König der Vögel. Weisheits-Geschichte

König der Vögel

Der König der Vögel

Wird sich der Adler daran erinnern, dass er der König der Lüfte ist?
Die folgende Geschichte erzählt von dem Ereignis:

Ein Mann ging in den Wald und fand ein Adlerjunges, das aus dem Nest herausgefallen war. Er nahm den jungen Adler mit nachhause und steckte ihn in den Hühnerstall zu den Hennen, Enten und Truthühnern. Und er gab ihm Hühnerfutter zu fressen, obwohl er ein Adler war, der König der Vögel.

Nach fünf Jahren erhielt er den Besuch eines naturkundigen Mannes. Und als sie miteinander durch den Garten gingen, sagte der: „Dieser Vogel dort ist kein Huhn, er ist ein Adler!“

„Ja“, sagte der Mann, „das stimmt. Aber ich habe ihn zu einem Huhn erzogen. Er ist jetzt kein Adler mehr, sondern ein Huhn, auch wenn seine Flügel 3 Meter breit sind.“ „Nein“, sagte der andere. „Er ist
immer noch ein Adler, denn er hat das Herz eines Adlers. Und das wird ihn hoch hinauffliegen lassen in die Lüfte.“ „Nein, nein“, sagte der Mann, „er ist jetzt ein richtiges Huhn und wird niemals fliegen.“

Darauf beschlossen sie, eine Probe zu machen. Der naturkundige Mann nahm den Adler, hob ihn in die Höhe und sagte beschwörend:“Der du ein Adler bist, der du dem Himmel gehörst und nicht dieser Erde: Breite deine Schwingen aus und fliege!“

Erfülltes LebenDer Adler saß auf der hochgereckten Faust und blickte um sich. Hinter sich sah er die Hühner nach ihren Körnern picken, und er sprang zu ihnen hinunter. Der Mann sagte: „Ich habe dir gesagt, er ist ein Huhn!“ „Nein“, sagte der andere, „er ist ein Adler. Versuche es morgen noch einmal!“

Am anderen Tag stieg er mit dem Adler auf das Dach des Hauses, hob ihn empor und sagte: „Adler, der du ein Adler bist, breite deine Schwingen aus und fliege!“ Aber als der Adler wieder die scharrenden Hühner im Hofe erblickte, sprang er abermals zu ihnen hinunter und scharrte mit ihnen.

Das sagte der Mann wieder: „Ich habe dir gesagt, er ist ein Huhn!“ „Nein“, sagte der andere, „er ist ein Adler, und er hat immer noch das Herz eines Adlers. Lass es uns noch ein einziges Mal versuchen; morgen werde ich ihn fliegen lassen!“

Am nächsten Morgen erhob er sich früh, nahm den Adler und brachte ihn hinaus aus der Stadt, weit weg von den Häusern an den Fuß eines hohen Berges. Die Sonne stieg gerade auf, sie vergoldete den Gipfel des Berges, jede Zinne erstrahlte in der Freude eines wundervollen Morgens.

Er hob den Adler hoch und sagte zu ihm: „Adler, du bist ein Adler. Du gehörst dem Himmel und nicht der Erde. Breite deine Schwingen aus und fliege“:

Der Adler blickte umher, zittert, als erfülle ihn neues Leben – aber er flog nicht.

Da ließ ihn der naturkundige Mann direkt in die Sonne schauen. Und plötzlich breitete er seine gewaltigen Flügel aus, erhob sich mit dem Schrei eines Adlers, flog höher und höher auf die Sonne zu und kehrte nie wieder in den Hühnerstall zurück.

Der Adler, der nicht fliegen wollte, von James Aggrey

Erfülltes Leben

 

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Der Adler hat sich dem Licht zugewandt und es hat ihn an seine wahre Natur erinnert.
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Die Reise zur Sonne. Märchen.

Die Reise zur Sonne.

Erfülltes Leben in Glück und Liebe

Wie es einem einfachen Küchenjungen gelingt zur Sonne zu reisen
und wie er dort die Antworten auf die Fragen der Räte bekommt,
das erleben Sie in diesem sehr schönen Sonnen-Märchen:

An einem Königshofe war einmal ein Küchenjunge. Aber wenn auch nur ein Küchenjunge, er wäre, hätte man ihm stattliche Kleider angelegt, unstreitig der schönste, beste Junge im ganzen Lande gewesen. Er wurde mit der Tochter des Königs bekannt, die um ein Jahr jünger war als er, und sie befreundeten sich so, dass von dieser Zeit an kein Tag verfloss, wo sich nicht die Prinzessin mit ihm in dem großen königlichen Garten unterhalten hätte.

