein Knabe war, hatten Diebe den kostbaren Goldschatz geraubt, von dem nie wieder eine Spur gefunden wurde. Doch der König fühlte sich reich, hatte er doch eine treue Gemahlin und eine Tochter, genannt Ethne, die er von ganzem Herzen liebte. Ihre Fröhlichkeit füllte das steinerne Schloss mit dem weiten Hof, und es gab niemanden im Land, der ihr hätte ein Leid antun wollen.

Von Kindheit an liebte sie alle Tiere, besonders aber ihr weißes Kätzchen und die Tauben, die sie jeden Tag fütterte. Musste ihr Vater in das Nachbarland reiten, nahm er die Tauben mit und schickte sie mit einem Brief zurück. Immer flogen sie zu Ethne, die mit der Nachricht zu ihrer Mutter eilte, um zu lesen, wie die Reise verlaufen war. Im Frühjahr brachte Hämish, der Schäfer, ein mutterloses Lamm in den Hof und bat die Prinzessin, es aufzuziehen. Bald sprang es übermütig im Hof umher und folgte Ethne auf allen Wegen. So wuchs das Kind heran.

Zu seinem vierzehnten Geburtstag schenkte der König ihr ein weißes Pony. Jetzt war ihr Glück vollkommen. Täglich sah man die Prinzessin um den See herum in die Berge reiten, wo sie die verstreuten Höfe besuchte und dort mit den Kindern spielte. Doch ein Schatten fiel auf das Reich und alle seine Bewohner. Zuerst verschwanden einzelne Schafe im Hochmoor, dann ein wertvoller Zuchtstier. Während die Bauern danach suchten, verschwand auch Hämish, der treue, alte Schäfer. Wo die Suchenden ihn zuletzt gesehen hatten, wuchs jetzt ein dunkler Wacholderbaum. Nachdem alle verstört nach Hause gegangen waren, machte sich der junge Finn auf den Weg, der Hirtenbub, der in Hämish einen väterlichen Freund gefunden hatte. Auch Finn wurde nicht wieder gesehen; aber neben dem Wacholder war eine junge Birke aufgewachsen. Tief wurde sein Verlust betrauert. Mit großem Ernst sprach der König zu Ethne, der er verbot, alleine in die Berge zu reiten oder einsame Höfe zu besuchen.

Sehnsüchtig schaute das Kind hinauf zu dem Hochmoor, wo sie sich so gerne getummelt hatte; aber sie versprach im Tal zu bleiben. Eines Tages lockte die Sonne sie früh aus den Federn. Leise schlüpfte sie in den Stall, sattelte ihr Pony und ritt um den See herum und den Bach entlang, bis ihr Haar im Winde flog. Gehorsam griff sie in die Zügel, ehe der Weg in die verbotenen Berge führte. Bevor sie den Heimritt begann, erblickte sie einen fremden Reiter auf dunklem Pferd. Rasch galoppierte sie zurück, die Eltern zu warnen. Ihre Tiere aber verlangten erst ihr Futter; Milch für das Kätzchen, Korn für die Tauben, vor allem aber Heu und Hafer für das Pony. Das Schaf wartete ungeduldig und stubste Ethne, bis es endlich auch zu seinem Recht kam und frisches Gras erhielt. Jetzt war Ethne müde. Die Sonne stand schon hoch am Himmel. Sie war durstig, trank von der frischen Milch und setzte sich für einen Augenblick in das Heu, wo der Schlaf sie übermannte.

Irische MärchenIm Schloss aber hatte der Gast einen herzlichen Empfang. War es doch Alaistair, der Sohn des Nachbarkönigs, zu dem eine herzliche Freundschaft bestand. Frühstück wurde aufgetragen, Nachrichten ausgetauscht; doch von Ethne war keine Spur.

»Ich weiß wohl, dass du nach meiner Tochter Ausschau hältst«, meinte der König lachend. »Komm nur in den Stall, da finden wir Ethne bestimmt.« In der Tat, das Kind schlief sitzend im Heu, eine Katze zu Füßen, das Lamm an der Seite, die Tauben gurrend im Schlag und das weiße Pony als Wächter dahinter. Alaistair glaubte, nie in seinem Leben etwas Schöneres gesehen zu haben. Er trat leise näher. Die treuen Tiere weckten Ethne, und verwundert grüßte sie den Besucher. »Wo ist das Pferd?« fragte sie noch halb im Schlaf. Ihm galt ihre erste Sorge, und erst als es gefüttert war, wendete sie sich an den Prinzen, von dem sie in jedem Brief gehört hatte.

