Freundschaftliche Zuneigung. Praktizierte Liebe.

Freundschaftliche Zuneigung

freundschaftliche zunneigungFreundschaftliche Zuneigung kann enstehen, wenn wir offenen Herzens sind. Gehen wir von ihr begleitet durch das Leben, durch unseren Alltag und Beruf, können wir die Bedürfnisse unserer Mitmenschen wahrnehmen und ihnen zukommen lassen, was sie wirklich brauchen. Dies mag diese kleine Geschichte zeigen die man sich hier im Lande immer wieder erzählt:

Von Rainer Maria Rilke gibt es eine Geschichte aus der Zeit seines ersten Pariser Aufenthaltes. Gemeinsam mit einer jungen Französin kam er um die Mittagszeit an einem Platz vorbei, an dem eine Bettlerin saß, die um Geld anhielt. Ohne zu irgendeinem Geber je aufzusehen, ohne ein anderes Zeichen des Bittens oder Dankens zu äußern als nur immer die Hand auszustrecken, sass die Frau stets am gleichen Ort.

Rilke gab nie etwas, seine Begleiterin gab häufig ein Geldstück. Eines Tages fragte die Französin verwundert nach dem Grund, warum er nichts gebe, und Rilke gab ihr zur Antwort: „Wir müssen ihrem Herzen schenken, nicht ihrer Hand.“

Wenige Tage später brachte Rilke eine eben aufgeblühte weisse Rose mit, legte sie in die offene, abgezehrte Hand der Bettlerin und wollte weitergehen. Da geschah das Unerwartete: Die Bettlerin blickte auf, sah den Geber, erhob sich mühsam von der Erde, tastete nach der Hand des fremden Mannes, küsste sie und ging mit der Rose davon.

Eine Woche lang war die Alte verschwunden, der Platz, an dem sie vorher gebettelt hatte, blieb leer. Vergeblich suchte die Begleiterin Rilkes eine Antwort darauf, wer wohl jetzt der Alten ein Almosen gebe.

Nach acht Tagen saß plötzlich die Bettlerin wieder wie früher am gewohnten Platz. Sie war stumm wie damals, wiederum nur ihre Bedürftigkeit zeigend durch die ausgestreckte Hand.

„Aber wovon hat sie denn all die Tage, da sie nichts erhielt, nur gelebt?“, frage die Französin. Rilke antwortete:
„Von der Rose . . .“

Berührung des Herzens Verfassser ungekannt

Du liebst solche innigen Geschichten
und findest, dass sie Dich das Leben spüren lassen
und zu eigenen Handlungen inspirieren?

Mehr davon gibt es hier:
Lebe, liebe im Augenblick,
schätze Dich selbst,
fühle das Licht in Dir,

so wirst Du auch Herz haben
für Deine Mitmenschen und die Natur
und ein/e wertvolle/r HelferIn sein.
😉

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Märchen: Die Goldene Kugel. Lebensmärchen

Märchen
Die Goldene Kugel

Märchen Die Goldene Kugel

Gibt es etwas schöneres, als sich selbst, den Kindern, Enkelkindern, all´ den lieben Menschen die um uns herum sind zu erzählen vom Glücklich Sein und der Liebe die zu Beginn des Lebens auf der Erde da waren!

Widmen Sie sich dem goldenen Anfang dieses neuen Märchens und genießen Sie es.

Es war einmal ein König und eine Königin, die hatten sich von Herzen lieb, und sie lebten zusammen im Goldenen Schloss. Und da sie sich so sehr liebten, wünschten sie sich sehnlichst ein Kind – und das kam auch. Es war ein Knabe. Und der König und die Königin freuten sich über alle Maßen. Sie ließen das Kind wachsen und gedeihen und umsorgten es mit großer Sorgfalt und Liebe.

Es war eine große Wonne, das Kind anzusehen, aber auch zu sehen, wie Eltern und Kind miteinander umgingen. Als das Kind schon größer war und laufen konnte und da herumspielte, schenkten eines Tages der König und die Königin ihrem Kinde eine Goldene Kugel. Und das Kind freute sich so sehr über seine Goldene Kugel, so dass es ständig damit spielte; es wurde sein allerliebstes Spiel. Es wollte sie nie ablegen, bei Tag nicht und bei Nacht nicht. Es trug sie immer bei sich.

Als der Junge noch viel größer geworden war und sich immer weiter entfernte vom Goldenen Schloss, um zu spielen und um die Umgebung zu entdecken, da kam er eines Tages ganz bestürzt nach Hause und rief: „Vater! Mutter! Ich fürchte so sehr, dass ich eines Tages die Goldene Kugel beim Spielen verlieren kann.“ Und die königlichen Eltern sahen, wie groß die Sorge ihres Kindes war. Aber sogleich wussten sie auch Rat. In der nächsten Nacht, als ihr Sohn fest schlief, da gingen sie zu seinem Bette und sie schlossen die Goldene Kugel tief im Herzen ihres Kindes ein.

Am nächsten Tage als der Junge aufwachte, da sprang er auf und jubelte und lief zu seinen Eltern und sagte: „Vater! Mutter! Jetzt kann ich die Goldene Kugel niemals verlieren, denn ich spüre sie tief in meinem Herzen.“ „Oh ja,“ sagten der König und die Königin, „dir zu Liebe haben wir die Goldene Kugel tief in deinem Herzen eingeschlossen. So kannst du sie wahrlich niemals verlieren. Und wo du hingehst und was du erleben magst, auch wenn du in allergrößte Not gerätst, du brauchst nur an die Goldene Kugel in deinem Herzen zu denken und im Nu bist du mit uns und mit dem Goldenen Schlosse vereint. So wirst du dich immer und überall geborgen und geliebt fühlen.“

Von diesem Tag ab spielte der Königssohn unbesorgt.

Zitat aus dem Märchen: Die Goldene Kugel von Jean Ringenwald
© Jean Ringenwald

Was hat Sie an diesem Märchen besonders angesprochen?
Was hat Ihnen in diesem Märchen so richtig gut getan?

 

Das Märchen, Die Goldene Kugel

Dieses Märchen, das 7 Teile hat,
weckt und unterstützt das Vertrauen,

das Urvertrauen in das eigene Leben,
es lässt Dich erleben,
dass aus Schwierigkeiten etwas gutes erwachsen will,
Ordnung ins Leben einkehren mag,
dass immer Helfer da sind,
die weiterhelfen zu den Herzenszielen,

den sehnlichen Wünschen für Dein erfülltes Leben.

Ganz besonders zeigt dies vollständige Märchen,
dass bedrohende Kräfte, wie z. B. der Drache verwandelt werden und dem großen und guten Ziele des Märchenhelden dienen sollten und auch können, schneller zum Glück und zur Liebe zu gelangen.

Es schildert ein glückliches und märchenhaftes Ende.

Was kann Ihnen dieses Märchen bringen?

Märchen stecken voller Lebensweisheiten für das Leben des Menschen in seinem Alltag, es inspiriert zu den Ideen die Du jetzt brauchst um Deine Aufgaben zu erfüllen, was es auch sei. Dieses Märchen schenkt Freude, Vertrauen und Geborgenheit den Kindern, den jungen und alten Menschen, Freunden, einem Mitmenschen der krank darniederliegt, einem Menschen der eine schwierige Zeit durchmacht usw. Es stärkt die Zuversicht, dass im Leben alles gemeistert werden kann.