Den Räten des Königs war dies nicht recht. Eine Prinzessin und ein Küchenjunge! Sie legten dem alten König nahe, er solle ihn fortjagen lassen. Er folgte seinen Räten, und befahl, ihn fortzujagen. Allein die Prinzessin brach in Tränen aus, sobald sie ihn nur anrührten; denn sie hatte ihn sehr lieb, und wusste nicht, wie sie sich ohne ihn unterhalten könnte. »Ei was!« dachte der alte König »sie sind ja noch Kinder, mit der Zeit werden sie schon zu Verstand kommen!« und ließ Alles beim Alten.

Es blieb also Alles, wie es war; die Kinder spielten mit einander, und Niemand durfte sie hindern. Allmählich hörten sie auf, Kinder zu sein; ihre Freundschaft aber dauerte fort, und wurde von Tag zu Tag inniger und fester. Die Prinzessin wuchs heran, sie war bereits heiratsfähig. Von allen Enden der Welt kamen Königssöhne herbei, um sie zu werben. Der königliche Palast erscholl von Musik und Becherklang des Weins und der köstlichen Speisen gab’s in Hülle und Fülle. Die Prinzessin konnte zehn Königssöhne für einen haben; allein sie zog sich von ihnen zurück, sobald sie nur konnte, und eilte, sich mit ihrem Küchenjungen zu unterhalten. Und wenn sie der Vater fragte, wer ihr gefalle, wen sie zum Gemahl haben wolle, so antwortete sie immer, dass ihr der Küchenjunge am besten gefalle, dass sie keinen andern zum Gemahl nehmen wolle.

Die Heilkraft der 7 UrbilderDer alte König ärgerte sich gewaltig. So viele Königssöhne und ein Küchenjunge! Er berief seine Räte, damit sie ihm sagten, was er tun solle. Sie rieten ihm sogleich, er solle den Küchenjungen umbringen lassen. Allein dem guten König schien es unrecht, den unschuldigen Jungen gewaltsam umbringen zu lassen. »Erlauchter König,« sprach der weiseste der Räte, »scheint Dir das unrecht, so schicken wir ihn auf gute Art irgendwohin dass er, wenn er auch hundert Jahre reist, nicht wiederkehren kann. Schicken wir ihn zur Sonne, dass er sie frage, warum sie Vormittags immer höher steigt, und Alles mehr und mehr erwärmt, und warum sie Nachmittags immer niedriger sinkt, und Alles minder und minder erwärmt!«

Dieser weise Rat gefiel dem König. »Wenigstens,« sprach er, »wird ihn meine Tochter vergessen, wenn sie ihn so lange nicht sieht.« Sie riefen sogleich den Küchenjungen, gaben ihm Geld auf den Weg, und schickten ihn zur Sonne, damit er Antwort auf die Frage brächte.

Mit Tränen schied die Königstochter von ihrem Freunde, mit schwerem Herzen begab er sich auf den Weg. Niemand wusste ihm Rat zu erteilen, Niemand wusste ihm zu sagen, welchen Weg er nehmen solle. Allein ihm riet sein eigener Verstand; er ging nicht der Sonne entgegen, sondern der Sonne nach, gerade dorthin, wo sie niedersinkt.

Er ging und ging durch öde Wälder, auf unwegsamen Pfaden, bis er nach langem Gehen in ein fremdes Land kam, wo ein mächtiger, aber blinder König herrschte. Als der König erfuhr, woher er komme, wohin er gehe, was er beabsichtigte, ließ er ihn sogleich vor seinen goldenen Tron rufen; denn er bedurfte guten Rates, welchen ihm Niemand als die Sonne erteilen konnte. Der Gerufene kam. »Du gehst zur Sonne, mein Sohn?« – »So ist es in der Tat.« – »Nun, wenn Du hingehst, so frag‘ die Sonne doch, warum ich, ein so mächtiger König, auf meine alten Tage erblindet bin. Vollführst Du’s, so geb‘ ich Dir alsogleich die Hälfte meines Königreichs.« Der Küchenjunge versprach’s, erhielt Geld, und zog der Sonne weiter nach über Berg und Tal, wo nichts zu hören und nichts zu sehen war, bis er zu einem Meer kam.