»Bitte, Alaistair, reite morgen in der Früh mit mir, um ein Lerchennest zu finden. Jeden Tag reite ich allein. Ich darf nur bis zum Fuß der Berge gehen, aber die Lerchen nisten höher. Gemeinsam gelingt es uns sicher, eines zu finden.« »Wir haben Schafe, einen Stier und zwei Hirten in den Bergen verloren, deshalb darf jetzt niemand mehr allein dort zum Hochmoor gehen, Alaistair. Ich vertraue dir, nur darfst du nie deine Augen von Ethne abwenden.« Der König sprach mit der Gewissheit, verstanden zu werden. Wer eine Lerche aufsteigen sehen will, muss noch vor der Sonne an Ort und Stelle sein und geräuschlos nach ihnen suchen. Es war ein vielversprechender Morgen. In aller Stille ritten die beiden an Ginster und Farnkräutern vorbei zur Heide. Leise wies der Prinz auf einen geschützten Ort und flüsterte: »Lege dich dort hin und verfolge die Lerchen mit den Augen, dann findest du ihre Nester. Ich versorge die Tiere.«

Märchen von BäumenKaum hatte Alaistair die Pferde angekoppelt, da sah er eine unscheinbare junge Lerche vor sich im Gras. Als sie sich in die Luft schwang, leuchteten ihm kleine, runde Eier entgegen. »Ethne, hier ist ein Nest für dich! Komm und schau nur!« rief er glücklich, aber keine Stimme antwortete, keine Spur war von Ethne zu sehen. Er lief an den Ort, wo er sie verlassen hatte … nichts. Sie war verschwunden. Plötzlich tauchte eine alte, hässliche Frau mit einem Stock in der Hand vor ihm auf und spottete: »Du kannst lange suchen! Das Vögelchen ist mein, und mein wird es bleiben!« Mit diesen Worten stampfte sie auf den Boden und war unsichtbar, wie vom Erdboden verschluckt. Ratlos irrte der Prinz umher, immer wieder rief er nach Ethne, aber endlich knüpfte er die Pferde los und ritt ins Tal hinunter. Ohne sich zu entschuldigen offenbarte er dem König was geschehen war, wie er einen Augenblick lang seine Aufmerksamkeit auf die Pferde gelenkt hatte und ein Nest mit Eiern entdeckte, wie die Hexe auftauchte und wieder verschwand. »Mit all meinen Soldaten will ich das Reich durchsuchen, aber zuerst komme mit mir in unsere Kapelle, wo wir für Ethne beten wollen.« Gemeinsam mit der Königin knieten sie vor dem Altar und flehten um die Rettung der Prinzessin.

Alaistair brachte die Pferde in den Stall, wo alle Tiere und die Tauben auf ihn zukamen, als wüßten sie um das Unglück. Er fütterte sie und sprach zu ihnen. Bevor er fortging, drängten sie sich um ihn, das Kätzchen miaute, das Lamm blökte, die Tauben gurrten und das weiße Pony wieherte. Nachdenklich schritt er in das Schloss. Hastig aß er sein Frühstück und erklärte, er wolle sofort wieder aufbrechen, um mit den Soldaten jeden Fleck abzusuchen, bis er Ethne gefunden habe. Kaum hatte er sich auf sein Pferd geschwungen, da erhoben die Tiere ein Geschrei. Er beugte sich nieder, hob die Katze in den Sattel und rief: »Kommt mit und sucht eure Herrin!« Das weiße Pony flog voran, die Tauben folgten mit dem Lamm und erreichten rasch die Stelle, wo Ethne zuletzt gewesen war. Dort sprang die Katze herab, das Pony trabte in die kleine Vertiefung, und dort formten die Tiere einen Kreis.