Kleine Geschenke erhalten nicht nur die Freundschaft,
sondern können Dir und Deinen Lieben
märchenhafte Helfer sein
zu einem glücklichen und erfüllten Leben.

Wenn Du das vollständige Märchen mit 7 farbigen Bildern gerne haben möchtest, kannst Du es hier bestellen:
Die Goldene Kugel: Ein Lebens- und Heil-Märchen

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Ihre Ausbildung zur ganzheitlichen Märchentherapeutin
Es ist Ihre Leidenschaft, Mitmenschen auf ganzheitliche Weise beizustehen ihr Leben zu meistern:
– ihr Urvertrauen/Selbstvertrauen zu stärken,
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Märchen im Alltag. Märchenrezept.

Märchen im Alltag

Märchen im Alltag anwenden. Ein Märchenrezept.

Die Mythischen Bilder
Märchenrezept

Den Alltag leben wir oft ohne „Salz und Pfeffer“. Er scheint uns grau, immer wieder dasselbe: Schlafen, Aufstehen, Essen, Trinken, Arbeiten …, Einkaufen usw.

Und dann wieder von vorne. Unser Augenmerk ist hauptsächlich auf das äußere Leben gerichtet, auf die Befriedigung der körperlichen Bedürfnisse: Nahrung, Kleidung, Wohnung, Transport,…

Und wir wundern uns, dass das Leben, besonders ab der Mitte des Lebens, langweilig und öde wird, denn wir merken, es ist längst nicht alles, das Wesentliche haben wir bis jetzt kaum beachtet. Wenn wir uns leer fühlen, ausgebrannt sind oder im Stress leben, ist es höchste Zeit uns auf die ewigen Werte zu besinnen.

Eine großartige Möglichkeit bietet die Beschäftigung mit den Bildern der kleinen und großen Mären, den Mythen, Sagen, Legenden und Märchen.

In allen diesen Geschichten sind Bilder enthalten, die den Menschen seit Ur-Zeiten ansprechen, bewegen, und die auch heute und morgen uns ihre Hilfe, ihren tiefen Sinn und ihre Wandlungskraft bieten können.

Greifen wir doch nach diesen zeitlosen Bildern, richten wir uns immer wieder schöne, ruhige Stunden ein, wo wir uns diese Geschichten zu Gemüte nehmen, sie einfach oder meditativ lesen. Wie z. B. dieses schöne Märchen: Die Goldene Kugel

Die Auswahl ist unendlich groß. Als Anregung möchte ich nun einige Schriften erwähnen: Schöpfungsmythen der verschiedenen Kulturen, die fünf Bücher Moses in der Bibel, die ägyptischen Mythen und Sagen, Gilgamesch, Kalevala, die griechischen Sagen… und selbstverständlich die Märchen.

Nach jeder Lektüre können wir eine Weile nachsinnen und in unserem Alltagsleben herausfinden:
– wo diese mystischen Bilder sich bei uns, in uns abspielen.

– was diese Bilder uns an unserer Lebenssituation zu erkennen geben.

– was wir daraus schließen können:
an Lösungen, an neuen Möglichkeiten und an Verwandlungen, die wir dann im Alltag umsetzen können.

Wundern Sie sich nicht, wenn Sie herausfinden, dass die Probleme des Menschen schon immer da waren und immer einen neuen Ausdruck finden. Die Lösungen jedoch sind genauso da, sowohl in allen diesen mythischen Bildern wie auch tief in der eigenen Seele.

Ist der Mensch nicht ein mythisches, königliches Wesen?

Autor dieses Märchenrezeptes ist Jean Ringenwald

© Märchenhaft leben und Jean Rinenwald D-32602 Vlotho

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Märchen lesen. Ein Rosenmärchen

Märchen lesen. maerchen lesen

Märchen lesen ist etwas wunderbares. Sie führen immer in eine ganz besondere Welt und diesmal gelangst Du ausführlich in die Welt der Natur, begegnest feinfühligen Menschen und wie meistens im Märchen zu einer besonderen Liebe.

Vor langen Zeiten lebte weit gegen Abend ein blutjunger Mensch. Er war sehr gut, aber auch über die Maßen wunderlich. Er grämte sich unaufhörlich um nichts und wieder nichts, ging immer still für sich hin, setzte sich einsam, wenn die andern spielten und fröhlich waren, und hing seltsamen Dingen nach. Höhlen und Wälder waren sein liebster Aufenthalt, und dann sprach er immerfort mit Tieren und Vögeln, mit Bäumen und Felsen, natürlich kein vernünftiges Wort, lauter närrisches Zeus zum Totlachen. Er blieb aber immer mürrisch und ernsthaft, ungeachtet sich das Eichhörnchen, die Meerkatze, der Papagei und der Gimpel alle Mühe gaben ihn zu zerstreuen, und ihn auf den richtigen Weg zu weisen. Die Gans erzählte Märchen, der Bach klimperte eine Ballade dazwischen, ein großer dicker Stein machte lächerliche Bockssprünge, die Rose schlich sich freundlich hinter ihm herum, kroch durch seine Locken, und der Efeu streichelte ihm die sorgenvolle Stirn. Allein der Mißmut und Ernst waren hartnäckig.

Seine Eltern waren sehr betrübt, sie wußten nicht was sie anfangen sollten. Er war gesund und aß, nie hatten sie ihn beleidigt, er war auch bis vor wenig Jahren fröhlich und lustig gewesen, wie keiner; bei allen Spielen voran, von allen Mädchen gern gesehn. Er war recht bildschön, sah aus wie gemalt, tanzte wie ein Schatz.

Unter den Mädchen war eine, ein köstliches, bildschönes Kind, sah aus wie Wachs, Haare wie goldne Seide, kirschrote Lippen, wie ein Püppchen gewachsen, brandrabenschwarze Augen. Wer sie sah, hätte mögen vergehn, so lieblich war sie. Damals war Rosenblüte, so hieß sie, dem bildschönen Hyazinth, so hieß er, von Herzen gut, und er hatte sie lieb zum Sterben. Die andern Kinder wußten’s nicht. Ein Veilchen hatte es ihnen zuerst gesagt, die Hauskätzchen hatten es wohl gemerkt, die Häuser ihrer Eltern lagen nahe beisammen.

Wenn nun Hyazinth die Nacht an seinem Fenster stand und Rosenblüte an ihrem, und die Kätzchen auf dem Mäusefang da vorbeiliefen, da sahen sie die beiden stehn und lachten und kicherten oft so laut, daß sie es hörten und böse wurden. Das Veilchen hatte es der Erdbeere im Vertrauen gesagt, die sagte es ihrer Freundin, der Stachelbeere, die ließ nun das Sticheln nicht, wenn Hyazinth gegangen kam; so erfuhr’s denn bald der ganze Garten und der Wald, und wenn Hyazinth ausging so rief’s von allen Seiten: Rosenblütchen ist mein Schätzchen!