Die Goldene Kugel MärchenDas Meer war breit und tief. Er durfte weder rechts noch links, denn die Sonne sank gerade hinter dem Meere unter. Was sollte er tun? Er ging am Ufer sinnend hin und her. Als er so nachsann, kam ein großer Fisch zu ihm. Halb war er über dem Wasser, halb unter dem Wasser; sein Bauch war wie bei andern Fischen, sein Rücken aber funkelte wie eine glühende Kohle, und das rührte von dem Glanz der Sonne. »Woher bist Du?« fragte ihn der Fisch, »was machst Du da? wohin gehst Du?« – »Was ich mache? wohin ich gehe? Ich möchte gern auf die andere Seite, denn ich muss zur Sonne, sie zu befragen, und ich kann nicht hinüber.« – »Zur Sonne? Nun, Du sollst hingelangen, ich will Dich hinübertragen, wenn Du sie fragst, woher es kommt, dass ich ein so großer Fisch, mich nicht auf den Grund des Wassers niederlassen kann, wie die anderen Fische. Willst Du sie fragen?« – »Ich will« entgegnete der Küchenjunge, und schon saß er auf dem Rücken des Fisches, der ihn glücklich auf das andere Ufer hinüber trug. »Komm wieder hierher, ich will auf Dich warten,« sagte der Fisch zu ihm, und er bejahte mit dem Haupte und verfolgte seinen Weg weiter durch fremde und wüste Gegenden, wo es keinen Vogel, noch weniger einen Menschen gab.

Schon war er nicht weit mehr vom Ende der Welt: da sah er die Sonne nah vor sich zur Erde sinken. Er eilte aus Leibeskräften, soviel er konnte. Als er hinkam, ruhte die Sonne eben im Schoße ihrer Mutter aus. Er verneigte sich und sie dankten ihm. Er begann zu reden und sie horchten auf. Er sagte: »Wie so kommt es, dass die Sonne Vormittags immer höher und höher steigt, und immer mehr wärmt, Nachmittags aber wieder niedersinkend immer schwächer und schwächer wird?« Die Sonne sprach zu ihm: »Ei mein Lieber, sag‘ doch Deinen Herrn, warum er nach der Geburt immer mehr wächst an Leib und Kraft, und warum er sich im Alter zur Erde neigt und schwächer wird. Auch mit mir ist’s so. Meine Mutter gebiert mich jedes Morgens neu als einen schönen Knaben, und jedes Abends begräbt sie mich als einen schwachen Greis.« Dann fragte der Küchenjunge weiter: »Warum ist jener mächtige König in seinem Alter erblindet, da er doch früher so gut sah?« – »Ha, warum er erblindet ist? Darum, weil er stolz wurde, darum, weil er sich Gott gleichstellen wollte und sich einen mit Sternen besä’ten Himmel aus Glas bauen ließ, damit er, so thronend, dem ganzen Lande Befehle gebe. Wenn er sich vor Gott demütigt und den gläsernen Himmel zertrümmern lässt, wird ihm das verlorene Augenlicht zurückkehren.« – »Und warum kann sich jener Fisch nicht, gleich den andern Fischen, auf den Grund des Wassers niederlassen?« – »Weil er noch kein Menschenfleisch gegessen. Doch sag‘ ihm dies nicht früher, als bis Du über dem Meere, ein gutes Stück vom Ufer bist!« – Hierauf nahm der Küchenjunge dankend Abschied. Aber die Sonne gab ihm außer gutem Rath noch ein Gewand, das bequem in eine Nuss-Schale hineinging; das war ein Sonnenkleid.

Erfülltes Leben KursEr begab sich zurück und kam zum Meere. Sogleich begann der Fisch ihn nach der Antwort zu fragen; allein er wollte sie ihm nicht mitteilen, bevor ihn der Fisch nicht über das Meer geschafft hätte. Der Fisch nahm ihn also auf den Rücken und schwamm mit ihm, die Wellen durchschneidend. In der Mitte des Meeres fragte er ihn abermals, und drohte ihn ins Wasser zu werfen, wenn er ihm nicht die Antwort sage. »Droh‘, wie Du willst, ich sage Dir die Antwort nicht früher, als bis wir drüben sind!« Und so sagte er dem Fisch nichts, als bis er am andern Ufer war. Hier begann er zu laufen, und rief ihm während des Laufens das Geheimnis zu. Der Fisch geriet in Wut, als wäre der Satan in ihn gefahren. Er schlug das Meer mit seinem Schweife, dass das Wasser austrat, und dem Küchenjungen bis an den Gürtel reichte; doch war es schon zu spät, er war schon zu weit, der Fisch konnte in so seichtem Wasser nicht schwimmen, denn er war zu groß.