Naturgeister erlebenWährend der Prinz in die Weite schaute und den Horizont absuchte, starrten Tauben, Lamm, Pony und Kätzchen auf einen Fleck in der Mitte. Plötzlich begriff Alaistair und gesellte sich zu den Tieren: Ein zauberhaftes weißes Heidekraut wuchs mitten in dem Kreis, voller Blüten, eine weiße Heidepflanze im Meer purpurroter Blüten. »Haha, die stumme Kreatur hat mehr Verstand als der Königssohn«, lachte eine Stimme. Alaistair sprang auf, sah die Hexe und rief: »Sag‘ mir, wie ich Ethne erlösen kann! All mein Gold gebe ich dir.« »Gold habe ich genug, deine Dienste will ich. Du bist jung und kräftig, es gibt genug Arbeit für dich in meinem Palast.« Wieder ertönte ihr hässliches Lachen.

Dann berührte sie eine verborgene Tür mit dem Stock. Steile Stufen wurden sichtbar, die ins Dunkle führten. Ein widerlicher Gestank kam von unten herauf. Der Prinz musste sich überwinden, näher zu treten. »Willst du deinem Liebchen nicht auf Wiedersehn sagen?« »Ehe ich deinen Dienst antrete, musst du Ethne erlösen«, rief er als Antwort. Sie höhnte: »Gib ihr einen Kuss, die Heide hat keine Stacheln.« Kaum hatte Alaistair sich herabgebeugt, da brach ein Ohren betäubender Lärm los. Wiehernd, blökend und miauend, laut gurrend warnten die Tiere. Blitzartig fuhr der Prinz herum und sah den erhobenen Stock in der Hand der Hexe. Er schlug ihn zu Boden und rief: »Werde zu Stein!« während er sie mit dem Zauberstab anrührte. Ein schwarzer Stein lag dort, wo eben noch die Alte gewesen war.

Zu gleicher Zeit sah er, wie der knorrige Wacholder sich reckte und schüttelte, bis die Gestalt eines freundlichen Schäfers heraustrat. »Hämish, oh, Hämish«, rief eine helle Stimme. Im Kreise ihrer geliebten Tiere saß Ethne und rieb sich die Augen. Ihr Kleid war schneeweiß wie zuvor. Sie lachte befreit und nahm das Kätzchen auf den Schoß. Ehe der Prinz sie begrüßen konnte, lief ein Hirtenbub heran und warf seine Arme um den alten Schäfer. »Finn, bist du auch wieder da? Was ist nur geschehen, habe ich geschlafen? Und hast du ein Nest gefunden, Alaistair?«

Der verborgene Stern. Natur-MärchenDa erklärte der Königssohn alles, was an diesem denkwürdigen Tag geschehen war. »Wir müssen eine Taube mit der Nachricht ins Schloss schicken und deinen Eltern die Sorge nehmen«, meinte er und schrieb ein Brieflein, das Ethne am Fuß einer Taube festband. Inzwischen hatte Hämish die Falltür gefunden und starrte in die Tiefe. »Dort unten sind unsere Schafe verschwunden, die wird kein Zauber mehr zum Leben wecken.« Alaistair trat schaudernd näher. »Dort hätte ich für die Hexe arbeiten sollen«, sagte er. »Den Palast muss ich doch untersuchen.« Kaum war er am Fuße der Treppe angekommen, da rief er laut: »Hämish, komm zu mir, ich habe etwas gefunden.« Es war eine Truhe, die sie mit Hilfe des geschickten Finn ans Licht hoben. »Das ist der verlorene Schatz unseres Reiches!« jubelte Ethne. »Unsere Armut hat ein Ende.«

Gemeinsam hoben die Männer die Truhe auf das Pferd, Ethne setzte sich mit der Katze auf ihr Pony, und der Abstieg begann. Von den Lippen des Schäfers klang der Hirtenruf. Die suchenden Soldaten erwiderten ihn auf den Bergen. Die Taube war inzwischen im Schloss angekommen, und der König ließ die Glocken läuten. Im Triumph erreichten die Erlösten das Tal. Von allen Seiten strömten die Bewohner des Reiches mit ihnen zum Schloss. Freude strahlte auf allen Gesichtern, als Finn seiner Mutter in die Arme lief. Hämish wurde freudig begrüßt; doch der Jubel über Ethnes Befreiung kannte keine Grenzen.