Nun ärgerte sich Hyazinth, und mußte doch auch wieder aus Herzensgrunde lachen, wenn das Eidechschen geschlüpft kam, sich auf einen warmen Stein setzte, mit dem Schwänzchen wedelte und sang:

Rosenblütchen, das gute Kind,
Ist geworden auf einmal blind
Denkt, die Mutter sei Hyazinth,
Fällt ihm um den Hals geschwind;
Merkt sie aber das fremde Gesicht,
Denkt nur an, da erschrickt sie nicht,
Fährt, als merkte sie kein Wort,
Immer nur mit Küssen fort.

Ah! wie bald war die Herrlichkeit vorbei. Es kam ein Mann aus fremden Landen gegangen, der war erstaunlich weit gereist, hatte einen langen Bart, tiefe Augen, entsetzliche Augenbrauen, ein wunderliches Kleid mit vielen Falten und seltsame Figuren hineingewebt. Er setzte sich vor das Haus, das Hyazinths Eltern gehörte. Nun war Hyazinth sehr neugierig, und setzte sich zu ihm und holte ihm Brot und Wein. Da tat er seinen weißen Bart von einander und erzählte bis tief in die Nacht, und Hyazinth wich und wankte nicht, und wurde auch nicht müde zuzuhören. Soviel man nachher vernahm, so hat er viel von fremden Ländern, unbekannten Gegenden, von erstaunlich wunderbaren Sachen erzählt, und ist drei Tage dageblieben, und mit Hyazinth in tiefe Schachten hinuntergekrochen.

Rosenblütchen hat genug den alten Hexenmeister verwünscht, denn Hyazinth ist ganz versessen auf seine Gespräche gewesen, und hat sich um nichts bekümmert; kaum daß er ein wenig Speise zu sich genommen. Endlich hat jener sich fortgemacht, doch dem Hyazinth ein Büchelchen dagelassen, das kein Mensch lesen konnte. Dieser hat ihm noch Früchte, Brot und Wein mitgegeben, und ihn weit weg begleitet. Und dann ist er tiefsinnig zurückgekommen, und hat einen ganz neuen Lebenswandel begonnen. Rosenblütchen hat recht zum Erbarmen um ihn getan, denn von der Zeit an hat er sich wenig aus ihr gemacht und ist immer für sich geblieben.

Nun begab sich’s, daß er einmal nach Hause kam und war wie neugeboren. Er fiel seinen Eltern um den Hals und weinte. »Ich muß fort in fremde Lande,« sagte er; »die alte wunderliche Frau im Walde hat mir erzählt, wie ich gesund werden müßte, das Buch hat sie ins Feuer geworfen, und hat mich getrieben, zu euch zu Gen und euch um euren Segen zu bitten. Vielleicht komme ich bald, vielleicht nie wieder. Grüßt Rosenblütchen. Ich hätte sie gern gesprochen, ich weiß nicht, wie mir ist, es drängt mich fort; wenn ich an die alten Zeiten zurück denken will, so kommen gleich mächtigere Gedanken dazwischen, die Ruhe ist fort, Herz und Liebe mit, ich muß sie suchen gehn. Ich wollt‘ euch gern sagen, wohin, ich weiß selbst nicht, dahin wo die Mutter der Dinge wohnt, die verschleierte Jungfrau. Nach der ist mein Gemüt entzündet. Lebt wohl.«

Er riß sich los und ging fort. Seine Eltern wehklagten und vergossen Tränen, Rosenblütchen blieb in ihrer Kammer und weinte bitterlich. Hyazinth lief nun was er konnte, durch Täler und Wildnisse, über Berge und Ströme, dem geheimnisvollen Lande zu. Er fragte überall nach der heiligen Göttin (Isis) Menschen und Tiere, Felsen und Bäume. Manche lachten, manche schwiegen, nirgends erhielt er Bescheid. Im Anfange kam er durch rauhes, wildes Land, Nebel und Wolken warfen sich ihm in den Weg, es stürmte immerfort; dann fand er unansehnliche Sandwüsten, glühenden Staub, und wie er wandelte, so veränderte sich auch sein Gemüt, die Zeit wurde ihm lang und die innere Unruhe legte sich, er wurde sanfter und das gewaltige Treiben in ihm allgemach zu einem leisen, aber starken Zuge, in den sein ganzes Gemüt sich auflöste. Es lag wie viele Jahre hinter ihm.

Nun wurde die Gegend auch wieder reicher und mannigfaltiger, die Luft lau und blau, der Weg ebener, grüne Büsche lockten ihn mit anmutigen Schatten, aber er verstand ihre Sprache nicht, sie schienen auch nicht zu sprechen, und doch erfüllten sie sein Herz mit grünen Farben und kühlem, stillem Wesen. Immer höher wuchs jene süße Sehnsucht in ihm, und immer breiter und saftiger wurden die Blätter, immer lauter und lustiger die Vögel und Tiere, balsamischer die Früchte, dunkler der Himmel, wärmer die Luft, und heißer seine Liebe, die Zeit ging immer schneller, als sähe sie sich nahe am Ziele.

Eines Tages begegnete er einem kristallenen Quell und einer Menge Blumen, die kamen in ein Tal herunter zwischen schwarzen himmelhohen Säulen. Sie grüßten ihn freundlich mit bekannten Worten.

»Liebe Landsleute,« sagte er, »wo find‘ ich wohl den geheiligten Wohnsitz der Isis? Hier herum muß er sein, und ihr seid vielleicht hier bekannter als ich.«

»Wir gehn auch nur hier durch,« antworteten die Blumen; »eine Geisterfamilie ist auf der Reise und wir bereiten ihr Weg und Quartier indes sind wir vor kurzem durch eine Gegend gekommen, da hörten wir ihren Namen nennen. Gehe nur aufwärts, wo wir herkommen, so wirst du schon mehr erfahren.« Die Blumen und die Quelle lächelten, wie sie das sagten, boten ihm einen frischen Trunk und gingen weiter.

Hyazinth folgte ihrem Rat, frug und frug und kam endlich zu jener längst gesuchten Wohnung, die unter Palmen und andern köstlichen Gewächsen versteckt lag. Sein Herz klopfte in unendlicher Sehnsucht, und die süßeste Bangigkeit durchdrang ihn in dieser Behausung der ewigen Jahreszeiten. Unter himmlischen Wohlgedüften entschlummerte er, weil ihn nur der Traum in das Allerheiligste führen durfte. Wunderlich führte ihn der Traum durch unendliche Gemächer voll seltsamer Sachen auf lauter reizenden Klängen und in abwechselnden Akkorden. Es dünkte ihm alles so bekannt und doch in niegesehener Herrlichkeit, da schwand auch der letzte irdische Anflug, wie in Luft verzehrt, und er stand vor der himmlischen Jungfrau, da hob er den leichten, glänzenden Schleier, und Rosenblütchen sank in seine Arme.

Eine ferne Musik umgab die Geschehnisse des liebenden Wiedersehns, die Ergießungen der Sehnsucht, und schloß alles Fremde von diesem entzückenden Orte aus.

Hyazinth lebte nachher noch lange mit Rosenblütchen unter seinen frohen Eltern und Gespielen, und unzählige Enkel dankten der alten wunderlichen Frau für ihren Rat und ihr Feuer; denn damals bekamen die Menschen soviel Kinder, als sie wollten.

Die Geschichte von Hyazinth und Rosenblütchen
aus »Die Lehrlinge zu Saïs«

Welche Botschaft schenkt Dir das Märchen für Dein Leben?