»Hat mich der Teufel jetzt nicht bekommen, bekommt er mich nimmer!« dachte der Küchenjunge, und zog fröhlich weiter, immer der Sonne entgegen, um den Weg nicht zu verfehlen. Nach langem Wandern gelangte er zu dem blinden König. – »Nun, hast Du’s vollführt? Weißt Du, warum ich erblindet bin?« – »Darum bist Du erblindet, weil Du stolz wurdest, und Dich Gott gleichstellen wolltest. Nur erst wenn Du Deinen gläsernen Himmel zertrümmerst, und Dich vor Gott demütigst im Staube, wird Dir Dein Augenlicht alsbald wiederkehren.!« Der König gehorchte, zertrümmerte seinen Himmel, demütigte sich im Staube, und sogleich sah er hell, als ob er aus dem Grabe an Gottes Sonnenlicht getreten wäre. Er schenkte dem Küchenjungen die Hälfte seines Königreichs.

Märchen erzählen lernenDer Küchenjunge war nun König, wie ein anderer, doch säumte er keinen Augenblick, sondern eilte nach Hause. Und er tat wohl daran, denn kaum war er dort, so wurden die Glocken geläutet und die Kirchentüren angelweit geöffnet: »Was hat sich da zugetragen, was gibt es Neues?« fragte er die Leute. – »Die Königstochter heiratet, eben werden die Glocken zur Trauung geläutet!« Da überlegte er, was er tun solle. Er zog aus seinem Bündel die Nuss-Schale, aus der Nuss-Schale das Sonnenkleid, legte es an und setzte sich in die erste Bank am Altare. Nach einer Weile kamen im langen Zug die Hochzeitsgäste. Jeder blickt verwundert den reichen Gast in der ersten Bank an. Einer fragt flüsternd den Andern, wer das sei; aber Niemand erkennt ihn, Keiner weiß es. Es kommt auch die junge Braut. Sie fragt nicht, wer das in der ersten Bank sei, sie fliegt auf ihn zu, und ist nicht mehr von ihm zu trennen, will nichts von Trauung mit einem Andern wissen.

Als der alte König vernommen, was in der Kirche geschehen war, ließ er den Küchenjungen in seinem Sonnenkleid vor den Thron führen. Da erzählte der Küchenjunge vom Anfang bis zum Ende, wie es ihm ergangen. Als er zu Ende war, nahm er die junge Prinzessin, die ihn nun noch lieber hatte, als zuvor, bei der Hand, und gesegnet vom alten König, schritten sie zum Altar. Dann lebten sie als Ehepaar, und herrschten nach dem Tode des alten Königs glücklich bis ans Grab.

Märchen aus der Slowakei


„Ohne Poesie lässt sich nichts in der Welt wirken:
Poesie aber ist Märchen.

Johann Wolfgang von Goethe

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LICHT in Dir. Fühle das Licht in Dir.

Licht in Dir

Fühle oft das anwesende LICHT in Dir.

Licht in Dir

Fühle oft das anwesende LICHT in Dir.

Fühle oft das anwesende LICHT in Dir,
nimm es wahr als strahlende Sonne
die Leib und  Seele durchstrahlt.

Lasse die innere Sonne
Dich als glücklichen Mensch erleben,
betrachte das Bild und fühle das Gefühl des GLÜCKS,
das alles durchdringt.

Platziere jetzt das Bild
des glücklichen Menschen, der Du bist
in die innere Sonne, und dieser glückliche Mensch in der Sonne
strahlt immer mehr und sprüht große, flammende Strahlen aus,
wie die Sonne unseres Planeten
und wie ein Feuer-Werk.

Diese flammenden Strahlen
des glücklichen Menschen in Deiner Inneren Sonne,
durchflammen Deinen ganzen Leib,
Deine ganze Seele,  Deinen ganzen Lebens-Weg
und alle Lebens-Situationen und Ereignisse
und um Dich herum in alle Richtungen,
wie eine große Licht-Kugel  die Dich umgibt,
und in Dir, Dein ganzes Leben lang.

Vollziehe dies immer wieder einmal,
lasse es dann nachklingen
und kehre zu Deinen alltäglichen Tätigkeiten zurück.

Jean Ringenwald

© Märchenhaft leben D-32602 Vlotho

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Nützlicher als die Sonne. Weisheitsgeschichte.

Nützlicher als die Sonne

Wandre aus dem Dunkel in DAS LICHTWer ist Mullah Nasrudin?
Mullah Nasrudin ist ein Schelm. Er ist ein einfacher Mann, gewitzt, voller Weisheit, und weiß sich auf ungewöhnliche Weise in jeder Lebenslage zu helfen. Er bringt uns zum Lachen und hilft uns manches im Leben von einer anderen Seite zu betrachten.
Hier also eine der verschmitzten Geschichten.