Die Natur und ihre Wesen erlebenTief bewegt nahm der König seine Tochter in Empfang und dankte Alaistair für die Entdeckung des lang vermissten Schatzes. »Unser Land wird wieder aufblühen, die Auswanderungen haben ein Ende. Niemand wird mehr im Winter hungern und frieren. Der Schatz soll allen Familien Glück bringen; denn in diesen schweren Jahren haben uns die Sippen treu unterstützt.« Dann rief er laut: »Ein dreifaches Hoch für den jungen Prinzen! Er lebe hoch!« Donnernd fielen die Stimmen der Bauern und Soldaten ein.

Als er still geworden war, schritt Alaistair vor: »Mir gilt die Ehre nicht. Es war eine Tat der treuen Tiere. Wo ich verzweifelt nach Ethne suchte und nichts fand, entdeckten sie das weiße Heidekraut: Das Pony und dieses Lamm, das Kätzchen und die beiden Tauben, sie verdienen die Ehre. Hätten sie mich nicht vor der Hexe gewarnt, so wäre ich auch verzaubert worden, und nie wäre der Schatz ans Tageslicht gelangt.«

Nun kannte der Jubel erst recht kein Ende. Musik spielte auf, die Kinder fassten sich an den Händen und tanzten um die Prinzessin. Ethne aber begann zu ahnen, in welcher Gefahr sie geschwebt hatte. Sie bat ihren Vater, ein Fest anzusetzen, an dem Mensch und Tier teilnehmen dürften. Drei Tage lang wurde gefeiert.

Drei Jahre später hielt Alaistair Hochzeit mit der schönen Ethne und als Brautkrone trug sie einen Kranz aus weißer Heide in ihrem Haar.                                                                                                                                                                                     
Der verschwundene Schatz
Märchen aus Irland

 

Märchen von Bäumen

Irische Märchen im Hörbuch, frei und lebendig erzählt, ein Hörgenuss:
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Märchen von Bäumen
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Märchen von Bäumen

 

 

 

 

 

 

Erleben Sie die Naturgeister und die 4 Elemente an einem Erlebnis-Wochenende.
Schauen Sie dazu bitte hier den Blogartikel an:
http://maerchenhaft.erfuelltes-leben.de/naturgeister

 

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Naturgeister und die 4 Elemente erleben

Naturgeister und die 4 Elemente erleben

Von der Natur lernen

Die Natur ist eine sehr gute Lehrmeisterin. Wenn wir uns Zeit nehmen um ihr zu begegnen, uns ihr aufmerksam und in Stille zuwenden, gibt sie Ihre Weisheit preis und was Sie von ihr lernen wird Sie zutiefst begeistern.

Die meisten Menschen spüren, dass es ihnen gut tut, in der Natur zu sein und bei Spaziergängen einmal wieder richtig durchzuatmen. Danach fühlt man sich fröhlicher, gelassener, entspannter und manchmal bringt man sogar die Lösung eines Problems mit nach Hause. Die Natur ist belebt, sie lebt und führt uns vor, wie das Leben einfach und natürlich ist.

So kann uns z.B. ein stiller Teich erlebbar machen, dass wir erst im stillen Wasser, dessen Oberfläche ganz glatt ist, Einblick haben können in die Welt unter der Wasseroberfläche.

Dies könnte uns ein Sinnbild sein für die innere Ruhe die es möglich macht, die Natur viel tiefgehender zu erleben und ihre Wesen zu entdecken.

Schmetterling auf BlütenbluetenDie Natur ist beseelt!
In den Mythen der alten Griechen ist die Natur sehr lebendig beschrieben. Da werden Menschen zu Bäumen, Menschen reiten auf Windpferden, das Meer hat einen guten Geist usw.
Bis heute hören wir in Sagen und Legenden vom verborgenen Volk, den Elfen und Gnomen und in Island beachtet man diese Wesen mehr als sonstwo auf der Welt.

Nehmen Sie sich Zeit, für sich,
im Seminar „Mit den Naturgeistern leben„, oder während des Baum-Erlebnistages, und erkunden Sie im Kreise Gleichgesinnter, oder individuell, die 5 Elemente der Natur und deren Naturwesen und wie sie wirken in der Natur und auch für den Menschen.