Ja, Märchen beinhalten nicht nur Wahrheit und Weisheit sondern sie verstehen es auch Kummer der Seele zu heilen. Dies ist erklärbar durch die 7 Urbilder des Märchens. Was sie sind und wie sie wirken erfährst Du in diesem Artikel:
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Heilen mit Märchen

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Urbilder des Märchens

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Baummärchen. Vom Geist des Waldes.

Märchen erzählen mit Natürlichkeit von Wesen, die wir Menschen mit den äußeren Augen nicht sehen können: von Zwergen, Elfen und von Bewohnern von Bäumen. Wenn wir sie nicht sehen können, können wir sie doch erleben in inneren-, in Märchen-Bildern, aber auch in der Natur, wenn wir mit den inneren Augen schauen. Dies Märchen erzählt von einem Teppichweber der mit der Gabe die Naturwesen zu erleben ganz selbstverständlich umgeht und mit einem Naturwesen ins Gespräch kommt. Wird er die richtige Entscheidung treffen?

Einst lebte in Indien ein Teppichweber. Er webte langsam, er webte sorgsam, er webte ein ganzes Jahr an einem Teppich. Der aber war so schön, dass er ihn mit Leichtigkeit für teures Geld auf dem Markt verkaufen konnte. Doch weil er drei Frauen ernähren musste, – seine Mutter, seine Frau und seine Tochter – darum reichte das Geld nie aus und er blieb ein armer Mann. Er aber ertrug sein Los geduldig, denn er hatte Freude an seiner Arbeit.

Doch eines Tages ging sein Webstuhl entzwei und er konnte nicht mehr weben. Einen neuen Webstuhl zu kaufen dafür fehlte ihm das Geld, und den alten instand setzen konnte er auch nicht.“ Was bleibt mir übrig“, seufzte der Mann, “ich muss mir selber einen neuen Webstuhl bauen.“ So machte er sich auf die Suche nach geeignetem Holz.

Lange wanderte er umher und betrachtete die verschiedenen Bäume. Endlich fand er am Meeresstrand einen hohen Buchsbaum. „Das ist genau der rechte“, freute er sich, und er griff zum Beil, um den Baum zu fällen. da hörte er eine Stimme:“ Halt ein, Teppichweber!“ Der hielt inne und fragte:“ Wer bist du?“ – „Ich bin der Geist des Waldes. Dieser Baum ist mein Haus. Warum willst du ihn fällen?“ – „ Ich brauche Holz für einen neuen Webstuhl,“ sagte der Weber, „ könntest du dir nicht einen anderen Baum nehmen?“ – „ Dieser Baum ist mein Haus“, sprach der Geist des Waldes.“ Ich lebe hier seit langer Zeit. Vom Meer her weht immer einen kühle Brise, selbst in der größten Hitze.“ –

„ Aber woher nehme ich dann hartes Holz für einen neuen Webstuhl?“ fragte der Mann.- „ Das weiß ich nicht“, erwiderte der Geist des Waldes.“ Aber verschone meinen Baum und ich werde dir einen Wunsch erfüllen.“ – „ Gut“, sagte er.“ Aber erst muss ich mich darüber beraten mit meiner Mutter, meiner Frau und meiner Tochter.“ – „ Dann geh,“ sagte der Geist des Waldes, „ aber lass dich nicht verwirren!“

Der Weber kehrte in seine Hütte zurück und erzählte, was ihm begegnet war, und dann fragte er die Frauen, was er sich wünschen solle.

Als erste nahm die Mutter das Wort: „ Wünsche dir, mein Junge ein langes Leben in Gesundheit für uns alle. Ist man erst so alt wie ich, weiß man: nichts ist wünschenswerter als lange gesund zu leben.“ „ Ach“, rief die Tochter, “zu was ist Gesundheit und ein langes Leben gut, wenn man in Armut lebt und unbeachtet. Wünsche dir, ein reicher Fürst zu sein. Dann hätten wir schöne Kleider und kostbaren Schmuck und könnten den stattlichsten Jünglingen den Kopf verdreh´n.“

„ Nein, nein“ die Frau des Webers schüttelte den Kopf, „ du weißt nicht, wie ein Fürst lebt. Gewiss hat er viele Pflichten und Sorgen. Bleib bei dem Leben, das du gewohnt bist. Aber wünsche dir, dass der Geist des Waldes uns jeden Tag so einen Teppich macht, wie du ihn in einem Jahr zustande bringst. Dann sind wir reich und können uns kaufen, was das Herz begehrt.“
Langsam ging der Weber zum Meeresufer zurück. Was sollte er sich wünschen?


„Höre mich, Geist des Waldes“, rief er, als er unter dem Buchsbaum stand. “Höre meinen Wunsch.“ – „Verlange von mir, was immer du willst!“ – „Bring meinen alten Webstuhl in Ordnung!“ – „So soll es sein, “sprach der Geist des Waldes.

Der Mann kehrte in seine Hütte zurück. Mutter, Frau und Tochter jammerten um die Wette und schimpften, dass er ein rechter Dummkopf sei. Der Weber aber setzte sich an seinen Webstuhl und fing an zu weben. Er webte langsam, er webte sorgsam, er webte ein ganzes Jahr an einem Teppich.

Und er hatte Freude an seiner Arbeit.

Der Teppich- Weber. Märchen aus Nordindien

 

Mit Bäumen ins Gespräch kommen
Du liebst die Bäume, bist gerne in ihrer Nähe und ahnst, dass im Baume ein märchenhaftes und weisheitsvolles Wesen wohnt? Dann lade ich Dich herzlich ein zum
Baum-Erlebnistag. Was Du an diesem Tag erleben wirst und was er Dir bringt erfährst Du in diesem Blogartikel:

Märchen und Sagen von Bäumen unter einem Baum erzählt oder vorgelesen ist wunderschön und schenken Dir und Deinen Lieben ein unvergessliches Erlebnis.

Eine schöne Märchensammlung von Bäumen,
die in jeden Rucksack oder jede Tasche passt, findest Du hier:

 

 

 

 

So wie Du die Natur schätzt
und mit ihr ins Gespräch kommst,
werden es auch Deine Kinder und Enkel
nachahmen können,

wenn Du mit ihnen zusammen
die Schönheit der Natur erlebst

🙂

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Märchen die von Bäumen handeln

Märchen die von Bäumen handeln

In den griechischen Sagen spazieren die Götter oft auf der Erde, sie scheinen das Leben dort zu mögen. Finden die Göttern an jemand Gefallen, dann beschenken sie ihn reichlich, manchmal werden auch Wünsche erfüllt.

Da es aber solche und solch Wünsche gibt, können wir gespannt sein, ob die Wünsche der beiden Alten, von denen diese Sage berichtet, geeignet sind für ein glückliches Leben. Das erfahrt ihr jetzt:

In einem Dorfe voll wohlhabender Einwohner, lebte einmal in einem ärmlichen Hüttchen, ein glückliches Paar, der vertrauenswürdige Philemon und Baucis, sein gleichaltriges Weib. Dort hatten sie zusammen ihre frohe Jugend durchlebt und waren zu weißhaarigen Alten geworden. Sie machten keinen Hehl aus ihrer Armut, heiter, freundlich und in herzlicher Liebe ertrugen sie ihr Los.