Nützlicher als die Sonne. 

Weshalb der Mond nützlicher ist?
Das weiß Mullah Nasrudin, der orientalische Till Eulenspiegel, ganz einfach zu beantworten!

Eines Tages betrat Nasrudin ein Teehaus
und verkündete:  “Der Mond ist nützlicher als die Sonne.”

Alle schauten ihn verständnislos an und fragten ihn, warum.

Nasrudin schaute um sich, überrascht dass niemand die Antwort kannte.

Dann sprach er:
“Der Mond ist nützlicher als die Sonne,
weil wir in der Nacht das Licht nötiger brauchen.”

Alte Lehrgeschichte

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Liebe und Treue in einem wunderschönen Grimms Märchen

Die wahre Braut

Liebe und Treue in diesem wunderschönen Grimms Märchen

Wer sich mehr mit Märchen befasst, erlebt immer wieder, dass sich die Prozesse die in Märchen geschildert werden, in der eigenen Seele abspielen, mit glücklichem und großartigem Ende. Doch zuerst genieße dieses schöne Märchen:

Es war einmal ein Mädchen, das war jung und schön, aber seine Mutter war ihm früh gestorben, und die Stiefmutter tat ihm alles gebrannte Herzeleid an. Wenn sie ihm eine Arbeit auftrug, sie mochte noch so schwer sein, so ging es unverdrossen daran und tat, was in seinen Kräften stand. Aber es konnte damit das Herz der bösen Frau nicht rühren, immer war sie unzufrieden, immer war es nicht genug. Je fleißiger es arbeitete, je mehr ward ihm aufgelegt, und sie hatte keinen andern Gedanken, als wie sie ihm eine immer größere Last aufbürden und das Leben recht sauer machen wollte.

Eines Tages sagte sie zu ihm ‚da hast du zwölf Pfund Federn, die sollst du abschleißen, und wenn du nicht heute abend damit fertig bist, so wartet eine Tracht Schläge auf dich. Meinst du, du könntest den ganzen Tag faulenzen?‘ Das arme Mädchen setzte sich zu der Arbeit nieder, aber die Tränen flossen ihm dabei über die Wangen herab, denn es sah wohl, daß es unmöglich war, mit der Arbeit in einem Tage zu Ende zu kommen. Wenn es ein Häufchen Federn vor sich liegen hatte und es seufzte oder schlug in seiner Angst die Hände zusammen, so stoben sie auseinander, und es mußte sie wieder auflesen und von neuem anfangen. Da stützte es einmal die Ellbogen auf den Tisch, legte sein Gesicht in beide Hände und rief ‚ist denn niemand auf Gottes Erdboden, der sich meiner erbarmt?‘

Indem hörte es eine sanfte Stimme, die sprach ‚tröste dich, mein Kind, ich bin gekommen, dir zu helfen.‘ Das Mädchen blickte auf und eine alte Frau stand neben ihm. Sie faßte das Mädchen freundlich an der Hand und sprach ‚vertraue mir nur an, was dich drückt.‘ Da sie so herzlich sprach, so erzählte ihr das Mädchen von seinem traurigen Leben, daß ihm eine Last auf die andere gelegt würde und es mit den aufgegebenen Arbeiten nicht mehr zu Ende kommen könnte. ‚Wenn ich mit diesen Federn heute abend nicht fertig bin, so schlägt mich die Stiefmutter; sie hat mirs angedroht, und ich weiß, sie hält Wort.‘ Ihre Tränen fingen wieder an zu fließen, aber die gute Alte sprach ’sei unbesorge, mein Kind, ruhe dich aus, ich will derweil deine Arbeit verrichten.‘ Das Mädchen legte sich auf sein Bett und schlief bald ein.

Die Alte setzte sich an den Tisch bei die Federn, hu! wie flogen sie von den Kielen ab, die sie mit ihren dürren Händen kaum berührte. Bald war sie mit den zwölf Pfund fertig. Als das Mädchen erwachte, lagen große schneeweiße Haufen aufgetürmt, und alles war im Zimmer reinlich aufgeräumt, aber die Alte war verschwunden. Das Mädchen dankte Gott und saß still, bis der Abend kam. Da trat die Stiefmutter herein und staunte über die vollbrachte Arbeit. ‚Siehst du, Trulle,‘ sprach sie, ‚was man ausrichtet, wenn man fleißig ist? hättest du nicht noch etwas anderes vornehmen können? aber da sitzest du und legst die Hände in den Schoß.‘ Als sie hinausging, sprach sie, ‚die Kreatur kann mehr als Brot essen, ich muß ihr schwerere Arbeit auflegen.‘

