Rosen Gedichte. Zum Ruhme der Rose.

Rosen Gedichte

Diese Rosen Gedichte zeigen eine Vielfalt an Herangehensweisen
an die Königin der Blumen.

Man kann die Rose betrachten, ihr Blühen ersehnen,
einem Herzensfreund/Herzensfreundin eine Rose reichen …
Viel Freude mit diesen schönen Rosen Gedichten

Rosen, ihr blendenden

Rosen, ihr blendenden,

Balsam versendenden!

Flatternde, schwebende,

Heimlich belebende,

Zweigleinbeflügelte,

Knospenentsiegelte,

Eilet zu blühen!

Johann Wolfgang Goethe


Ohne warumb

Die Rose ist ohne warumb
sie bluehet weil sie bluehet
Sie achtt nicht jhrer selbst
fragt nicht ob man sie sihet.

Angelus Silesius


Die Rose ist …

Die Rose ist das höchste Liebenszeichen
Dem Herzensfreund will ich die rose reichen.
Gedanken sterben im Gefühl der Liebe,
Wie Gartenblumen vor der Ros’ erbleichen.
Die Rose trägt den stillen Dorn am Herzen,
Weil nie die Schmerzen von der Liebe weichen.
Ein einzig Bild der Schönheit ist die Rose;
Was gleicht ihr in Erd und Himmels Reichen?
Der vollen Rose gleicht an Pracht die Sonne,
Und alle Blättlein siehst Du Monden gleichen.
Der Sonne Lichtstrahl ist in ihr gerundet
Und Hundert Monde rollen dran als Speichen.
Die, die aus Monden wuchs, die Rose,
Dem Herzensfreund will dir die Rose reichen.

Rumi


Rose, Rose

Rose, Rose, Knospe gestern
Schliefst du noch in moos’ger Hülle,
Heute prangst in Schönheitsfülle
Du vor allen deinen Schwestern.
Träumtest du wohl über Nacht
Von den Wundern, die geschahen,
Von des holden Frühlings Nahen
Und des jungen Tages Pracht?

Adelbert von Chamisso

 

Rose, du thronende …

Rose, du thronende, denen im Altertume
warst du ein Kelch mit einfachem Rand.
Uns aber bist du die volle zahllose Blume,
der unerschöpfliche Gegenstand.

In deinem Reichtum scheinst du
wie Kleidung um Kleidung
um einen Leib wie nichts als Glanz;
aber dein einzelnes Blatt ist zugleich‚
die Vermeidung
und die Verleugnung jedes Gewands.

Seit Jahrhunderten ruft uns dein Duft
seine süßesten Namen herüber;
plötzlich liegt er wie Ruhm in der Luft.

Dennoch, wir wissen ihn nicht zu nennen, wir raten
Und Erinnerung geht zu ihm über,
die wir von rufbaren Stunden erbaten.

Rainer Maria Rilke


Einst um Liebe, die Peri
(eine Art Gute Fee),

hat der Dschinne Schmerz gefreit;
Damals trug er Lichtgewand
und noch nicht sein Feuerkleid.
Als die reizende Peri sich dem Freier abgewandt,
Ward sein Glanz verzehrende Glut
und blieb es seit der Zeit.

Sich verzehren wollt’ er selbst,
doch unsterblich fühlt’ er sich;
Und die reizende Peri zu versehren, tat ihm leid.
Ab ihr wenden wollt’ er sich,
über sich vermocht’ er’s nicht;
Wo sie hin sich wendete,
gab er ihr von fern Geleit.

Durch geheimen Zauber nun so verbunden sind die zwei;
Wo sich nur das eine zeigt, ist das andre auch nicht weit.
Wo in endliche Natur sich die Liebe senken will,
Schauern durch die Kreatur
Schmerzen der Unendlichkeit.

Wann die Rose öffnen will ihre Brust dem Himmelstrahl,
Sprenget die verschlossene Knosp’
ihr Trieb mit Schmerzlichkeit.

Wann des Lebens Schmetterling in der Puppe Tod erwacht,
Zeuget die geborstene Hülle, wie ihn Schmerz befreit.

Siehe, jede Zeitgeburt reißt nicht ohne Schmerz sich los;
Wäre Liebe ohne Schmerz, die Geburt der Ewigkeit?

Rumi

Von den heimlichen Rosen

Oh, wer um alle Rosen wüßte,
die rings in stillen Gärten stehn –
oh, wer um alle wüßte, müßte
wie im Rausch durchs Leben gehen.

Du brichst herein mit rauen Sinnen,
als wie ein Wind in einem Wald –
und wie ein Duft wehst du von hinnen,
dir selbst verwandelte Gestalt.

Oh, wer um alle Rosen wüßte,
die rings in stillen Gärten stehn –
oh, wer um alle wüßte, müßte
wie im Rausch durchs Leben gehen.

Christian Morgenstern

 


Der Schmetterling ist in die Rose verliebt

Der Schmetterling ist in die Rose verliebt,
umflattert sie viel tausendmal,
Ihn selber aber, goldig zart,
Umflattert der liebende Sonnenstrahl.

Jedoch, in wen ist die Rose verliebt ?
Das wüßte ich gar zu gern.
Ist es die singende Nachtigall ?
Ist es der schweigende Abendstern ?

Ich weiß nicht, in wen die Rose verliebt;
Ich aber lieb euch all:
Rose, Schmetterling, Sonnenstrahl,
Abendstern und Nachtigall.

Heinrich Heine

 


Daß die Rose dir zum Beispiel werde!

Sonne, Tau und süßen Wind von Osten
Allen Glanz und alles Glück der Erde
Weiß sie frei und unbesorgt zu kosten.
Des Propheten Weisheit braucht sie nicht
Denn sie lebt ja so, wie jener spricht.

Khwajeh Shams al-Din Muhammad Hafez-e Shiraz

 


Die volle Rose

Die volle Rose glüht so rein
in sich beschlossen.
In Duft ist ihr Gemüt,
in Licht ihr Geist gegossen.
Wer sich in sie vertieft,
der sieht vollendet ganz
die Schöpfung,
und es trieft die Welt
von Gottes Glanz.

Friedrich Rückert

Sich wieder geborgen und geliebt fühlen

Die Rose ist eine Blume die von vielen Menschen geschätzt wird. Sie ist ein Sinnbild für die Liebe, die für jeden Menschen einer von 4  Lebensbereichen ist, ohne die er sich nicht vollkommen fühlt. Sucht man die Liebe vom anderen zu bekommen, kann das sehr dramatisch sein, denn der andere wird sie nie so geben können wie ich sie mir wünsche. Sie ist uns aber so nah, denn sie ist ein Teil jedes Menschen und knüpfen wir wieder daran an, so ziehen wir auch wieder einen Menschen an, der uns liebt, so wie wir sind.
In Einzelsitzungen wirst Du mithilfe von Märchen zu der Liebe finden, nach der Du Dich sehnst. Hier findest Du mehr darüber:

Entfalte Dich
in Weisheit und Liebe
und lebe erfüllt und märchenhaft!
🙂

 

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