Einst kam in diese Gegend Vater Zeus mit seinem Sohn Hermes. In menschlicher Gestalt waren sie unterwegs und als sie müde waren vom langen Wandern kamen sie gerade zu diesem wohlhabenden Dorfe. Also klopften sie an viele Türen, um ein Obdach für die Nacht zu erbitten. Aber hart und selbstsüchtig war der Sinn der Bewohner, so dass die Himmlischen nirgends Einlass fanden.

Als nun die beiden Götter sich dem ärmlichen Dache der beiden Alten näherten und um Einlass baten kam ihnen das Paar mit herzlichem Gruße entgegen, der Greis stellte die Sessel zurecht, die Baucis mit grobem Gewebe bedeckte, und bat die Gäste, sich auszuruhen.

Das Mütterchen eilte geschäftig zum Herde und bereitete aus den Vorräten festliche Speisen. Damit nun aber den Fremdlingen die Zeit nicht lang werde, unterhielten sie sie durch freundliches Gespräch. Auch bereiteten sie ihnen ein erquickendes Bad für die Füße. Freundlich lächelnd nahmen die Götter das liebreich Gebotene an während sie die Füße behaglich ins Wasser streckten.

Nun richteten die guten Wirte das Ruhebett inmitten der Stube und Philemon schleppte die schäbig gewordenen Teppiche herbei, und dennoch legten die göttlichen Gäste sich gern darauf, um nun das fertige Mahl zu genießen.

Und es fehlten bei diesem Mahle nichts: es gab Oliven, herbstliche Kornelkirschen, eingemacht in klarem, dicklichtem Safte, auch Rettich, Endivien und trefflicher Käse und Eier waren da. Aus dem Krug schenkten sie Wein in zierliche Becher.

Zum Nachtisch reichten sie Nüsse, Feigen und Datteln, in einem Körbchen Pflaumen und duftende Äpfel; selbst Trauben vom purpurnen Weinstock fehlten nicht, und in der Mitte der Tafel prangte eine weißliche Honigwabe. Die schönste Würze des Mahles aber waren die guten freundlichen Gesichter der herzlichen Alten, aus denen Freigebigkeit und treuherziger Sinn sprachen.

Dankbar segneten die Götter das festliche Mahl, und immer von Neuem füllte sich von selbst der Weinkrug. Da erkannte das Paar, dass ihre Gäste Unsterbliche seien, und beteten sie an.

Nun offenbarte sich der Gott der Götter gnädig und zürnend zugleich. Er führte die alternden Gatten auf einen Hügel, von dem sie sahen, wie schwellende Wasserfluten heranbrausten und alle Häuser des Ortes und alle Bewohner verschlangen. Nur die Hütte des gastlichen Paares blieb stehen.

Während sie noch staunten und das Schicksal der andern beweinten, siehe, da ward die alte ärmliche Hütte zum emporragenden Tempel; von Säulen getragen, schimmerte das goldene Dach, Marmor deckte den Boden.

Jetzt wandte sich Zeus mit gütigem Antlitz zu den zitternden Alten und sprach: »Saget mir, du redlicher Greis und du, des Redlichen würdige Gattin, was wünschet ihr euch?« Nur wenige Worte wechselte Philemon mit seinem Weibe, dann sprach er: »Eure Priester möchten wir sein! Erlaubt uns, diesen Tempel zu pflegen. Und weil wir so lange in Eintracht miteinander gelebt haben, o so lasset uns beide zur selben Stunde dahinsterben.«

Ihr Wunsch ward erfüllt. Sie hüteten beide den Tempel, solange ihnen das Leben gegönnt ward. Und als sie zuletzt zusammen vor den heiligen Stufen standen, des wundervollen Geschickes gedenkend, da sah Baucis ihren Philemon und Philemon seine Baucis in grünem Laube verschwinden; schon wuchsen um beider Antlitz schattige Wipfel in die Höhe.

»Leb wohl, du Trauter!« »Leb wohl, du Liebe!« so sprachen sie beide wechselnd, solang sie noch zu reden vermochten. Er ward zur Eiche, sie zur Linde. Sie umfingen einander mit dem Gezweig noch liebend nach der Verwandlung, und es rauschte das Lob der Gottheit durch die flüsternden Blätter.

Traulich stehen sie bis heute zusammen, wie sie im Leben unzertrennlich waren.

Philemon und Baucis. Griechische Sage

Du magst Gedichte von Bäumen?
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Du liebst die Bäume, bist gerne in ihrer Nähe und ahnst, dass im Baume ein märchenhaftes und weisheitsvolles Wesen wohnt? Dann lade ich Dich herzlich ein zum Baum-Erlebnistag. Was Du an diesem Tag erleben wirst und was er Dir bringt erfährst Du in diesem Blogartikel:
Märchen und Sagen von Bäumen unter einem Baum erzählt oder vorgelesen ist wunderschön und schenken Dir und Deinen Lieben ein unvergessliches Erlebnis.

Eine schöne Märchensammlung von Bäumen findest Du hier:

 

 

 

 

Bewahre Dir die Freude
an den Märchen, an der Natur,
an nachdenklichen Geschichten
und lebe
einfach märchenhaft!

🙂

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Mit Bäumen kommunizieren. Baum-Erlebnistag

Mit Bäumen kommunizieren.

Mit Bäumen kommunizierenIn allen Kulturen, auf allen Kontinenten und seit Menschengedenken hat der Baum eine große Bedeutung für uns Menschen. So finden wir im Paradies einen Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen, vor dessen Früchten Gott warnt, die griechischen Sagen erzählen von Menschen, die die Götter in Bäume verwandelten (Philemon und Baucis).

Unter heiligen Bäumen wurde göttlicher Rat gehalten, in manchem Baum wohnt ein schönes goldenes Mädchen und in anderen Bäumen wiederum findet man etwas zu essen, ein weiches Bett und schönste Kleider! Die Bücher sind voll von solchen märchenhaften und wundervollen Mythen und Geschichten.

Auch erzählt man sich, dass einst die Bäume so hoch waren, dass ihr Gezweige bis in den Himmel hinein reichte und die Götter durch sie, wie über eine Leiter, auf die Erde und wieder zurück in den Himmel wandelten, und dadurch ihre Weisheit und Liebe zu den Menschen bringen konnten.

Alle diese Geschichten können uns aufmerksam machen, dass der Baum ein vielschichtiges Wesen ist, uns viel zu sagen hat über sein eigenes Leben und das Leben mit den anderen Bäumen, mit der ganzen Natur, wie auch für uns Menschen, die so oft um ein weisheitsvolles und natürlichen Leben ringen.

Machen wir uns also auf,
uns dem Baum ehrfürchtig zu nähern, ihn kennen zu lernen und von seinem Leben und Wirken zu erfahren durch Gespräche mit ihm. Bäume tragen unendliche Weisheit in sich, sie haben viel Erfahrung und lassen uns gern daran teilhaben.

Die antiken Götter und der eine Gott spricht nicht nur im Märchen durch den Baum. Wer Ohren hat zu hören, der höre und er wird ihre Worte, ihre Weisheit jederzeit empfangen können. Selbstverständlich offenbart der Baum uns im Gespräch mit ihm auch, was wir für ihn tun können und seine Wünsche sind Menschen- und Natur gemäß.