Am andern Morgen rief sie das Mädchen und sprach ‚da hast du einen Löffel, damit schöpfe mir den großen Teich aus, der bei dem Garten liegt. Und wenn du damit abends nicht zu Rand gekommen bist, so weißt du, was erfolgt.‘ Das Mädchen nahm den Löffel und sah‘ daß er durchlöchert war, und wenn er es auch nicht gewesen wäre, es hätte nimmermehr damit den Teich ausgeschöpft. Es machte sich gleich an die Arbeit, kniete am Wasser, in das seine Tränen fielen, und schöpfte. Aber die gute Alte erschien wieder, und als sie die Ursache von seinem Kummer erfuhr, sprach sie ’sei getrost, mein Kind, geh in das Gebüsch und lege dich schlafen, ich will deine Arbeit schon tun.‘

Als die Alte allein war, berührte sie nur den Teich: wie ein Dunst stieg das Wasser in die Höhe und vermischte sich mit den Wolken. Allmählich ward der Teich leer, und als das Mädchen vor Sonnenuntergang erwachte und herbeikam, so sah es nur noch die Fische, die in dem Schlamm zappelten. Es ging zu der Stiefmutter und zeigte ihr an, daß die Arbeit vollbracht wäre. ‚Du hättest längst fertig sein sollen,‘ sagte sie und ward blaß vor Ärger, aber sie sann etwas Neues aus.

Am dritten Morgen sprach sie zu dem Mädchen ‚dort in der Ebene mußt du mir ein schönes Schloß bauen, und zum Abend muß es fertig sein.‘ Das Mädchen erschrak und sagte ‚wie kann ich ein so großes Werk vollbringen?‘ ‚Ich dulde keinen Widerspruch,‘ schrie die Stiefmutter, ‚kannst du mit einem durchlöcherten Löffel einen Teich ausschöpfen, so kannst du auch ein Schloß bauen. Noch heute will ich es beziehen, und wenn etwas fehlt, sei es das Geringste in Küche oder Keller, so weißt du, was dir bevorsteht.‘ Sie trieb das Mädchen fort, und als es in das Tal kam, so lagen da die Felsen übereinander aufgetürmt; mit aller seiner Kraft konnte es den kleinsten nicht einmal bewegen. Es setzte sich nieder und weinte, doch hoffte es auf den Beistand der guten Alten.

Sie ließ auch nicht lange auf sich warten, kam und sprach ihm Trost ein ‚lege dich nur dort in den Schatten und schlaf, ich will dir das Schloß schon bauen. Wenn es dir Freude macht, so kannst du selbst darin wohnen.‘ Als das Mädchen weggegangen war, rührte die Alte die grauen Felsen an. Alsbald regten sie sich, rückten zusammen und standen da, als hätten Riesen die Mauer gebaut: darauf erhob sich das Gebäude, und es war, als ob unzählige Hände unsichtbar arbeiteten und Stein auf Stein legten. Der Boden dröhnte, große Säulen stiegen von selbst in die Höhe und stellten sich nebeneinander in Ordnung. Auf dem Dach legten sich die Ziegeln zurecht, und als es Mittag war, drehte sich schon die große Wetterfahne wie eine goldene Jungfrau mit fliegendem Gewand auf der Spitze des Turms. Das Innere des Schlosses war bis zum Abend vollendet. Wie es die Alte anfing, weiß ich nicht, aber die Wände der Zimmer waren mit Seide und Sammet bezogen, buntgestickte Stühle standen da und reichverzierte Armsessel an Tischen von Marmor, kristallne Kronleuchter hingen von der Bühne herab und spiegelten sich in de m glatten Boden: grüne Papageien saßen in goldenen Käfigen und fremde Vögel, die lieblich sangen: überall war eine Pracht, als wenn ein König da einziehen sollte.

Die Sonne wollte eben untergehen, als das Mädchen erwachte und ihm der Glanz von tausend Lichtern entgegenleuchtete. Mit schnellen Schritten kam es heran und trat durch das geöffnete Tor in das Schloß. Die Treppe war mit rotem Tuch belegt und das goldene Geländer mit blühenden Bäumen besetzt. Als es die Pracht der Zimmer erblickte, blieb es wie erstarrt stehen. Wer weiß, wie lang es so gestanden hätte, wenn ihm nicht der Gedanke an die Stiefmutter gekommen wäre. ‚Ach,‘ sprach es zu sich selbst, ‚wenn sie doch endlich zufriedengestellt wäre und mir das Leben nicht länger zur Qual machen wollte.‘ Das Mädchen ging und zeigte ihr an, daß das Schloß fertig wäre. ‚Gleich will ich einziehen,‘ sagte sie und erhob sich von ihrem Sitz. Als sie in das Schloß eintrat, mußte sie die Hand vor die Augen halten‘ so blendete sie der Glanz.