Auch Ihnen werden sich die Wesen der Natur zeigen!
Diese erlebnisreichen Tage werden Ihnen die 5 Elemente näher bringen durch Begegnungen mit der Natur und ihren Wesen, durch Märchen und Geschichten die von der Natur erzählen und Ihnen Einblick geben in ihr leben und ihre weisheitsvollen Geheimnisse. Da die Naturwesen mit den äußeren Augen eher nicht zu sehen sind begeben wir uns in ihre innere Welt mit Bilder-Reisen, dort sind sie anzutreffen und wir können dort mit ihnen kommunizieren. Sie werden sogar die positiven aufbauenden Kräfte der Natur für sich selbst nutzen und anwenden können für Ihr tägliches Leben.

Die Naturgeister sind Wesen,
die helfend zum Wohlergehen von Stein, Pflanze, Tier und Mensch beitragen. Wenn Sie sich ihnen zuwenden, zeigen sie sich und zeigen und erzählen Ihnen von ihren Freuden, ihrem Leben und wo sie sich Hilfe wünschen. Sie werden erleben, wie Sie mit ihnen zusammenwirken können und wie sie dienen zum Wohle von Natur und Mensch.

Entdecken Sie neu Ihre Liebe zur Natur.
Die Freude an der Natur stärkt Leib und Seele und gibt Ihnen womögüch den Anstoß, den Sie zur Zeit suchen, um Ihre Wünsche zu verwirklichen. Verschönern Sie Ihr Leben durch Natürlichkeit, Schönheit und Gelassenheit.

Im Naturgeister-Seminar
widmen Sie sich ausführlich jedem der 4 Elemente.
Sie erkunden das jeweilige Element und seine Wesen zunächst in sich selbst, denn auch der Mensch ist ein Stück der Natur. Er trägt alle Elemente in sich.
Sie begegnen jedem Element an einem passenden Ort:
•   auf fruchtbarer Erde einem Feld und Steinen.
•   an einer stillgelegenen Quelle.
•   an einem schönen Baum.
•   an einem gut gehüteten prasselnden Feuer.

An diesen Orten betrachten Sie das jeweilige Element äußerlich wachsam im Austausch miteinander und ergänzen diese Sicht von innen aus.
Sie nehmen das innere Gespräch mit den Naturgeistern auf
und lauschen ihren Sehnsüchten, Wünschen und Botschaften.

Im Einklang mit der Natur sein, beginnt bei jedem Einzelnen selbst und von dort aus kann sich die Liebe zur Erde, den Pflanzen, Tieren und Menschen ausbreiten.

Dieses Seminar ist für alle zu empfehlen,
•   die im Garten die Zusammenarbeit mit den Naturwesen pflegen wollen,
•   die gerne in der Natur sind,
•   die einen Sinn und ein Herz für die Natur und die Elementargeister haben.

Leitung des Naturgeister-Seminares und des Baum-Erlebnistages:
Monika Zehentmeier

Alle diese Erkundungen werden begleitet von der Lichttätigkeit,
passenden Märchen zu den Elementen und Liedern.
Naturgeister mögen Licht, Lieder und Märchen,
das werden Sie erleben.

Also! Fragen Sie gleich nach dem nächsten Termin!
mailto:monika-zehentmeier@maerchen-zentrum.de

Wir würden uns freuen, Sie bald bei uns zu diesem Seminar im schönen Weserbergland begrüßen zu dürfen.

Mit meinen besten Wünschen
für ein natürliches und erfülltes Leben

Monika Zehentmeier

baum

Sie lieben Märchen von der Natur?
Der verborgene Stern
http://maerchenhaft.erfuelltes-leben.de/naturmaerchen/

Bis in den Himmel hinein, Märchen von Bäumen
http://maerchenhaft.erfuelltes-leben.de/maerchen-von-baeumen/

Das folgende Gedicht lässt erahnen
wie sehr der Mensch mit der Natur verbunden ist:

Fußwaschung

Ich danke dir, du stummer Stein,
und neige mich zu dir hernieder:
Ich schulde dir mein Pflanzensein.


Ich danke euch, ihr Grund und Flor,
und bücke mich zu euch hernieder:
Ihr halft zum Tiere mir empor.