Hast Du Lust, selbst den Baum zu entdecken, zu erkunden,
mit ihm ins Gespräch zu kommen und von seiner Weisheit zu kosten?

Dann begib Dich auf die Reise
– zu der physischen Beschaffenheit des Baumes,
– seiner Seele
– und dem Geist der in ihm lebt.
Du wirst mit ihm ins Gespräch kommen und er wird Dich seine Freundschaft spüren lassen.

Dieser Baum-Erlebnistag ist keine Wissensvermittlung über das Leben des Baums (wieviel Wasser er täglich braucht, Photosynthese usw., darüber gibt es sehr gute Bücher), er ist auch keine Wanderung, die schönen Bäume stehen in der Nähe. Eventeuell fahren wir am Nachmittag (Fahrzeit 10 Minuten) zu einem schönen Baumort, der in gemütlichen 10 Minuten zu Fuß zu erreichen ist.

An diesem Baum-Erlebnistag erfährst Du
wie Du einfach und natürlich mit dem Baum kommunizieren kannst, hörst Geschichten von Bäumen und verleihst Deinem Erleben Ausdruck im Kreativen Gestalten.

INHALT dieses Baum-Erlebnistages

Äußeres und Inneres betrachten des Baumes
von der Wurzel bis zur Krone.

Poetisches: Märchen und Gedichte.

Wie entspanne, erhole ich mich bei den Bäumen
und schöpfe dort neue Kräfte?

Schulung Deiner intuitiven Wahrnehmung.

Mit dem Baum in ein inneres Gespräch kommen
und von seiner Weisheit lernen.

Wie kann mir der Baum helfen
für ein glückliches, liebevolles, erfolgreiches Leben
und wie sollen wir ihm helfen
bei dem was er leben mag?

An diesem Baum-Erlebnistag
wirst Du eine wesentliche Botschaft für Dein Leben
mit nachhause nehmen.

Für wen ist der Baum-Erlebnistag geeignet?
Für alle Freunde der Bäume die den Baum nicht nur äußerlich betrachten wollen, sondern auch ahnen oder spüren, dass er ein inneres Wesen, sozusagen, dass er eine Seele hat und mit unserer Seele eine Freundschaft hegt.

Von seinem Inneren Leben können wir viel erfahren für das eigene Leben, aber auch wie er in Gemeinschaft lebt mit allen unter- und über-irdischen Elementen, Naturwesen und mit dem hohen Wesen das in ihm lebt, wie auch in allen Bestandteilen der Natur.

NUTZEN
Für Menschen die
– ihr Selbstvertrauen stärken mögen.
– sich erholen und ihre Kräfte regenerieren mögen.
– die das Leben, die Fürsorge des Baumes und der Natur entdecken  und dadurch dem eigenen Lebensweg und Lebensziel näher kommen mögen.
– Märchen, Sagen, Gedichte von Bäumen lieben. Sie helfen durch die inneren Bilder sich dem ganzheitlichen Wesen des Baumes zu nähern.

– ihre intuitive Wahrnehmung intesivieren möchten.
– sich erinnern möchten an ihr natürliches, zufriedenes Leben.

Du wirst leicht nachzuvollziehende Übungen erleben,

die Du auch zuhause mit Deinen Lieblingsbäumen in Deiner Umgebung anwenden kannst.

VORAUSSETZUNG
Einlassen auf die Natur und ihre Wesen.
Offenheit für die innere Wahrnehmung,
für kleine Baum-Meditationen und
Bilder-Reisen.

Es sind keine Vorkenntnisse sind nötig.

Wo findet der Baum-Erlebnistag statt?

Im schönen Weserbergland, nähe Herford.
Den genauen Ort und die Anfahrt zu diesem Baum-Erlebnistag sende ich Dir mit der Bestätigung Deiner Anmeldung.

Wann findet der Baum-Erlebnistag statt?
Am Samstag, den 18. Mai 2019
Der nächste ist im kommenden Jahr, bitte fragt mich danach

SEMINARZEITEN:
10 bis 18 Uhr

Seminarleitung:
Monika Zehentmeier

Solltest Du gerne am Vorabend anreisen, bieten wir Dir hier eine einfache Unterkunftsmöglichkeit für 25 € inklusive Frühstück an.

SEMINARBEITRAG:
140 € inclusive Getränke

MITTAGESSEN:
Bitte bringe etwas für das gemeinsame Mittagessen mit.

Getränke stellen wir.

BITTE MITBRINGEN:
– feste Schuhe,
– Unterlage als Sitzgelegenheit,
– wetterfeste Kleidung.

Melde Dich hier für diesen Erlebnistag an. Sende mir bitte eine Nachricht.
Übrigens mache ich diesen Tag auch als individuelles Erlebnis, also für Dich alleine nach Deinem Terminwunsch.

Feiere
mit Gleichgesinnten
das Leben,
verbinde Dich mit der Natur,
beschenke sie
und lasse Dich von ihr beschenken.
Lebe glücklich und in Harmonie!
🙂

 

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Sprechender Baum. Märchen

sprechender baumMärchen zeigen uns immer wieder was sich hinter äußeren Gestalten verbergen kann und machen es uns sichtbar in einer kleinen Geschichte. So hören wir in diesem Märchen von einem Mangel der elementar ist. Er bringt das Märchen in Gang und wir sind überrascht, welche Wendung es nun nimmt. Von einem wundersamen Erlebnis erzählt uns nun das Märchen. Seht selbst:

Es war einmal ein Mann und eine Frau, die bekamen keine Kinder und waren darüber sehr betrübt. Einstmals baten sie den lieben Gott, er möchte ihnen ein Kind geben und wäre es auch nur ein Lorbeerkern.

Der liebe Gott erhörte ihr Gebet, und der Leib der Frau wurde gesegnet. Als aber ihre Zeit herankam, da gebar sie einen Lorbeerkern. Die Weiber, welche ihr beistanden, merkten das nicht, und trugen ihn mit dem Weißzeuge zur Wäsche. Während sie wuschen, fiel der Lorbeerkern zu Boden, und es ward daraus ein goldner Lorbeerbaum, dessen Gezweige wie die Sonne glänzte.

Von weit und breit kamen nun die Prinzen herbei, um diesen goldnen Lorbeerbaum zu betrachten, und einer von ihnen schlug sein Zelt hart an dessen Wurzel auf, und ging dann mit den andern Prinzen auf die Jagd. Sein Koch aber blieb zurück, um die Speisen zu bereiten, und als diese fertig waren, ging auch er weg, um sich ein bisschen umzusehen.

Da rief es im Baume: »Mein Lorbeer von oben, mein Lorbeer von unten, tu dich auf, damit ich heraus kann«; und es öffnete sich die Rinde des Baumes, und kam ein wunderschönes Mädchen heraus, das sah sich überall um, aß von allen Speisen, nahm dann eine Hand voll Salz und versalzte sie alle, ging wieder zum Baum, und sprach: »Mein Lorbeer von oben, mein Lorbeer von unten, tu dich auf, damit ich hinein kann! « Und der Baum öffnete sich und sie schlüpfte hinein.