‚Siehst du,‘ sagte sie zu dem Mädchen, ‚wie leicht dirs geworden ist, ich hätte dir etwas Schwereres aufgeben sollen.‘ Sie ging durch alle Zimmer und spürte in allen Ecken, ob etwas fehlte oder mangelhaft wäre, aber sie konnte nichts auffinden. ‚Jetzt wollen wir hinabsteigen,‘ sprach sie und sah das Mädchen mit boshaften Blicken an, ‚Küche und Keller muß noch untersucht werden, und hast du etwas vergessen, so sollst du deiner Strafe nicht entgehen.‘ Aber das Feuer brannte auf dem Herd, in den Töpfen kochten die Speisen, Kluft und Schippe waren angelehnt, und an den Wänden das blanke Geschirr von Messing aufgestellt. Nichts fehlte, selbst nicht der Kohlenkasten und die Wassereimer. ‚Wo ist der Eingang zum Keller?‘ rief sie, ‚wo der nicht mit Weinfässern reichlich angefüllt ist, so wird dirs schlimm ergehen.‘ Sie hob selbst die Falltüre auf und stieg die T reppe hinab, aber kaum hatte sie zwei Schritte getan, so stürzte die schwere Falltüre, die nur angelehnt war, nieder. Das Mädchen hörte einen Schrei, hob die Türe schnell auf, um ihr zu Hilfe zu kommen, aber sie war hinabgestürzt, und es fand sie entseelt auf dem Boden liegen.

Nun gehörte das prächtige Schloß dem Mädchen ganz allein. Es wußte sich in der ersten Zeit gar nicht in seinem Glück zu finden, schöne Kleider hingen in den Schränken, die Truhen waren mit Gold und Silber oder mit Perlen und Edelsteinen angefüllt, und es hatte keinen Wunsch, den es nicht erfüllen konnte. Bald ging der Ruf von der Schönheit und dem Reichtum des Mädchens durch die ganze Welt. Alle Tage meldeten sich Freier, aber keiner gefiel ihr.

Endlich kam auch der Sohn eines Königs, der ihr Herz zu rühren wußte, und sie verlobte sich mit ihm. In dem Schloßgarten stand eine grüne Linde, darunter saßen sie eines Tages vertraulich zusammen, da sagte er zu ihr ‚ich will heimziehen und die Einwilligung meines Vaters zu unserer Vermählung holen; ich bitte dich, harre mein hier unter dieser Linde, in wenigen Stunden bin ich wieder zurück.‘ Das Mädchen küßte ihn auf den linken Backen und sprach ‚bleib mir treu, und laß dich von keiner andern auf diesen Backen küssen. Ich will hier unter der Linde warten, bis du wieder zurückkommst.‘

Das Mädchen blieb unter der Linde sitzen, bis die Sonne unterging, aber er kam nicht wieder zurück. Sie saß drei Tage von Morgen bis Abend und erwartete ihn, aber vergeblich. Als er am vierten Tag noch nicht da war, so sagte sie ‚gewiß ist ihm ein Unglück begegnet, ich will ausgehen und ihn suchen und nicht eher wiederkommen, als bis ich ihn gefunden habe.‘ Sie packte drei von ihren schönsten Kleidern zusammen, eins mit glänzenden Sternen gestickt, das zweite mit silbernen Monden, das dritte mit goldenen Sonnen, band eine Handvoll Edelsteine in ihr Tuch und machte sich auf. Sie fragte allerorten nach ihrem Bräutigam, aber niemand hatte ihn gesehen, niemand wußte von ihm. Weit und breit wanderte sie durch die Welt, aber sie fand ihn nicht. Endlich vermietete sie sich bei einem Bauer als Hirtin, und vergrub ihre Kleider und Edelsteine unter einem Stein.

Nun lebte sie als eine Hirtin, hütete ihre Herde, war traurig und voll Sehnsucht nach ihrem Geliebten. Sie hatte ein Kälbchen, das gewöhnte sie an sich, fütterte es aus der Hand, und wenn sie sprach:
‚Kälbchen, Kälbchen, knie nieder,
vergiß nicht deine Hirtin wieder,
wie der Königssohn die Braut vergaß,
die unter der grünen Linde saß,‘

so kniete das Kälbchen nieder und ward von ihr gestreichelt.