Ich danke euch, Stein, Kraut und Tier,
und beuge mich zu euch hernieder:
Ihr halft mir alle drei zu Mir.


Wir danken dir, du Menschenkind,
und lassen fromm uns vor dir nieder:
weil dadurch, daß du bist, wir sind.


Es dankt aus aller Gottheit Ein-
und aller Gottheit Vielfalt wieder.
In Dank verschlingt sich alles Sein.

Christian Morgenstern.

mailto:monika-zehentmeier@maerchen-zentrum.de
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Bäume sind Freunde

Bäume sind Freunde

Bäume sind Freunde

Gibt es für Sie auch einen Baum mit dem Sie befreundet sind und erwarten Sie in großer Vorfreude, nach der Ruhezeit des Winters, dass dieser Baum das begehrte zarte Grün wieder hervorbringt? Es ist dann so, als würde unser Leben mit seinem Sprießen lebendig werden, jung und voller Freude. Wir erquicken uns an der Vielfalt der Bäume und fühlen uns von ihnen oftmals gestärkt.

In Märchen die von der Natur erzählen, können wir ihre Wunderwelt kennenlernen und die ist wirklich märchenhaft. Es ist nicht nur wundersam, dass die Bäume sprechen können, sie sind auch von unsichtbaren, helfenden Wesen umgeben. Wer Herz hat für die Natur bekommt Hilfe für sein Leben, davon ist das folgende Märchen ein schönes Beispiel.

Vorzeiten ging ein Mann in den Wald, um Bäume zu fällen. Zuerst kam er zur Birke und wollte sie umhauen, als aber die Birke die Axt sah, da flehte sie kläglich: „Lass mich leben! Ich bin noch jung und habe eine ganze Schar Kinder hinter mir, die hilflos und alleine wären, wenn ich sterben müsste.“

Baum-MärchenDer Mann ließ sich erweichen, ging weiter und kam zur Eiche. Gerade wollte er die Eiche umhauen, aber als sie die Axt sah, da flehte auch sie kläglich: „Lass mich doch leben! Ich bin noch frisch und stark, meine Eicheln sind alle noch unreif und taugen noch nicht zur Saat. Wo sollen deine Kinder und Kindeskinder den Eichenwald hernehmen, wenn meine Eicheln jetzt zugrunde gehen müssen?“

Wieder hatte der Mann Mitleid, ließ sich erbitten und kam nun zur Esche. Als die Esche die Axt sah, flehte sie sogleich: „Lass mich doch am Leben! Ich bin selber noch jung und habe erst gestern eine Frau geheiratet. Was soll aus der Armen werden, wenn ich heute falle?“

Da ließ der Mann von der Esche ab und kam zum Ahorn, den er umhauen wollte. Der Ahorn aber bat sogleich: „Lass mich leben! Meine Kinder sind noch klein, alle noch unerzogen. Was soll aus ihnen werden, wenn ich umgehauen werde?“

Da ging der Mann weiter und kam zur Erle. Als die Erle die Axt sah, da flehte auch sie sogleich um ihr Leben: „Ich habe gerade meinen weißen Überzug und muss viele kleine Tiere mit meinem Saft ernähren. Was soll aus ihnen werden, wenn ich umgeschlagen werde?“

Der Mann ließ von der Erle ab und kam zur Espe, um sie umzuhauen. Aber auch die Espe flehte: „Lass mich leben! Der Schöpfer hat mich erschaffen, damit ich mit meinen Blättern im Wind raschle und nachts Diebe und Strolche erschrecke. Was sollte aus der Welt werden, wenn ich jetzt umgehauen würde?“

Wiederum ließ sich der Mann erweichen, kam zum Faulbaum und wollte ihn fällen. Doch der flehte auch sogleich um sein Leben: „Lass mich leben! Ich bin noch in Blüte und muss der Nachtigall Schatten geben, damit sie in meinen Zweigen singt. Wo hörten denn die Menschen schönen Vogelgesang, wenn die kleinen Sänger unser Land verließen, weil ich gefällt worden bin?“

Baum-MärchenDer Mann ließ vom Faulbaum ab und kam schließlich zur Eberesche. Er wollte sie gerade fällen, als auch sie um ihr Leben bat. „Aus meinen Blüten sollen die Beeren entstehen, die im Herbst und im Winter den Vögeln Nahrung geben müssen. Was sollte aus den armen Tierchen werden, wenn ich heute gefällt würde?“