Zu Mittag kam der Prinz zurück, um zu essen, und fand die Speisen so versalzen, dass sie ungenießbar waren. Da packte er seinen Koch, und wollte ihn umbringen; der aber jammerte und schrie: »Gnade, Gnade, o Herr l ich bin nicht Schuld daran, ich hab es nicht getan!« Da kamen auch die andern Prinzen herbei und baten für den Koch, dass er ihn leben lassen und ihm verzeihen möge.

Tags darauf tat der Koch kein Körnchen Salz in die Speisen, und als er fertig war, ging er wieder spazieren; das Lorbeerkind machte es aber wie das erste Mal, und als der Prinz zurückkam und essen wollte, da fand er die Speisen noch versalzener als den Tag vorher, und begriff nun, dass sein Koch nicht Schuld daran sei, sondern Jemand anders ihm diesen Streich spiele.

Deswegen zankte er ihn diesmal nicht aus, sondern sagte ihm nur: »Wenn du morgen das Essen gekocht hast, so geh‘ weg und ich will hier bleiben, um zu sehen, wer uns das antut.«

Des andern Tags ging der Koch weg, nachdem er fertig war, und der Prinz versteckte sich hinter den Lorbeerbaum. Da hörte er plötzlich eine Stimme von innen, welche sprach: »Mein Lorbeer von oben, mein Lorbeer von unten, tu dich auf, damit ich heraus kann!« Und drauf trat das Mädchen aus dem Baum, aß von allen Speisen, und wie es nach dem Salz griff, sprang der Prinz hervor, fasste sie, und sprach: »Also du bist’s, die mir das antut?« Drauf trug er sie in sein Zelt und umarmte sie und küsste sie, tat dann, als wollte er ein bisschen spazieren gehn, und ließ sie, dort allein.

Da lief das Mädchen weinend zu seinem Baume und sprach: »Mein Lorbeer von oben, mein Lorbeer von unten, tue dich auf, damit ich hinein kann! « Der Baum aber antwortete: »Du bist gezwickt, du bist geküsst, in den Baum kommst du nimmermehr! « Und nachdem er das gesagt, vertrocknete er auf einmal.

Als der Prinz sah, dass der Baum vertrocknet war, wunderte er sich sehr, wie das möglich sei, ging in das Zelt zurück und koste mit dem Mädchen, und am Abend ließ er Citronen und Apfelsinensträucher schneiden und das Lager daraus bereiten. Und nachdem das Mädchen eingeschlafen war, machte er sich heimlich auf und ließ sie zurück.

Als am andern Morgen das Mädchen erwachte und den Prinzen nicht fand, machte sie sich auf, und ihn zu suchen.

Unterwegs begegnete sie einem Derwisch, und sprach zu ihm: »Lieber Vater, wenn ich dir meine goldnen Kleider gebe, gibst du mir dafür die deinen und dein Pferd?« – »Meinetwegen«, erwiderte der Derwisch. Sie tauschten also ihre Kleider, und das Mädchen stieg auf das Pferd und trieb es so wacker an, dass es den Prinzen einholte. Da sagte der Prinz: »Erzähle mir, Herr, was du auf deinem Wege gesehn hast,« Und sie antwortete: »Ich sah ein Mädchen, welches weinte, seufzte und sagte: Ihr Zitronen- und Orangenzweige, was habt ihr mir angetan, dass ich mein Glück; verloren?« Als das der Prinz hörte, seufzte er.

Nachdem sie ein gutes Stück weiter geritten, fragte der Prinz dasselbe, und erhielt dieselbe Antwort, und seufzte wiederum. Der Prinz aber gewann den falschen Derwisch lieb, lud ihn ein, mit ihm nach Hause zu ziehn, und sagte: »ich bin verlobt und mache nächstens Hochzeit und möchte dich dabei haben«.

Sie zogen also mit einander, und wie sie ankamen, gab der Prinz dem Derwisch ein besonderes Gemach. Drauf begann die Hochzeitsfeier, und man brachte die Braut herbei. Das Lorbeerkind versteckte sich aber in den Wandschrank des Saales, wo das Paar getraut werden sollte, zog seinen Derwischanzug aus, und legte goldene Kleider an. Und als es fertig war, leuchtete es wie die Sonne, ging in den Saal, und verbreitete einen solchen Glanz, dass alle Welt geblendet wurde. Wie sie der Prinz erblickte, erkannte er sie und sagte zu den Schwiegereltern: »Nehmt die Braut und bringt sie in ihr Vaterhaus zurück, denn ich will mit diesem Stern leben, so wie ich gewohnt bin«. Und darauf wurden sie getraut und lebten glücklich miteinander.

Das Lorbeerkind.
Aus: Griechische und Albanesische Märchen, Johann Georg von Hahn

Du liebst die Bäume, bist gerne in ihrer Nähe und ahnst, dass im Baume ein märchenhaftes Wesen wohnt? Dann lade ich Dich herzlich ein zum Baum-Erlebnistag. Was Du an diesem Tag erleben wirst und was er Dir bringt erfährst Du in diesem Blogartikel:
Mache es Dir märchenhaft schön auf Deinem Spaziergang oder Deiner Wanderung. Nimm Dir spannende Baummärchen mit und erzähle oder lese sie Deinen lieben Mitwandernden oder Mitspazierenden vor. Das bringt euch allen ein unvergessliches warmherziges Erlebnis. Probiers nur mal.

Eine schöne Märchensammlung von Bäumen findest Du hier:

 

 

 

 

Bewahre Dir die Freude
an den Märchen, der Natur
und nachdenklichen Geschichten
und lebe einfach märchenhaft

🙂

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Heilige drei Könige. Geschichte

Märchen von den 12 MonatenHeilige drei Könige. Geschichte 

Jahresfeste geben uns wertvolle Inhalte, wenn wir sie mit Geschichten, Liedern und Gedichten usw. ausfüllen. So soll es heute um die Heiligen 3 Könige gehen, die ein Zeichen am Himmel sahen, den Stern. Dem folgten sie bis zu dem Kind für das sie wertvolle Gaben bei sich hatten: Gold, Weihrauch und Myrrhe.

Manchmal bekommen wir im Leben eine Chance etwas außergewöhnlichem zu begegnen, aber sind wir bereit unverzüglich aufzubrechen zu dem, was das Herz zutiefst begehrt? Die folgende Legende zeigt so ein Beispiel und wie doch alles gut wird.

Es ist schon viele, viele Jahre her, da lebte in einem kleinen Haus ein altes Großmütterchen, die Babuschka. Dabei war ein Gärtchen. Das Häuschen lag aber ganz allein zwischen Wiesen und Feldern. Im Frühling sangen die Vöglein im Apfelbaum, doch im Winter war alles still. Wiesen und Felder lagen in tiefem Schnee.

An einem Wintertag, als wieder einmal der kalte Wind um das Häuschen pfiff und dicke Schneeflocken vom Himmel fielen, da machte Babuschka sich im Haus zu schaffen, sie fegte und scheuerte ihr kleines Haus. Und weil sie allein war und viel Zeit hatte, machte sie das Haus von unten bis oben rein, so lange, bis es draußen allmählich dunkel wurde.