Als sie ein paar Jahre einsam und kummervoll gelebt hatte, so verbreitete sich im Lande das Gerücht, daß die Tochter des Königs ihre Hochzeit feiern wollte. Der Weg nach der Stadt ging an dem Dorf vorbei, wo das Mädchen wohnte, und es trug sich zu, als sie einmal ihre Herde austrieb, daß der Bräutigam vorüberzog. Er saß stolz auf seinem Pferd und sah sie nicht an, aber als sie ihn ansah, so erkannte sie ihren Liebsten. Es war, als ob ihr ein scharfes Messer in das Herz schnitte.

‚Ach,‘ sagte sie, ‚ich glaubte, er wäre mir treu geblieben, aber er hat mich vergessen.‘

Am andern Tag kam er wieder des Wegs. Als er in ihrer Nähe war, sprach sie zum Kälbchen

‚Kälbchen, Kälbchen, knie nieder,
vergiß nicht deine Hirtin wieder,
wie der Königssohn die Braut vergaß,
die unter der grünen Linde saß,‘

Als er die Stimme vernahm, blickte er herab und hielt sein Pferd an. Er schaute der Hirtin ins Gesicht, hielt dann die Hand vor die Augen, als wollte er sich auf etwas besinnen, aber schnell ritt er weiter und war bald verschwunden. ‚Ach,‘ sagte sie, ‚er kennt mich nicht mehr,‘ und ihre Trauer ward immer größer.

Bald darauf sollte an dem Hofe des Königs drei Tage lang ein großes Fest gefeiert werden, und das ganze Land ward dazu eingeladen. ‚Nun will ich das letzte versuchen,‘ dachte das Mädchen, und als der Abend kam, ging es zu dem Stein, unter dem es seine Schätze vergraben hatte. Sie holte das Kleid mit den goldnen Sonnen hervor, legte es an und schmückte sich mit den Edelsteinen. Ihre Haare, die sie unter einem Tuch verborgen hatte, band sie auf, und sie fielen in langen Locken an ihr herab. So ging sie nach der Stadt und ward in der Dunkelheit von niemand bemerkt.

Als sie in den hell erleuchteten Saal trat, wichen alle voll Verwunderung zurück, aber niemand wußte, wer sie war. Der Königssohn ging ihr entgegen, doch er erkannte sie nicht. Er führte sie zum Tanz und war so entzückt über ihre Schönheit, daß er an die andere Braut gar nicht mehr dachte. Als das Fest vorüber war, verschwand sie im Gedränge und eilte vor Tagesanbruch in das Dorf, wo sie ihr Hirtenkleid wieder anlegte.

Am andern Abend nahm sie das Kleid mit den silbernen Monden heraus und steckte einen Halbmond von Edelsteinen in ihre Haare. Als sie auf dem Fest sich zeigte, wendeten sich alle Augen nach ihr, aber der Königssohn eilte ihr entgegen, und ganz voll Liebe erfüllt tanzte er mit ihr allein und blickte keine andere mehr an. Ehe sie wegging, mußte sie ihm versprechen, den letzten Abend nochmals zum Fest zu kommen.

Als sie zum drittenmal erschien, hatte sie das Sternenkleid an, das bei jedem ihrer Schritte funkelte, und Haarband und Gürtel waren Sterne von Edelsteinen. Der Königssohn hatte schon lange auf sie gewartet und drängte sich zu ihr hin. ‚Sage mir nur, wer du bist,‘ sprach er, ‚mir ist, als wenn ich dich schon lange gekannt hätte.‘ ‚Weißt du nicht,‘ antwortete sie, ‚was ich tat, als du von mir schiedest?‘ Da trat sie zu ihm heran und küßte ihn auf den linken Backen: in dem Augenblick fiel es wie Schuppen von seinen Augen, und er erkannte die wahre Braut. ‚Komm,‘ sagte er zu ihr, ‚hier ist meines Bleibens nicht länger,‘ reichte ihr die Hand und führte sie hinab zu dem Wagen. Als wäre der Wind vorgespannt, so eilten die Pferde zu dem Wunderschloß.

Schon von weitem glänzten die erleuchteten Fenster. Als sie bei der Linde vorbeifuhren, schwärmten unzählige Glühwürmer darin, sie schüttelte ihre Piste und sendete ihre Düfte herab. Auf der Treppe blühten die Blumen, aus dem Zimmer schallte der Gesang der fremden Vögel, aber in dem Saal stand der ganze Hof versammelt, und der Priester wartete, um den Bräutigam mit der wahren Braut zu vermählen.

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