Da dachte der Mann bei sich: „Wenn mit den Laubbäumen nichts anzufangen ist, so will ich mein Glück bei den Nadelbäumen versuchen.“ So kam er zur Fichte, doch als die die Axt sah, fing sie gleich an zu bitten: „Ich bin noch jung und kräftig und muss Zweige treiben, um im Sommer und im Winter zu grünen, damit die Menschen ihre Freude daran haben. Wo sollten sie im Sommer ein schattiges Plätzchen finden, wen an Weihnachten in ihre Stuben stellen, wenn ich heute gefällt würde?“

Der Mann ging weiter und kam zum Wacholder, der aber flehte: „Lass mich doch am Leben! Ich bin der allergrößte Schatz des Waldes, weil man mich gegen neunundneunzig Krankheiten gebrauchen kann. Was sollte aus Menschen und Tieren werden, wenn ich umgeschlagen würde?“ Da ließ sich der Mann auf einer Wiese nieder und sprach bei sich: „Die Sache kommt mir sonderbar vor. Jeder Baum sträubt sich dagegen, gefällt zu werden. Was soll ich machen, wenn ich nirgends mehr Bäume finde, die sich von mir umhauen lassen?“

Baum-MärchenDa trat aus der Tiefe des Waldes ein alter Mann mit grauem Bart hervor. Er trug ein Hemd aus Birkenrinde und eine Jacke aus Fichtenzweigen und fragte: „Warum sitzt du denn hier so missmutig und traurig?“ „Wie sollte ich nicht missmutig und traurig sein?“ antwortete der Holzfäller. „Heute Morgen nahm ich meine Axt, ging in den Wald und wollte Holz fällen. Aber plötzlich fand ich den Wald voller Leben. Jeder Baum hat seinen Verstand im Kopf und seine Zunge im Mund und bat mich, ihn am Leben zu lassen. Da hatte ich Mitleid mit den Bäumen und brachte es nicht mehr übers Herz, sie zu fällen.“

Der Alte sah den Holzfäller freundlich an und sprach: „Ich danke dir, Bauer, dass du deine Ohren vor den Bitten meiner Kinder nicht verschlossen hast. Dir soll aber aus deiner Gutherzigkeit kein Schaden erwachsen, sie soll dir vielmehr Glück bringen. Denn ich will dich belohnen und dafür sorgen, dass es dir in Zukunft an nichts mangelt.“

Mit diesen Worten reichte der Alte dem Holzfäller eine kleine Goldrute und fuhr fort: „Von nun an hast du nichts weiter zu tun, als zu sagen, was dein Herz begehrt. Wenn du ein Haus bauen willst, dann geh zu einem Ameisenhaufen und schwinge diese Goldrute dreimal über ihn. Schlag aber nicht hinein, um den kleinen Tierchen nicht zu schaden. Dann befiehl ihnen, was sie tun sollen, und du wirst am nächsten Morgen die Arbeit getan finden, die du gewünscht hast.

Möchtest du etwas zu essen, dann gebiete mit der Goldrute dem Kessel, dass er dir zubereiten soll, was du dir wünschst. Wenn du etwas Süßes zum Naschen willst, dann zeige die Goldrute den Bienen, und sie werden dir Honigwaben bringen. Möchtest du Saft, dann brauchst du es nur der Birke und dem Ahorn zu sagen. Sie werden dir deinen Wunsch sogleich erfüllen.

Natur-MärchenDie Erle wird dir Milch geben, der Wacholder Gesundheit bringen. Wenn du Leinen willst, oder wollene oder seidene Kleider, dann gebiete es den Spinnen, und sie werden dir die Stoffe, die du dir wünschst, bald weben. So wird es dir an nichts fehlen, und du wirst immer alles zur Genüge haben, als Lohn dafür, dass du auf die Bitten meiner Kinder gehört und sie am Leben gelassen hast. Ich bin nämlich der Waldvater, den der Schöpfer zum Herrscher über die Bäume bestimmt hat. Doch vergiss eines nie: Hüte dich, dass deine Wünsche das richtige Maß überschreiten. Und schärfe es auch deiner Frau und deinen Kindern ein, dass sie keine unmöglichen oder unsinnigen Wünsche mit der Goldrute tun dürfen, denn sonst würde sich das Glück in Unglück verkehren.“ Mit diesen Worten nahm der Waldvater Abschied von dem Holzfäller und war mit einem Mal verschwunden.