Auf einmal hielt Babuschka mitten in der Stube inne und horchte auf. Obwohl es schneite und der Wind brauste hatte sie doch deutlich Stimmen von Menschen gehört. Es mussten sehr viele sein. Als sie näher herangekommen waren schaute Babuschka aufmerksam aus dem Fenster. Sie wollte kaum ihren Augen trauen, so unwirklich, und märchenhaft war das, was sie sah: drei weiße Pferde kamen daher, die zogen einen prächtig geschmückten Schlitten.

Drei Männer saßen in dem Schlitten, sie waren bunt und fremdländisch angezogen, und jeder von ihnen trug eine schwere goldene Krone, mit Edelsteinen reich verziert. Dann kamen noch viele Männer zu Pferd oder zu Fuß, es war eine lange Reihe, und die ersten standen schon vor Babuschkas kleinem Haus.

Als es an die Tür klopfte, hätte Babuschka sich gern versteckt. Sie fürchtete sich und wartete lange. Dann aber zog sie den Riegel zurück und trat vor das Haus. Waren es Könige, die vor der Tür standen? Dunkel erinnerte sich Babuschka, dass man Menschen, die eine Krone trugen, Könige nannte. Waren sie streng und böse, wie man ihr erzählt hatte? Aber da lächelte einer der drei Fremden und sagte freundlich: „Fürchte dich nicht! Wir sind einem hellen Stern gefolgt und suchen den Ort, wo ein Kind geboren wurde, das uns allen Freude und Liebe bringt. Willst du nicht mitgehen, Babuschka? Wir haben den Weg verloren im tiefen Schnee. Hilf uns den Weg wiederfinden, damit wir dem Kind unsere Gaben bringen!“

Der kurze Wintertag ging schon dem Ende zu. Babuschka sah in das Schneegestöber hinaus. „Kommt in die Stube und wärmt euch! Ich mache erst noch die Arbeit im Haus fertig. Morgen werde ich gewiss mit euch gehen.“ Doch die drei Könige wandten sich ab. „Die Zeit drängt. Es gilt, jetzt mitkommen Babuschka, wir können nicht warten, sondern müssen rasch weiter ziehen.“ Babuschka sah ihnen lange nach. Mit allen, die bei ihnen waren, zogen sie dahin durch Wind und Schnee über das weite Land.

Babuschka war in ihr Haus zurückgekehrt und hatte die letzten Ecken sauber gemacht. Noch lange aber saß sie am Tisch und dachte daran, was die drei Könige ihr von dem neugeborenen Kind erzählt hatten: dass es allen Menschen Freude und Liebe bringen werde. „Wenn ich doch mitgegangen wäre“, dachte Babuschka, „ich hätte das auserwählte Kind mit eigenen Augen gesehen.“ Und sie bereute nun, dass sie zurückgeblieben war. Auch als sie sich zum Schlafen niederlegte, fand Babuschka keine Ruhe. Sie konnte den Morgen kaum erwarten. Tief im Herzen hatte sie nur noch den einen Wunsch, das Kind zu finden und ihm Geschenke darzubringen, wie es die Könige tun wollten.

Schon in der ersten Tagesfrühe machte sich Babuschka auf den Weg. Sie trug in der Reisetasche die wenigen kleinen Geschenke, die sie in ihrer Hütte gefunden hatte. Auch wenn sie nicht kostbar waren, so hoffte Babuschka doch, dass sich das Kind darüber freuen würde. Sie trat aus dem Haus und suchte die Spuren im Schnee, die ihr den Weg der Könige zeigen sollten, aber der Wind hatte die Spuren längst verweht.

So ging sie allein und ohne Hilfe in das verschneite Land hinein, klopfte an viele Türen und fragte: „Sind drei Könige hier vorbeigekommen? Kennt ihr das auserwählte Kind, und wisst ihr, wo es geboren wurde?“ Aber nicht einer von allen konnte ihr Antwort geben. Fremde Kinder spielten im Schnee. Babuschka sah ihnen gerne zu. Seitdem sie hinausgezogen war, um das eine Kind zu suchen, hatte sie alle Kinder liebgewonnen. Aber nicht lange durfte sie stehenbleiben. Babuschka wanderte weiter.

Schritt für Schritt, den Stock in der Hand, wanderte sie von Dorf zu Dorf. Freundlich wurde sie aufgenommen, aber vergeblich fragte sie überall: „Wisst ihr den Weg zu dem auserwählten Kind?“ Und weiter stapfte die alte Babuschka über das schneebedeckte Land. Die Wege sind weit in diesem Land, und niemand weiß, ob sie das Kind gefunden hat.

Aber die Leute erzählen, dass bis auf den heutigen Tag, wenn es Winter geworden ist, eine alte Frau durch die Straßen und Gassen geht. Sie schaut in die Stuben hinein, und manchmal finden die Kinder am anderen Tag ein kleines Geschenk auf der Fensterbank, nur eine Zuckerstange oder ein einfaches Spielzeug. Die gute alte Babuschka ist in der Dunkelheit an ihrem Haus vorbeigekommen.

Babuschka und die drei Könige
Von Paul Schaaf

 

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Die 12 Monate. Märchen

maruschka-und-die-12-monate/Die 12 Monate

Märchen zeigen uns, dass die 12 Monate auch eigenständige Wesen sind die in Gemeinschaft zusammen leben, denen man begegnen kann und die viel Herz für die Menschen haben. Gewiss kommt es darauf an, wie man ihnen begegnet. Davon erzählt auch dieses Märchen aus Griechenland:

Es war einmal eine Mutter die war arm und hatte vielen Kinder. So lebte sie mit ihnen armselig in einer kleinen Hütte und mühten sich Tag und Nacht um nur das Nötigste zu haben das sie brauchten. Eines Tages ging die Mutter wieder einmal in den Wald um Holz zu sammeln. Auf dem Weg begegneten ihr 12 Jünglinge. Das waren die 12 Monate.

Die 12 Monate grüßten die Mutter. Sie fragten: „Welcher von den 12 Monaten ist der schönste?“ Die Mutter dachte eine Weile nach. Dann sagte sie: „Jeder Monat ist schön!

Im Januar liegt der weiße Schnee.
Im Februar kommt der lustige Fasching.
Im März sprießen die ersten Veilchen.
Im April blüht der Apfelbaum.
Im Mai duftet der Flieder.
Im Juni geht’s ins Heu.
Im Juli werden die Kirschen rot.
Im August wird der Weizen gelb.
Im September reifen die Äpfel am Baum.
Oktober macht die Trauben süß.
November webt alles in weißen Nebel ein.
Dezember bringt das liebe Weihnachtsfest.

Alle Monate sind schön!“

Als die 12 Monate das hörten, freuten sie sich. Sie sagten zur Mutter: „Gib uns dein Kopftuch!“ Die 12 Monate füllten das Kopftuch und gaben es der Mutter zurück. Die Mutter bedankte sich und ging nach Hause.

Dort machte sie das Kopftuch auf. Sie schüttete das Geschenk der 12 Monate auf den Tisch: Da fielen, viele, viele Goldstücke heraus und nun hatte alle Not ein Ende.

Märchen aus Griegenland

Maruschka und die 12 MonateNoch ein anderes,
sehr schön illustriertes Märchen von den 12 Monaten ist:

Maruschka und die 12 Monate.
Lesen Sie mehr darüber hier:
Maruschka und die 12 Monate

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