Der Holzfäller aber ging mit seiner Goldrute nach Hause. Er hatte auf seinem Hof eine alte, halbverfallene Hütte und wollte noch am gleichen Tag die Geschicklichkeit der Ameisen im Häuser bauen erproben. So ging er zum Ameisenhaufen, schwang dreimal die Goldrute darüber und rief: „Liebe Ameisen, baut mir eine neue Hütte!“

Und als er am anderen Morgen aufstand, da fand er tatsächlich die Hütte fertig gebaut. Auch die Zubereitung des Essens machte dem Holzfäller nun keine Sorge mehr. Was das Herz begehrte, das kochte der Kessel, sobald es ihm befohlen wurde. Er trug sogar die Speisen auch noch auf den Tisch, so dass die Hausleute nichts weiter zu tun hatten, als es sich schmecken zu lassen. Die Spinnen webten ihnen von nun an alle erdenklichen Stoffe, die Maulwürfe pflügten ihre Äcker, die Ameisen streuten den Samen aus und ernteten im Herbst das Korn vom Feld. Nirgends mehr brauchte man eine Menschenhand, die noch arbeiten musste. Das ging viele Jahre so, doch eines Tages musste der alte Holzfäller sterben.

Vor seinem Tode hatte er die Goldrute mit der Zauberkraft seinen Kindern vererbt, und er gab ihnen dieselben Ratschläge, die er einst vom Waldvater erhalten hatte und warnte sie vor übertriebenen und maßlosen Wünschen. Die Kinder richteten sich auch danach, dachten stets an die Worte ihres Vaters und verbrachten deshalb ihr Leben genauso glücklich wie er.

In der Generation der Enkelkinder geschah es aber, dass die Glücksrute in die Hände eines Mannes kam, der sich nicht um die Warnung seiner Eltern kümmerte und ihre Ratschläge, die sie ihm gegeben hatten, in den Wind schlug. Er wünschte sich von der Rute viele unnütze Dinge und benutzte sie ohne Sinn und Verstand.

Baum-MärchenZunächst entstand aus diesen Wünschen noch kein Schaden, weil sie immerhin noch möglich waren. Der Mann wurde mit der Zeit aber immer übermütiger und unvernünftiger, und schließlich wünschte er sich ganz und gar Unmögliches. So hatte er ihr eines Tages befohlen, die Sonne vom Himmel herunterzuholen, damit er seinen Rücken daran schön wärmen könne.

Die Rute wollte zwar den Befehl ihres Herrn ausführen, aber es ist eben unmöglich, dass die Sonne vom Himmel herabkommt. Und so schickte die Sonne so flammende Strahlen zur Erde herab, dass der Mann, der es sich selber gewünscht hatte, daran verbrennen musste. Nicht die kleinste Spur ist von ihm zurückgeblieben.

Ob nun die Glücksrute in den sengend heißen Sonnenstrahlen damals auch verbrannt ist oder nicht, das konnte hinterher niemand mehr sagen.

Sie ist nie mehr gefunden worden, und niemand weiß, wo sie hingekommen ist. Die Bäume im Wald aber sind durch die große Hitze der Sonnenstrahlen in jenen Tagen so sehr erschrocken, dass sie verstummten. In späteren Zeiten hat niemand mehr ein Wort von ihnen vernommen.

Die Glücksrute des Waldvaters,Märchen aus dem Baltikum
Aus: Zauberpferd und Nebelriese – Fischer Taschenbuch – Märchen der Welt

Und was spricht Sie an diesem Märchen besonders an?

Märchen von Bäumen

Mehr wundervolle Märchen von Bäumen
finden Sie im folgenden Büchlein:

“Bis in den Himmel hinein.
Märchen von himmelhohen Bäumen.” 

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Märchen erzählen lernenMärchen-ErzählerIn, ein Neuer Beruf für Neue Zeiten:
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